Live
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
ECM Records / WATT |
| Durchschnittswertung: |
12/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Michael Mantler |
Trumpet, Composer |
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Gastmusiker
| Jack Bruce |
Voice |
| Rick Fenn |
Guitar |
| Don Preston |
Synthesizer |
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| John Greaves |
Bass, Piano |
| Nick Mason |
Drums |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Preview/No Answer
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5:52
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| 2. |
Slow Orchestra Piece #3 (Prisonner)
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4:05
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| 3. |
For Instance
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2:26
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| 4. |
Slow Orchestra Piece #8 (A L'Abattoire)
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3:08
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| 5. |
When I Run
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2:29
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| 6. |
The Remembered Visit
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7:46
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| 7. |
Slow Orchestra Piece #6
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3:20
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| 8. |
The Hapeless Child
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8:11
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| 9. |
The Doubtfull Guest
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5:48
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| Gesamtlaufzeit | 43:05 |
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Rezensionen

Irgendwann Ende der 80er Jahre, spätabends, hing ich mal wieder vor dem Fernseher herum. Ich zappte durch die Programme - na gut, es war ein sehr bescheidenes Zapping, da es nur 4 Programme gab. Meine Eltern hatten nämlich keinen Kabelanschluss -, als ich in einem der Dritten auf eine Konzertübertragung stiess. Die "ordentlich" gekleideten Herren, die da eher zurückhaltend (was Gestik und Bewegung anbetraf) musizierten, erweckten im ersten Moment den Eindruck, als würde es sich um eine der recht häufigen Jazzübertragungen handeln. Doch nach ein paar Sekunden stellte ich fest, dass sich da recht Eigenartiges abspielte. Jazz war das nicht! Recht dissonante Klänge schallten mir da entgegen, düster und eigenartig, zu denen jemand mit recht hoher Stimme, sehr dramatisch irgendwelche Texte vortrug. Ein prägender Bestandteil der Gruppe war ein Trompeter, der eher sparsam, aber recht effektvoll ins Horn stiess. Den Schlagzeuger kannte ich, das war - erstaunlicherweise - Nick Mason (Pink Floyd). Allzu lange habe ich mir das Ganze nicht angeschaut, so dass ich auch nicht erfuhr wer da konzertierte.
Beeindruckt hat mich das Gehörte aber wohl doch, denn als ich einige Zeit später in einem Zweitehandladen auf die hier zu besprechende LP stiess, habe ich schon auf dem Cover das Konzert (den Trompeter) wiedererkannt. Nach kurzem Reinhören und der Abwicklung eines kurzen Tauschgeschäfts mit dem Besitzer des Ladens, machte sich die LP zusammen mit mir auf den Heimweg.
"Live" beinhaltet Teile eines Konzertes, das Michael Mantler am 8. Februar 1987 auf dem 1st International Art Rock Festival gegeben hat, in der Kongresshalle in Frankfurt. Eine recht illustre Band hatte er für diesen Auftritt zusammengestellt. Nick Mason am Schlagzeug, John Greaves (Henry Cow, National Health) an Bass und Piano, Don Preston (von den Mothers ) am Synthesizer, Rick Fenn (in den 8zigern z.B. Sessionmusiker für Mike Oldfield) an der Gitarre und Jack Bruce als Sänger. Geboten wird ein Überblick über Mantlers Schaffen, beginnend mit seinem Solodebut ("No Answer" von 1974).
Art Rock gibt es hier also zu hören. Das ist sehr klangvolle, fast symphonische Musik, dramatisch, mitunter heftig, eher schräg und unmelodisch, kantig, mitunter sehr getragen, mitunter sehr hektisch, grundiert von Prestons Synthesizerklängen, über denen sich die weiteren Rockinstrumente erheben, gekrönt vom sparsamen Trompetenspiel Mantlers und dem expressiven Gesang von Bruce. Wer Bruce nur von Cream und seinen neueren Bluesrockscheiben kennt, wird sich über seine Darbietung hier sehr wundern. Gequält, fast depressiv klagend trägt er Texte von Samuel Becket, Harold Pinter und Edward Gorey vor. Alles das ergibt eine sehr eigenartige, kalte Atmosphäre, formt seltsam klangvolle aber unnahbare Tongemälde, die den ganz eigenen Stil von Mantler ausmachen.
Wer mal etwas "Anderes" ausprobieren möchte, einen geheimnivoll-düsteren, schrägen Art Rock, zu dem mir eigenlich nichts Vergleichbares einfällt, der sollte einmal in "Live" reinhören. Das Album hat einen hervorragenden Klang und ist eine ideale Einführung in Mantlers Stil. Bei Gefallen kann man dann im nicht so furchtbar umfangreichen Katalog Mantlers auf Entdeckungsreise gehen.
| Anspieltipp(s): |
The Hapeless Child |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
17.2.2005 |
| Letzte Änderung: |
4.1.2009 |
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