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Dream Theater

Live at Budokan

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2004
Besonderheiten/Stil: live; Progmetal
Label: Warner / Atlantic
Durchschnittswertung: 10.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

James LaBrie vocals, percussion
John Myung bass guitar, Chapman stick
John Petrucci guitar, vocals
Mike Portnoy drums, vocals
Jordan Rudess keyboards

Tracklist

Disc 1
1. As I am 7:25
2. This dying soul 11:44
3. Beyond this life 19:37
4. Hollow years 9:18
5. War inside my head 2:22
6. The test that stumped them all 5:00
Gesamtlaufzeit55:26
Disc 2
1. Endless sacrifice 11:18
2. Instrumedley 12:15
3. Trial of tears 13:49
4. New Millennium 8:01
5. Keyboard solo 3:58
6. Only a matter of time 7:21
Gesamtlaufzeit56:42
Disc 3
1. Goodnight kiss 6:16
2. Solitary shell 5:58
3. Stream of consciousness 10:54
4. Disappear 5:56
5. Pull me under 8:38
6. In the name of God 15:49
Gesamtlaufzeit53:31


Rezensionen


Von: Henning Mangold @ (Rezension 1 von 2)


Ja, jetzt schrammeln und frickeln sie wieder! Endlich wieder ein großes Livealbum, es gibt ja auch erst drei offizielle, von diversen Bootlegs und Livedarbietungen auf Singles mal ganz abgesehen. Und der Fan überlegt nicht erst lange, er schlägt wieder zu, und – Recht hat er!

Immer wieder ist es schön, einer Band beim Reifen zuzusehen und zuzuhören: Dream Theater haben frenetische Fans und fanatische Ablehner gefunden; den einen gelten sie als vorläufiger Inbegriff des Progolymps in diesem Jahrhundert, die anderen können ihren oft anstrengenden Sound nicht ertragen, auch wenn sie Progfans sind – und genau aus dieser Hassliebe entsteht Kult.

„At Budokan“ präsentiert die Band auf ihrer wohl größtmöglichen Stufe der Reifung in jeder Hinsicht: perfekter Sound, perfektes Zusammenspiel, perfekte Setlist, perfekte Darbietung mit Überraschungseinlagen, perfekte innere Dramaturgie in der Songabfolge.

Und was fehlt? Nun, ein Freund machte mich darauf aufmerksam, die Soundabmischung sei nicht perfekt, man könne das über Kopfhörer genau verfolgen: zu Beginn der Show dominierten die Keyboards vor der Gitarre, zum Schluss sei es umgekehrt. Seit ich es weiß, bemerke ich es auch, aber es würde mich nicht wundern, wenn das Absicht wäre, ein kleiner Trick, um einen Spannungsaufbau in der Soundentwicklung zu schaffen – bei Dream Theater zweifle ich daran, dass noch irgend etwas dem Zufall oder den Launen der Technik überlassen wird.

Fehlt noch was? „Glass prison“ vielleicht: das zusammen mit „Dying soul“ in einem Stück wär gigantisch gewesen, aber die Kritiken zu „Glass prison“ waren ja nicht so überschwenglich ausgefallen, da wollte man vielleicht nichts anbrennen lassen – in olympischen Höhen kann die Luft schon mal etwas dünner werden.

Und sonst? Nicht doch, die Herren zupfen ihre Frickelstränge, und alles ist da: eine „Extended“-Fassung von „Beyond this life“ mit ausgedehnten Improvisationen, in denen Portnoy und Rudess bisweilen die Plätze zu tauschen scheinen; ein „Instrumedley" mit einem „Erkennen Sie die Melodie“-Effekt, in dem alles, was sonst in der Setlist nicht voll ausgespielt wird, stimmig, passend und wie aus einem Guss zu neuer Form verdichtet daherkommt, angereichert mit diversen Slapstick-Einfällen aus allen Ecken der Musikgeschichte; demgegenüber in Kürze ein aufs Wesentliche zusammengestrichener Mix von „Test that stumped them all“, ein „New Millennium“ – jetzt von Rudess neu geprägt – mit anschließendem Keyboardsolo, ein „Only a matter of time“ mit – für Dream Theater unerhörten – Neoprog-Keyboards im Schlussteil, ein mitreißendes „Stream of consciousness“, in dem sich Portnoy wieder mal selbst überbietet, und...und...und...

Wie sehr eine Liveaufnahme überzeugt, ist ja immer auch eine Frage der Stimmigkeit in der Setlist; logischerweise haben es neue Bands mit kleinerem Repertoire da schwerer, so dass Dream Theater in dieser Hinsicht mittlerweile ohnehin klar im Vorteil sind. Aber man braucht schon ein – neben der Musik liegendes – Gefühl für Dramaturgie, um so was auf die Bühne zu bringen, was überwältigt, aber nicht erschlägt (eine Eigenschaft, ohne die z.B. auch ein richtig guter DJ nicht auskommen kann). Mag sein, dass der Erfolg einen erst in die Hochstimmung versetzen kann, die das möglich macht. Aber egal: mag ich mir in den vergangenen Jahren auch zeitweise den Stil von Dream Theater übergehört haben: dieses Album bringt mich schlagartig in die alte Abhängigkeit zurück.

