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Nucleus

We'll Talk About It Later

(Archiv-Tipp 4/2010)
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1970
Besonderheiten/Stil: Canterbury; Jazzrock / Fusion
Label: Vertigo
Durchschnittswertung: 13/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Ian Carr Trumpet, Flugelhorn
Karl Jenkins Baritone Sax, Oboe, Piano, E-Piano
Brian Smith Tenor Sax, Soprano Sax
Jeff Clyne Bass
John Marshall Drums, Percussion
Chris Spedding Guitar, Bouzouki

Tracklist

Disc 1
1. Song For The Bearded Lady 7:25
2. Sun Child 5:19
3. Lullaby For A Lonely Child 4:21
4. We'll Talk About It Later 6:19
5. Oasis 9:49
6. Ballad of Joe Pimp 3:48
7. Easter 1916 8:47
Gesamtlaufzeit45:48


Rezensionen


Von: Achim Breiling @ (Rezension 1 von 2)


Ein knappes halbes Jahr nach Erscheinen ihres Debut-Albums nahmen Nucleus im September 1970 bereits ihr zweites Album auf. Eine hohe Produktivität sollte die Gruppe um Ian Carr auch in Zukunft auszeichnen. Einiges war vor den Aufnahmesessions zu "We'll Talk About It Later" passiert. Auf Anregung und Vermittlung der BBC spielten Nucleus auf dem Montreux-Jazz-Festival, wo sie auch den damals noch stattfindenden Bandwettbewerb gewannen. Der Preis war ein Auftritt auf dem namhaften Newport-Jazz-Festival. Beide Auftritte brachten Nucleus und dem von ihnen kreierten Stil in Europa einen ordentlichen Popularitätsschub. Vertragsverhandlungen über die Veröffentlichung der Nucleus-Alben in Amerika scheiterten allerdings an den überzogenen Forderungen des Bandmanagers. So kam es, dass Nucleus eine rein europäische Band wurden, die leider nie den Status und die Bekanntheit erreicht haben, die ihnen eigentlich zugestanden hätten. Denn Nucleus machten nicht nur einen der ersten, sondern - wie auch das hier zu besprechende Album zeigt - einen der gelungensten Versuche Jazz und Rock nicht nur einfach zu kombinieren, sondern wirklich miteinander zu verschmelzen.

"We'll Talk About It Later" wurde von derselben Besetzung wie "Elastic Rock" eingespielt, und allzu gross sind die Unterschiede zwischen den beiden Scheiben nicht. Zu den vorantreibenden, mitunter leicht repetitiven Mustern der Rhythmusabteilung, den brummenden Basslinien von Clyne, den perlenden und wabernden E-Piano-Läufen von Jenkins und der relativ zurückhaltend rockenden E-Gitarre von Spedding (die Rock-Abteilung der Gruppe), solieren Carr, Jenkins und Smith an Trompete, Flügelhorn, Flöte, verschiedenen Saxophonen und Oboe (die Jazz-Fraktion). Gerade die melodiösen, fast verträumten Einsätze der Oboe geben der Musik einen ausgesprochen eigenen, elegischen Charakter. Eher delikat und verspielt ist das hier Gebotene, zugleich aber sehr spannend und abwechslungsreich. Im Vergleich zum Debut ist die Musik perfektioniert, kommt runder und etwas mitreissender aus den Boxen. In "Ballad Of Joe Pimp" und "Easter 1916" gibt es sogar ein wenig Gesang.

Für mich ist "We'll Talk About It Later", zusammen mit dem Debut, das gelungenste Album von Nucleus, welches nicht nur den Höhepunkt im Schaffen von Carr und Jenkins darstellt, sondern auch eines der besten Alben aus dem Canterbury-Lager ist. Wer sich für dieses Prog-Genre interessiert und keine Aversionen gegen Jazz und die Klänge von Blasinstrumenten hat (zweiteres sollte eigenlich die Voraussetzung für ersteres sein), sollte sich die Scheibe unbedingt besorgen. Die LP ist zusammen mit "Elastic Rock" auf einer Doppel-CD wiederveröffentlicht worden. Ein idealer Einstieg in die Musik von Nucleus!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 26.6.2005
Letzte Änderung: 15.4.2010
Wertung: 13/15

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Von: Thorsten Gürntke @ (Rezension 2 von 2)


Ein gelungener Einstieg in die Musik von Nucleus - so beendet mein Vorredner seine Eindrücke, die ich hier voll bestätigen möchte.

Jeder der über den Tellerrand rausgucken mag, sich dabei jedoch noch nicht wirklich an Blech- und Holzblasinstrumente herantraute, dem seien Nucleus empfohlen. Die rockige Grundstruktur der Stücke wird immer wieder durch dominante Bläserlinien gestützt. Die Musik hat den nötigen Pepp, ist gleichzeitig nicht kompliziert zugänglich und bietet Spielfreude en masse. Hier und da blitzt sogar crimsoneskes Feeling durch. Anstrengend für das ungeübte Ohr wird es allenfalls dann, wenn free losgejazzt wird, wie z.B. im abschließenden Easter 1916.

Ein durchweg großartiges Album, bei dem man als Hörer viel Spaß hat. Die Band fabriziert ein einmaliges und leicht zugängliches Erlebnis auf sehr anspruchsvollem musikalischen Niveau.

Anspieltipp(s): Song For A Bearded Lady, Oasis
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 9.3.2008
Letzte Änderung: 9.3.2008
Wertung: 13/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Nucleus

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1970 Elastic Rock 12.00 2
1971 Solar Plexus 10.00 1
1972 Belladonna 11.00 1
1973 Roots 9.00 1
1973 Labyrinth 10.00 1
1974 Under The Sun 10.00 1
1975 Snakehips Etcetera 8.00 1
1975 Alleycat 7.00 1
1977 In Flagrante Delicto 10.00 1
1979 Out Of The Long Dark 6.00 1
1980 Awakening 7.00 1
2003 Live In Bremen 8.00 1
2006 UK Tour ´76 10.00 1
2006 Hemispheres 10.00 1

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