Letzte Tage - letzte Nächte
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
SPV |
| Durchschnittswertung: |
10.67/15 (3 Rezensionen) |
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Besetzung
| Florian Fricke |
Piano |
| Daniel Fichelscher |
guitars, percussion |
| Djong Yun |
vocals |
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| Renate Knaup |
vocals |
| Al Gromer |
sitar |
| Ted de Jong |
tamboura |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Der große Krieger
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3:10
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| 2. |
Oh wie nah ist der Weg hinab
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4:34
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| 3. |
Oh wie weit ist der Weg hinauf
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4:33
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| 4. |
In Deine Hände
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3:01
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| 5. |
Kyrie^
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4:34
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| 6. |
Haram Dei Raram Dei Haram Dei Ra
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1:27
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| 7. |
Dort ist der Weg
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4:29
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| 8. |
Letzte Tage-Letzte Nächte
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4:20
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| 9. |
Wanderschaft- Wanderings
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5:56
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| 10. |
Gib hin (session version)
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2.30
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| 11. |
Haram Dei Ra (alternate version)
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6:32
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| Gesamtlaufzeit | 45:06 |
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Rezensionen

Die achte LP/CD von Popol Vuh beginnt wieder mit einem Stück des Gitarristen Fichelscher. "Der große Krieger" kommt mit hymnischen, schweren Gitarrenakkorden und Arpeggios daher, umrahmt von druckvollen Percussionsspiel, kein Vergleich zum verspielten "Kleiner Krieger" auf Einsjäger & Siebenjäger.
Überhaupt ist diese CD wieder schwermütiger, pathetischer als der Vorgänger. Der Kern der CD wird mit "Oh wie weit ist der Weg hinauf" eingeleitet. Dessen Gesangslinie 'Haram Dei Raram Dei.." taucht denn auch als sechster Titel noch einmal auf. Dazwischen liegen schöne Ausflüge von E-Gitarren, Percussions und Piano, mittelalterlich Anmutendes ("In Deine Hände") oder sanfte Klaviermusik mit kirchlichen Themen ("Kyrie"), das wunderbar von Djong Yun gesungen wird. Dabei verbindet die Band westliche Musik mit mantraähnlichen Strukturen, die bei allem Pathos und Schwermütigkeit immer diesen friedfertigen Touch aufweisen, den ich so nur von Popol Vuh kenne.
In "Dort ist der Weg" greifen sie wieder auf einen Gitarrenriff des zweiten Tracks zurück. Und durch die Sängerin Renate Knaup, in Zusammenarbeit mit Ex-DÜÜL Fichelscher bekommt dieser Titel und noch stärker "Letzte Tage-letzte Nächte" fast einen Hauch von Amon Düül II.
Die Bonustitel der SPV-Ausgabe bleiben in diesem Stil. Lohnswert ist besonders die Alternativversion von "Haram Dei..", die von einem männlichen Sänger intoniert wird, und klingt, als ob László Hortobágyi sie in die Finger bekommen hätte.
Ein wunderbares Stück Musik, besonders für Freunde hymnisch-lyrischer Gitarren.
| Anspieltipp(s): |
Haram Dei.., Der große Krieger |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
5.6.2005 |
| Letzte Änderung: |
5.6.2005 |
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"Letzte Tage - Letzte Nächte" ist ebenfalls in der gleichen stilistischen Tradition zu sehen wie "Das Hohelied Salomons", wobei das Album im Gesamteindruck noch eine Spur gitarrenlastiger, gleichzeitig ebenfalls sakraler geraten ist. Als Umschreibung fällt einem hier der Begriff "kosmischer Space Rock" ein, denn die hypnotischen Gitarrenakkorde werden langsam gesteigert, die Rhythmen bauen auf Mantra-artigen Wiederholungen auf, die durch geschickt gestaltete Intensität und inhaltliche Tiefe in voller Kraft wirken.
Die Titelnamen sind wiederum im religiösen Umfeld angesiedelt, während die koreanisch stämmige Djong Yun auf diesem Werk stimmlich wesentlich weniger beisteuert, sondern bei ihren seltenen Auftritten vor allem lautmalerisch begleitet.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
18.8.2007 |
| Letzte Änderung: |
3.4.2012 |
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Postrock gab es schon in 70ern. Damals hieß er noch Krautrock. Mogwai, Explosions in the Sky, GYBE und 1000 andere Bands die derzeit ohne "Post-" erst gar nicht ihr Häuslein in die aktuelle Musiklandschaft setzen, haben den 60er und 70ern viel zu verdanken. Auch wenn sie es vielleicht nicht wissen, am meisten womöglich Popol Vuh. Die Kosmische Musik Tangerine Dreams mit „Affenstunde“ gestriffen und überwunden, schufen sie auf den Nachfolgenden Alben faszinierende Klangreisen, die auch heute noch völlig singulär zwischen den bunten Krautwolken hervorblitzen.
„Letzte Tage - letzte Nächte“, 1976 erschienen, greift zurück auf vertraute Mittel (hypnotisch, lyrische Gitarrenfiguren, mantraartige Gesänge, pastorale und hymnische Momenten, spirituelle Texte/Titel) und ist doch anders als seine Vorgänger. Positiver, schwereloser. Der Hörer hat nicht mehr das Gefühl in einem geschlossenen, verqualmten Raum zu sitzen, sondern im Freien, zwischen Wind und Stein, nicht auf Kissen sondern auf festem Boden.
Wenn Kosmische Musik ein sich-treiben-lassen, von Klangküste zu Klangküste ist, ist Popol Vuhs Musik ein Aufschichten von Klängen und ein gleichzeitiges in sie hineinsinken. Dafür braucht es keine Rauschmittel sondern es genügt ein "aufmerksames Ruhen". Ja, diese Musik ist spirituell. Nicht hohl und aufgesetzt. Sondern spürbar gelebt. Friedvoll heißt es in einigen Rezis, ja ich denke, das ist das Grundgefühl von Popol Vuhs Musik. Manchmal fühle ich mich auch an die Gesänge von Taize erinnert, und das meine ich nicht abwertend. In der Einfachheit scheint wohl so etwas wie eine Wahrheit zu liegen. Dies belegen nicht nur die Spätwerke großer Komponisten (Bach, Liszt, Wagner, Webern, Schumann...) sondern auch die rituellen bzw liturgischen Gesänge fast aller Religionen. Da drängt sich fast die Frage auf, ist der doch sehr kopflastige und oftmals sehr komplizierte Prog der Wahrheit nicht am Fernsten? Diese Frage soll jeder für sich beantworten.
Popol Vuh bzw. Florian Fricke kam seiner Wahrheit wohl mit seinem letzten Werk der Messe "Messa di Orfeo" am Nächsten. Es umfasste nur wenige Töne, war aber in seiner Unmittelbarkeit, fast körperlich. Im allmählichen Verstummen mehr Arvo Pärt als Popol Vuh. Die Reise dorthin bedurfte vieler Schritte. "Letzte Tage-Letzte Nächte" war ein Wichtiger. Es fand eine Reduzierung auf das Wesentliche statt. In Noten und Empfindungen.
| Anspieltipp(s): |
Der große Krieger, Kyrie, Dort ist der Weg |
| Vergleichbar mit: |
Popol Vuh, Manuel Göttsching |
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| Veröffentlicht am: |
31.3.2012 |
| Letzte Änderung: |
31.3.2012 |
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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Popol Vuh (Dt.)
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