SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
22.10.2017
ARCN TEMPL - Emanations Of A New World
Sons of Apollo - Psychotic Symphony
21.10.2017
Schnellertollermeier - Rights
Soup - Remedies
Algaravia - Breve E Interminável
Robert Schroeder - Cygnus-A
Drifting Sun - Twilight
Marillion - Living in F E A R
19.10.2017
My Soliloquy - Engines of Gravity
Liquid Orbit - Liquid Orbit
John Zorn - Simulacrum
18.10.2017
Amorphis - My Kantele
Reckoning Storm - The Storm Engine
17.10.2017
Aquaserge - laisse ça être
Southern Empire - Southern Empire
TNNE - Wonderland
16.10.2017
Pere Ubu - 20 Years in a Montana Missile Silo
Nump - Sun is cycling
ARCHIV
STATISTIK
23977 Rezensionen zu 16376 Alben von 6364 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

At War With Self

Torn Between Dimensions

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2005
Besonderheiten/Stil: instrumental; Mathrock; Progmetal
Label: Free Electric Sound
Durchschnittswertung: 9.67/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Glenn Snelwar electric and acoustic guitars, mandolin, e-bow, keyboards, string section programming
Michael Manring fretless bass, e-bow
Mark Zonder drums, percussion

Tracklist

Disc 1
1. The God Interface 4:04
2. Torn Between Dimensions 5:57
3. A Gap In The Stream of Mind Part One 4:11
4. Grasping At Nothing 5:22
5. Coming Home 5:30
6. The Event Horizon 5:18
7. A Gap In The Stream of Mind Part Two 7:45
8. Run 3:04
9. A Gap In The Stream of Mind Part Three 1:37
10. At War With Self 7:17
Gesamtlaufzeit50:05


Rezensionen


Von: Thorsten Gürntke @ (Rezension 1 von 3)


Ja! Mein Lieblingsdrummer ist zurück. Ich war schon sehr erfreut, endlich wieder ein Lebenszeichen des Mark Zonder nach seinem Ausstieg bei Fates Warning zu hören. Aber auf dieser CD geht es eigentlich nicht um ihn, sondern um Glenn Snelwar, der schon auf der ersten Gordian Knot CD als Gitarrist in Erscheinung trat.

Und was Sean Malone mit Gordian Knot kann, dass kann sicher auch ein Glenn Snelwar, so könnte die eigentliche Message der CD lauten. Diese CD steht ganz in der Tradition der modernen Prog-Metal/Fusion Ausrichtung eben solcher Alben wie Gordian Knot, OSI (ohne Gesang) oder moderner Alben wie Fates Warnings Disconnected. Es ist daher für den Hörer nicht immer ganz leicht, in die Windungen und Wirren der Songs einzusteigen. At War With Self bieten auf Torn Between Dimensions eine Vernetzung verschiedener Stile. Da wird vom Double-Bass Einsatz in bester Metal Tradition bis hin zu jazzig filigranen Passagen alles geboten. Die Gitarre rifft ebenso heavy wie gleichermaßen verspielt und verträumt. Der eigenwillige Fretless Bass Sound gibt dem Gesamt-Sound eine ganz eigene Färbung. Perlende Pianos Passagen hört man genau so heraus, wie einfach nur den Hintergrund auffüllende Klangteppiche des Keyboards. Das alles passiert nun aber nicht über das Album verteilt, sondern größtenteils in jedem einzelnen Stück.

Um so erstaunlicher, dass dann doch ein Wiedererkennungswert im Großteil der Stücke vorhanden ist. Ohne Frage, ich tue mich damit eben so schwer wie seinerzeit mit den Gordian Knot Alben, die ebenfalls so verkopft sind. Als Highlight möchte ich dann aber doch noch das ruhige mit Mandoline begleitete "Coming Home" herausstellen. Hier kommt besonders der Bass ausgezeichnet zur Geltung und das Stück wandert sozusagen direkt in den Bauch. Orientalisch angehaucht geht es dann in "The Event Horizon" zu, welches durch programmierte Streicherpassagen noch einen ganz eigenen Touch bekommt. Interessant kommt auch die Trilogie "A Gap In The Stream Of Mind" daher, die teilweise sehr mysteriöse Stimmungen zaubert und teilwesie sehr getragen durch die Gehörgänge wabert.

