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White Willow

Ex Tenebris

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1998
Besonderheiten/Stil: Folk; RetroProg
Label: Laser's Edge
Durchschnittswertung: 8.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Jacob C. Holm-Lupo Gitarre, Orgel
Jan Tariq Rahman Klavier, Mellotron, Orgel, Synthesizer, Theremin, Gesang
Sylvia Erichsen Gesang
Frode Lia Bass
Mattias Olsson Schlagzeug

Gastmusiker

Teresa K. Aslanian Stimme ("Helen And Simon Magus")
Asa Eklund Gesang ("Thirteen Days")
Audun Kjus Flöte ("The Book of Love", "Helen And Simon Magus")

Tracklist

Disc 1
1. Leaving The House Of Thanatos 8:06
2. The Book Of Love 4:56
3. Soteriology 5:05
4. Helen And Simon Magus 9:16
5. Thirteen Days 2:50
6. A Strange Procession... 4:07
7. ...A Dance Of Shadows 13:52
Gesamtlaufzeit48:12


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 1 von 2)


"Ex Tenebris" ("Aus der Dunkelheit"), der Zweitling der norwegischen Formation White Willow, zeigt eine teilweise Abkehr von den mittelalterlich-folkloristischen Klängen des Debüts zu Gunsten eines höheren RetroProg-Anteils, wobei eine deutliche Folk-Komponente auch auf "Ex Tenebris" vorhanden ist. Gleichzeitig ist "Ex Tenebris" noch ruhiger ausgefallen als sein Vorgänger, auf Dauer leider zu ruhig.

Die Instrumentierung ist recht spartanisch und überwiegend akustisch, die Musik typisch nordisch-melancholisch, das Tempo meist seeeehr langsam. Nun gibt es Bands, die mit solcher "Zeitlupenmusik" Spannung aufbauen - White Willow gelingt dies hier leider nicht immer.

Ein ziemlicher Griff ins Klo, wenn ich das mal so krass formulieren darf, ist der Gesang von Jan Tariq Rahman auf den ersten beiden Songs. Gerade das einleitende, eigentlich sehr stimmungsvolle "Leaving the House of Thanatos", wird mir durch den bisweilen recht schiefen Gesang Rahmans verleidet.

Auch bei "The Book of Love" versucht er sich als Sänger, unterstützt von Sylvia Erichsen. Dieses Stück ist noch dazu arg glatt und lieblich gehalten, es könnte ohne weiteres in der Verfilmung eines Rosemarie-Pilcher-Schinkens auftauchen. Immerhin, die Sangeskünste des Herrn Rahman hat man danach überstanden...

Ein erster Höhepunkt ist "Soteriology". Der glockenhelle Gesang von Sylvia Erichsen wird fast nur von schwermütigen Orgelklängen begleitet, die dem Stück fast schon eine sakrale Atmosphäre verleihen.

"Helen and Simon Magus" kommt dann wieder arg lieblich daher. Immerhin gibt es mal einen kleinen Ausbruch an der E-Gitarre, dennoch wirkt das Stück insgesamt etwas zäh.

"Thirteen Days" ist ein kleines, folkiges Akustik-Gitarren-Stück, das von einer Gastsängerin gesungen wird. Dazu gibt's ein schönes Flötensolo.

Die (instrumentale) "Strange Procession" trägt ihren Namen durchaus zu Recht: donnernde Paukenschläge begleiten die mächtigen Orgelklänge, zu denen noch ein mystischer Mellotronchor kommt.

Zum Abschluss gibt es mit "A Dance of Shadows" dann einen richtig langen Titel, der leider größtenteils in schleppendem Tempo dahintrottet. Immerhin gibt es teils kräftige Mellotronuntermalung, und der Gitarrist geht mal ein bisschen aus sich heraus. Ärgerlicherweise wird das Stück am Ende reichlich unmotiviert ausgeblendet.

Für mich ist "Ex Tenebris" das schwächste der bislang vier White-Willow-Alben. Richtig schlecht ist es (abgesehen vom Gesang Rahmans) nicht, nur fehlt es auf Dauer etwas an Abwechslung und ein bisschen "Schmackes".

Anspieltipp(s): A Dance of Shadows
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 7.12.2004
Letzte Änderung: 7.12.2004
Wertung: 8/15

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Von: Kristian Selm (Rezension 2 von 2)


Auf dem Progfest '95 wurden sie als der Geheimtipp gehandelt, noch bevor ihre erste CD "Ignis fatuus" überhaupt erschienen war. Letztendlich konnten sie den Vorschußlorbeeren gerecht werden und überzeugten das Publikum, wobei mir persönlich die Musik der Norweger doch eine Spur zu ruhig ausgefallen war. Genau dieses Manko lässt sich wiederum auf "Ex tenebris" feststellen.

Trotz diverser Umbesetzungen, u.a. ist Änglagårds Mattias Olsson mit dabei, sind sie ihrem Stil treu geblieben: ruhiger Folk Rock, kleinere Reminiszenzen an den Progressive Rock skandinavischer Prägung, viel Mellotron, schöne zerbrechliche Melodien, aber auch sehr viele, zurückhaltende, geradezu minimalistische Songstrukturen. Als Totalausfall können die, zum Glück nur gelegentlichen, Gesangsversuche von Keyboarder Jan Taruq Rahman abgehakt werden. Wie er beim Opener "Leaving the House of Thanatos" in der Tonlage total danebenliegt, das erfordert schon viel Selbstvertrauen in die eigene Sangeskunst. Doch zum Glück gibt es da noch die etatmäßige Sängerin Sylvia Erichsen, die mit ihrer klaren, glockenhellen Stimme für den eigentlichen Leadgesang sorgt.

Viel Ruhe und akustische Instrumente prägen "Ex tenebris". Perfekt inszenierter Wohlklang, dennoch hätten einige emotionale Ausbrüche diese Scheibe sicherlich noch aufwerten können. Doch hat das Album so viel Atmosphäre, dass dieses Manko zum Teil ausgeglichen werden kann. Dunkle, aber schöne Töne aus dem Norden, mit einer gehörigen Portion zu viel Ruhe, trotzdem eine gute Weiterführung eines eigenen Stils.

Anspieltipp(s): A dance of shadows
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 11.1.2005
Letzte Änderung: 26.8.2013
Wertung: 9/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von White Willow

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1995 Ignis Fatuus 11.50 2
2000 Sacrament 11.67 3
2004 Storm Season 11.50 2
2006 Signal To Noise 8.50 2
2011 Terminal Twilight 11.00 2
2017 Future Hopes 10.00 1

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