Noch was zu meckern? Klar: die Verpackung! Ein Pappgebilde zum Aufklappen mit drei Laschen drin, in denen drei CDs stecken. Die Laschen öffnen sich jeweils nach innen; wenn die Verpackung zusammengefaltet ist, kann also keine rausfallen. Dafür rutschen sie hin und her, sobald man irgendwas auseinanderfaltet. Hineingreifen in die Taschen kann man auch nicht, man muss die Scheiben schlichtweg über die Pappe und deren Ränder rutschen und kratzen lassen. Die Lasche von CD 1 ist nach rechts hin offen, die beiden andern Laschen nach links; lässt man also CD 3 rausrutschen, rutscht CD 2 auch raus und gleitet wahrscheinlich in die Tasche von CD 1 hinein oder fällt auf den Fußboden – je nachdem, wie schief man die Verpackung hält.

Mag ja sein, dass Pappe den CDs nicht schadet, aber trotzdem: wieso muss nach der Erfindung des Jewel-Case ständig was Neues und Extravagantes entwickelt werden, was für CDs einfach nicht artgerecht ist? Und dann wundert sich die Musikindustrie, dass weniger CDs verkauft werden – das werden über kurz oder lang noch weniger, wenn die Scheiben demnächst in Brötchentüten über den Ladentisch gehen...

Aber: Diese muss man unbedingt noch haben!

Anspieltipp(s): Instrumedley (für Eilige)
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 12.11.2004
Letzte Änderung: 13.11.2004
Wertung: 13/15

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 2 von 2)


Welche Gründe gibt es, sich ein Live-Album einer Band zu kaufen?

- man hat noch keins - man liebt das spezielle Live-Feeling einer Platte - man hatte nie die Gelegenheit, die Band live zu erleben - man hat die Band live erlebt und will den Eindruck als Konserve - man liebt Soli und die gibts oft nur auf den Live-Alben - es finden sich Stücke auf der Platte, die unveröffentlicht sind - man muss jede Platte einer Band besitzen

Welchen Grund gibt es nun "Live at Budokan", das vierte Live-Album des Traumtheaters, zu kaufen?

Die 18 Stücke stammen zum grössten Teil von Train of thought, Six degrees of inner turbulence und Falling Into Infinity.

Das meiste davon gabs vorher noch nicht als Konzert-Mitschnitt, sieht man einmal von letzterem Album ab, welches in Ausschnitten auf Once In a LIVEtime festgehalten wurde.

Über die Produktion des vorliegenden Albums lässt sich nicht gross meckern. Teilweise scheint mir der Sound etwas dumpf zu sein, im Grossen und Ganzen ist "Live At Budokan" aber klangtechnisch auf der Höhe. Die Songauswahl ist wie gesagt auf die oben erwähnten Alben beschränkt. Da ich diese bis auf das letzte Studioalbum nicht zu meinen Favoriten zähle, würde ich folgende Empfehlung abgeben:

Wer bisher noch kein Live-Album von Dream Theater sein eigen nennt, dem würde ich zum kennenlernen Live Scenes From New York empfehlen, welches einen guten Überblick über die wichtigsten Alben der Band gibt.

Wem die letzten 3 Alben über alles gehen, der muss hier natürlich zugreifen. Ich finde allerdings, dass die Stücke meist sehr nahe am Original interpretiert sind und man manchmal nur an der schrägen Intonation von LaBrie merkt, dass es sich hier um eine Live-Fassung handelt. Die Soli sind wie immer erste Sahne, die Stücke werden perfekt und präzise dargeboten. Meine Favoriten sind "Beyond This Life", das Instrumedley, und "Trial Of Tears".

"Live At Budokan" ist sicher verzichtbar, mein bevorzugtes DT-Live-Album bleibt Live Scenes From New York. Da ich aber zur Gattung der Musikliebhaber gehöre, die von bestimmten Bands jede Note besitzen müssen, steht auch dieses Werk in meinem Schrank.

Anspieltipp(s): Instrumedley, Beyond This Life
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 6.5.2006
Letzte Änderung: 6.5.2006
Wertung: 8/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Dream Theater

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1986 Majesty - the official 1986 Demo 9.00 1
1989 When Dream And Day Unite 11.00 3
1992 Another day (Single) - 1
1992 Images and Words 12.00 4
1993 Live at the Marquee 7.00 1
1994 Lie (Single) - 1
1994 The silent man (Single) - 1
1994 Awake 12.33 3
1995 A Change Of Seasons 9.50 2
1997 Falling Into Infinity 6.00 2
1997 Hollow years (Single) - 1
1998 Once In a LIVEtime 7.67 3
1999 Metropolis Pt. II - Scenes From a Memory 12.00 7
2000 Through her eyes (Single) - 1
2001 Metropolis 2000: Scenes From New York 11.00 1
2001 Live Scenes From New York 10.00 1
2002 Six degrees of inner turbulence 6.00 3
2003 Train of thought 9.67 6
2003 Master of Puppets (Official Bootleg) 10.00 2
2003 The Number of the Beast (Official bootleg) 8.00 2
2004 Live at Budokan (DVD) 12.00 1
2004 When dream and day reunite (Official bootleg) 11.00 1
2005 Octavarium 10.29 7
2005 Dark Side of the Moon (Official bootleg) 9.00 2
2006 Score - 20th Anniversary World Tour 7.00 1
2006 Score - 20th Anniversary World Tour (DVD) 12.00 1
2006 Made in Japan (Official bootleg) 10.00 1
2007 Systematic Chaos 8.00 4
2008 Chaos in motion 2007-2008 10.00 1
2009 Uncovered 2003-2005 (Official bootleg) 8.00 1
2009 Black Clouds & Silver Linings 10.00 2
2011 A Dramatic Turn of Events 11.80 5
2013 Dream Theater 8.67 3
2013 Live at Luna Park 13.00 1
2016 The Astonishing 8.50 3

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