Für Freunde verkopfter Musik ist dieses Album sicher ein Schmackerl. Es gibt unzählig viel zu entdecken, da die Arbeit der drei Musiker sehr hochklassig ist. Teils bleiben leider die Stücke als solche etwas auf der Strecke, weil man sich in zahlreichen Ecken und Kanten verrennt. Es ist halt eine CD zum Zuhören, eine Scheibe, die die Auseinandersetzung erfordert. Bloßes Nebenbeihören wird wohl doch eher zur Ernüchterung führen.

Anspieltipp(s): Coming Home, At War With Self
Vergleichbar mit: OSI, Gordian Knot, moderne Fates Warning
Veröffentlicht am: 19.3.2005
Letzte Änderung: 19.3.2005
Wertung: 10/15

Zum Seitenanfang

Von: Kristian Selm (Rezension 2 von 3)


Das amerikanische Label Free Electric Sound (neben Sensory, ein weiteres Sublabel von The Laser's Edge) steht dem Namen entsprechend, für eher offene, freie, zum Teil jazz-rockartige Strukturen, Musik die sich nicht unbedingt in feste Schemen pressen lässt, meist aber durch die instrumentellen Fähigkeiten beeindruckt.

"Torn between dimensions" vereint die handwerklichen Kräfte des Gitarristen / Komponisten Glenn Snelwar, der u.a. mit seiner Teilnahme das Debüt von Gordian Knot verfeinerte, während seine beiden Mitstreiter - namentlich der vielbeschäftigte Bassist Michael Manring, sowie (ex) Fates Warning Schlagzeuger Mark Zonder - mit noch mehr musikalischen Meriten aufwarten können. Die Vereinigung der drei kulminiert in einer instrumentalen Verbindung aus Progressive Rock, Metal und Fusion, ganz so, wie man dies wohl von den sonstigen musikalischen Tätigkeiten der einzelnen erwarten durfte. Keine Überraschungen also? Mitnichten.

Erstaunlich zurückhaltend, stellenweise fast schon brav, interpretiert das Trio die fast komplett von Glenn Snelwar komponierte Musik. Überraschend ist neben der meist relaxten, schwebenden Grundatmosphäre, vor allem der gelegentliche Gebrauch der Mandoline und akustischen Gitarre, sowie die eher unterschwellige Komplexität der Stücke, die sich erst beim genauen Hinhören offenbart. Doch spätestens beim zweiten Durchlauf schälen sich die instrumentalen Feinheiten heraus, entfaltet das Album seine versteckten Details. Da das Trio vor allem auf stimmungsvolle, teils crimsoneske Atmosphäre setzt, gerät das spielerische Können fast in den Hintergrund. Funktioniert in der ersten Hälfte noch nicht alles in Ausdruck und Prägnanz, beeindruckt besonders der zweite Teil der CD durch düstere, apokalyptische Stimmungen, nimmt zudem auch noch kammermusikalische Elemente auf.

