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Pink Floyd

London '66-'67

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1995
Besonderheiten/Stil: improvisiert; instrumental; live; Psychedelic
Label: See for Miles Records
Durchschnittswertung: keine Wertung (1 Rezension)

Besetzung

Syd Barrett guitar
Roger Waters bass
Rick Wright organ
Nick Mason drums

Tracklist

Disc 1
1. Interstellar Overdrive 16.52
2. Nick's Boogie 11.58
Gesamtlaufzeit28:50


Rezensionen


Von: Christian Rode @


Bevor Pink Floyd ihre ersten Platten aufnahmen, lange bevor sie Superstars der Rockmusik wurden und Stadien füllten, waren sie bereits als The Pink Floyd bzw. als The Pink Floyd Sound DER Geheimtipp der psychedelischen Undergroundszene Londons. Nicholas Schaffner zitiert in seiner Band-Biographie einen Zeitzeugen: "Ich weiß noch, wie ich beim ersten Mal, als ich sie im Marquee hörte, vor der Bühne hin und herlief und herauszufinden versuchte, woher der Sound kam, wer was spielte. Normalerweise gibt es da den Bass: bumm, bumm, bumm; das Klavier: kling, kling, kling; und kläng, kläng, kläng, das ist die Gitarre. Aber bei den Instrumentalstücken fand ich einfach nicht heraus, ob es nun die Gitarre oder das Keyboard war. Es war ganz anders, nicht so sauber und ordentlich wie die meiste Popmusik, die ich völlig langweilig fand." (Schaffner: Pink Floyd. Vom Underground zur Rock-Ikone, S. 33) Das war 1966.

Die EP Pink Floyd London 66-67 enthält nur zwei Songs, zwei lange Gruppenimprovisationen, die im Sound Technique Studio in London am 11. und 12. Januar 1967 aufgezeichnet wurden. Ausschnitte von Interstellar Overdrive aus dieser Aufnahmesession, die eine der frühesten erhaltenen ist, und die beiden ebenfalls dort aufgenommenen Stücke Arnold Layne und Let's roll another one wurden für den Film Tonite let's all make love in London verwendet. Die Aufnahmen wurden auch auf Video veröffentlicht.

Das erste Stück ist auch auf dem Debut von The Pink Floyd zu hören: Interstellar Overdrive. Auf einem dynamischen Riff aufbauend entwickelt sich der Song zum legendärsten Trip, zur psychedelischen Odyssee par exellance der ganz frühen Pink Floyd. Der Song ist bei dieser Jam-Session um etwa die Hälfte länger als später im Studio, die Improvisationen sind ausladender, der Sound organischer, grooviger. Dafür wirkt Interstellar Overdrive in dieser Jam-Version nicht so effektvoll durchkonstruiert wie später im Studio, sondern einfach mehr wie eine ausgedehnte Improvisation. Es fehlen auch die bekannten Gimmicks wie das Drahtzirpen oder die Spielerei mit dem damals neuen Stereoeffekt am Ende des Stückes.

Der zweite Song - im Rhythmus relaxter - wirkt im Vergleich zu Interstellar Overdrive deutlich improvisierter und gibt einen Eindruck davon, wie sehr die frühen Live-Sessions der Pink Floyd auch zerfasern konnten. Trotzdem eindrucksvoll. Und laut Andy Mabbett soll besonders Nick's Boogie die Atmosphäre der frühen Live-Shows von Pink Floyd gut wiedergeben. (Andy Mabbett: Pink Floyd - Story und Songs kompakt, S. 8)

Für Fans der frühen, psychedelischen Phase der Band ein lohnenswertes Dokument.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 5.6.2005
Letzte Änderung: 6.3.2012
Wertung: keine

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Pink Floyd

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1967 The Piper at the Gates of Dawn 10.60 5
1968 A Saucerful Of Secrets 10.00 6
1969 More 10.33 3
1969 Ummagumma 11.33 3
1970 Atom Heart Mother 11.67 3
1971 Relics 10.33 3
1971 Meddle 12.00 2
1972 Obscured By Clouds 9.33 3
1973 The Dark Side of the Moon 12.00 6
1974 Masters Of Rock - 1
1975 Wish You Were Here 10.71 8
1977 Animals 12.60 5
1979 The Wall 8.40 7
1980 Is there anybody out there? - The Wall live 1980/81 7.00 1
1983 The Final Cut 8.17 6
1987 A Momentary Lapse of Reason 6.33 3
1988 Delicate Sound of Thunder 9.00 2
1989 Delicate Sound of Thunder (Video) 4.00 1
1994 The Division Bell 5.40 5
1995 P.U.L.S.E. 9.00 3
2003 Live at Pompeii (DVD) 12.00 4
2003 The Pink Floyd & Syd Barrett Story (DVD) 7.00 1
2005 London 1966/1967 (DVD) - 1
2006 P.U.L.S.E. (DVD) 10.00 2
2011 Discovery - 1

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