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Mikhail Chekalin

Concerto Grosso No. 1

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Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1991 (CD-Reissue 2000, Boheme Music)
Besonderheiten/Stil: instrumental; Elektronische Musik
Label: Melodia
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Mikhail Chekalin Piano, Keyboards, Synthesizer, Tapes, Percussion, Vocals

Tracklist

Disc 1
1. Concerto Gross No. 1

1. Meditation (Russian Mystery) 14:37
2. Fascination 4:15
3. Chamber Music 3:14
4. To Appreciate The March 4:46
5. Symphony Of Lamentations 11:25
6. Movie Music 4:04
7. Light Melody 1:53

2. Dissonata   (Bonustrack CD-Reissue) 19:57
3. A Pagan Vocalise   (Bonustrack CD-Reissue) 4:20
4. Another Music for Piano I   (Bonustrack CD-Reissue) 3:53
Gesamtlaufzeit72:24


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Elektronische Musik aus Russland! Mikhail Chekalin (Jahrgang 1959) ist in seinem Heimatland wohl eine feste Grösse in diesem Genre. Zumindest hat er dort, seit den späten 80er Jahren bis heute, mehr als 25 Solo-Alben veröffentlicht. Eine Art russischer Klaus Schulze? Nun, was die künstlerischen Ambitionen anbetrifft, sind die beiden Musiker wohl sicherlich vergleichbar, auch wenn Chekalin 15 Jahre später die elektro-musikalische Bühne betreten hat. Musikalisch ist das, was Chekalin auf die Ohren seiner Zuhörer loslässt - zumindest an der hier vorliegenden Einspielung gemessen - aber kaum mit den Klangkreationen des Deutschen vergleichbar.

All music performed in live, in real time; studio work done with the use of analog multi-track taperecorder without recurrence to sequencer techniques and computer editing.

So steht es hinten auf dem CD-Reissue von "Concerto Grosso No. 1", welches 1989 eingespielt und 1991 erstmals auf LP erschienen ist. Es ist also alles Handarbeit, was hier zu hören ist. Kein Sequenzer, kein Sampler, kein Computer kommt zum Einsatz. Aus diversen Keyboard- und Synthesizerklängen, Schlagzeug, Gesang und einer Ladung auf Tonband aufgezeichneten, mitunter verfremdeten Instrumentalstimmen (Streicher, Bläser, Gitarre, Bass), Vokallinien, Klängen und Geräuschen, hat Chekalin eine ausgesprochen abwechslungsreiche Mischung zusammenbegraut, die kaum etwas mit dem unendlich dahinmäandernden, meditativ-monotonen Klangblubbern vieler deutscher Elektroniker gemein hat. Eher erinnert "Concerto Grosso No. 1" an die Sampler-Sinfonien eines László Hortobágyi oder die späteren, elektronischeren Alben von Art Zoyd.

Sehr dichte, stimmungsvolle Klanglandschaften erschafft Chekalin in seinem "Concerto Grosso" (und auch in den etwas später entstandenen Bonusstücken), die etherisches Klangschweben genauso beinhalten, wie imaginäre, ethnofolkloristische Tonbilder, bizarre Soundkollagen, rhythmisch strukturierte, minimalistische Scheinensemblenummern und wüste, avantgardistische, fast industrielle Krachausbrüche. Das eigenartigste Stück ist der Bonusstrack "Dissonata", welcher - seinem Titel entsprechend - ein düster-schräges Konglomerat aus verschiedensten Klängen darstellt, formlos ohne Rhythmus und Melodie, aber sehr komplex und intensiv.

"Concerto Grosso No. 1" bietet ausgesprochen abwechslungsreiche elektronische Musik aus Russland, die jedem, der sich solcherart Musik kantig, experimentell und mit einem Hang zur zeitgenössischen Avantgarde vorstellen kann, sehr viel Spass machen sollte!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 5.5.2005
Letzte Änderung: 14.7.2013
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Mikhail Chekalin

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1991 Concerto Grosso No. 2 11.00 1
1991 The Symphony - Phonogram 12.00 1
1991 Green Symphony - Borderline State 9.00 1
1991 Between Spring and Autumn by Stealth 10.00 1
1993 Night Pulsation 11.00 1
1997 Porcelain God 8.00 1
1999 Avoiding the desire for cutting and piercing objects 9.00 1
2002 Saturn. Izdelie No... 10.00 1
2004 A Pagan Suite 9.00 1

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