"Torn between the dimensions" ist kein instrumentaler Schlag ins Gesicht und bei weitem kein Album der Frickelmeister. Lässt man sich jedoch auf die schleichende Düsternis und klassisches Understatement ein, so offenbart dieses Album durchaus einiges an interessanten Einfällen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 15.4.2007
Letzte Änderung: 3.3.2012
Wertung: 10/15

Zum Seitenanfang

Von: Thomas Kohlruß (Rezension 3 von 3)


Soeben (Juni 2007) ist das zweite Album von Glenn Snelwars Projekt "At War With Self" erschienen, vielleicht ein guter Moment nochmals einen Blick zurück zum Debüt "Torn Between Dimensions" zu werfen, welches 2 Jahre früher erschienen ist. Auf "Torn Between Dimensions" hatte ich mich seinerzeit sehr gefreut, waren doch mit Bassist Michael Manring (u.a. McGill/Manring/Stevens) und Drummer Mark Zonder (Ex-Fates Warning) zwei meiner Musiker-Ikonen mit dabei. Und Snelwar? Der Name sagte mir zunächst nichts, aber dann bekam ich den Hinweis, dass der immerhin auf dem ersten Gordian Knot-Album mitgefrickelt hat.

Glenn Snelwar, obwohl eigentlich eher Hobby-Musiker (obschon er eine Zeit lang klassische Gitarre studiert hat), spielt auf diesem Album neben Gitarre auch noch Mandoline, E-Bow, Keyboards und sorgt für das eine oder andere Programming. Selbstverständlich hat er alle Stücke komponiert. Snelwar neigt zum Perfektionismus (was er auf seiner Homepage auf unumwunden zugibt), so steckt in "Torn Between Dimensions" eine fast 10jährige Aufbauarbeit vom ersten Demo bis zum fertigen Album. Um seinen prominenten Mitstreitern etwas besonderes zu bieten, hat sich Snelwar wahrhaft verschachtelte, komplexe, vertrackte Kompositionen einfallen lassen. Allerdings weder ProgMetal, noch gar Frickel-Math-Metal oder derartiges gibt es hier zu hören. Klar, Snelwars Begeisterung für die härteren Regionen "unserer" Musik ist spürbar, aber die Songs sind doch eher von ruhiger, introvertierter Natur. Das könnte ebenso besonders moderner, elektronisch angehauchter Heavy-Jazz wie eben ProgRock-Fusion oder so sein.

Und "Torn Between Dimensions" hat seine Momente. Wenn etwa Manring mit dem Bass skurrile Klangbilder malt. Oder wenn Zonder Fills und Breaks an Stellen setzt, an denen man einfach nicht damit rechnet, oder gleich einen ganzen Song in einem seltsam verschleppten, vertrackten Rhythmus mit fast unmenschlicher Präzision spielt. Dazu baut Snelwar wunderbare, düstere Stimmungen auf. Leider sind diese packenden Momente eher spärlich über das ganze Album verteilt.

Ansonsten leidet "Torn Between Dimensions" ein bisschen darunter, dass vieles sehr bemüht und allzu konstruiert wirkt. Da will sich in den Kompositionen kein richtiger Fluss einstellen. Alles wirkt eckig und sperrig. Da wäre weniger vielleicht mehr gewesen oder wenn schon "viel" sein muss, dann hätten die Musiker in diesen Situationen wilder, extremer Frickeln müssen, um zumindest in dieser Richtung Akzente zu setzen. Das passiert dann aber auch nicht. Und es gibt Passagen, in denen Manring und Zonder anscheinend Snelwars Vorgaben vom Blatt spielen, so wenig emotional sind diese Momente.

So zeigt "Torn Between Dimensions" das große Potential des Glenn Snelwar, aber noch nicht die Nutzung desselben. Das Album schwankt zwischen hinreißenden Passagen und seltsam emotionslos dahinplätschernden Stellen und kommt darüber nicht so in Fahrt, wie man sich das wünschen würde. Unterhaltsame 50 Minuten Musik sind das trotzdem und man darf gespannt sein, was Snelwar beim zweiten Versuch aus seinem Talent macht.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: Gordian Knot in ruhiger
Veröffentlicht am: 22.6.2007
Letzte Änderung: 24.11.2013
Wertung: 9/15

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von At War With Self

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2007 Acts of God 12.00 1
2009 A Familiar Path 10.00 1
2015 Circadian Rhythm Disorder 13.00 1

Zum Seitenanfang

© 1999-2017; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum