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Nucleus

Belladonna

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1972
Besonderheiten/Stil: instrumental; Canterbury; Jazzrock / Fusion
Label: Vertigo
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Ian Carr Trumpet, Flugelhorn
Brian Smith Sax, Flute
Allan Holdsworth Guitar
Dave MacRae E-Piano
Roy Babbington Bass
Clive Thacker Drums, Percussion
Gordon Beck E-Piano (Tracks 1,4,5)
Trevor Tomkins Percussion (Tracks 1,3,4)

Tracklist

Disc 1
1. Belladonna 13:42
2. Summer Rain 6:13
3. Remadione 3:48
4. Mayday 5:41
5. Suspension 6:15
6. Hector's House 4:33
Gesamtlaufzeit40:12


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Nachdem Nucleus 1970 nicht weniger als drei Alben in einem Jahr aufgenommen hatten, war 1971 erst einmal exzessives Touren angesagt. Gleichzeitig, oder vielleicht auch deshalb, fiel die Gruppe langsam auseinander. Als erstes verliess Chris Spedding die Gruppe, der als gefragter Studiomusiker für Konzertreisen keine Zeit hatte. Er wurde durch Ray Russell ersetzt. Danach ging Jeff Clyne - er sollte später bei Isotope und Gilgamesh den Bass bedienen - für den der ehemalige Delivery-Bassist Roy Babbingon in die Gruppe kam. Diese Besetzung von Nucleus gab am 25. Mai 1971 ein Konzert im Filmkunsttheater in Bremen, welches von Radio Bremen aufgezeichnet und vor einiger Zeit auch auf CD veröffentlicht wurde ("Live In Bremen"). Trotz des positiven Eindrucks (was wohl etwas untertrieben ist), den Nucleus meistenteils hinterliessen, wanderten weitere Musiker ab. John Marshall verliess die Gruppe in Richtung Jack Bruce Band, um dann später bei Soft Machine einzusteigen, wohin ihm auch Karl Jenkins bald nachfolgte. So waren von der Urbesetzung von Nucleus im Sommer 1972, als sich die Gruppe wieder ins Aufnahmestudio begab, um ein neues Album einzuspielen, nur noch Brian Smith und natürlich Carr übriggeblieben.

"Belladonna" wurde eigentlich als Solo-Album von Carr veröffentlicht. Der Name Nucleus ist nirgends auf der LP zu finden. Da die Begleitband aber Nucleus ist, oder zumindest auf dem nächsten Album von Carr wieder zu Nucleus werden sollte (besser zu Ian Carr's Nucleus), und die LP zudem zusammen mit "Solar Plexus" auf einer Doppel-CD wierderveröffentlicht wurde, sei die Scheibe der Einfachheit halber auch unter dem Namen Nucleus besprochen.

Produziert wurde "Belladonna" von Jon Hiseman (Colosseum), der zu der Zeit gerade dabei war seine neue Band Tempest zu formieren. Er rekrutierte auch gleich den jungen Gitarristen namens Allan Holdsworth, den Carr als Ersatz für Ray Russell gefunden hatte. "Belladonna" ist meines Wissens das zweite Album, auf dem Holdsworth in die Gitarrensaiten greift (nach der ersten und einzigen LP seiner Band 'Igginbottom). Neben Holdsworth, Babbington und Smith gehörten noch Dave MacRae (Matching Mole) und Gordon Beck (beide am E-Piano) und die beiden Perkussionisten Trevor Tomkins und Clive Thacker zur neuen Nucleus-Besetzung.

Im Vergleich zu "Solar Plexus" ist die Musik auf "Belladonna" wieder stärker in rockige Gefilde gerückt. Die beiden Tastenspieler und Holdsworth an der Gitarre schaffen einen deutlichen Gegenpol zu den jazzigen Soli von Trompete und Sax, so dass das Album eine um einiges ausgewogenere Fusion von Jazz und Rock bietet, als es der Brass-Jazz(-Rock) des Vorgängers war. Zwei typische Holdsworthsche Soli gibt es in "Remadione" und "Hector's House" zu hören. Ansonsten beschränkt sich Holdsworth, wie sein Vorgänger Spedding, eher auf rhythmisches Begleiten. Sonderlich glücklich scheint Holdsworth aber über seine Beteiligung an "Belladonna" nicht mehr zu sein. Auf seiner Internetseite ist das Album in der Rubrik "Stuff I recorded, but wish I had not" zu finden.

MacRae und Beck sorgen mit perlenden E-Piano-Linien für den Canterbury-typischen Tastensound, über dem die diversen Soli schweben, begleitet vom abwechslungsreichen Bassspiel Babbingtons und dem eher unauffälligen Schlagzeug. Sehr schön kommt die von Smith gespielte Bambusflöte in "Suspension", die dem Stück eine nette exotische Note verleiht. Leider werden einige Titel ausgeblendet.

"Belladonna" bietet einen sehr homogenen und abwechslungsreichen Jazzrock, der sicher zum Besten gehört, was in diesem Genre zu Beginn der 70er Jahre veröffentlicht wurde. Natürlich fehlt der Scheibe ein wenig das innovative Moment, welches noch die ersten beiden Nucleus-Alben geprägt hat. Ausgezeichnete Musik gibt es hier aber trotzdem zu hören!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 30.6.2005
Letzte Änderung: 19.10.2014
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Nucleus

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1970 Elastic Rock 12.00 2
1970 We'll Talk About It Later 13.00 2
1971 Solar Plexus 10.00 1
1973 Roots 9.00 1
1973 Labyrinth 10.00 1
1974 Under The Sun 10.00 1
1975 Snakehips Etcetera 8.00 1
1975 Alleycat 7.00 1
1977 In Flagrante Delicto 10.00 1
1979 Out Of The Long Dark 6.00 1
1980 Awakening 7.00 1
2003 Live In Bremen 8.00 1
2006 UK Tour ´76 10.00 1
2006 Hemispheres 10.00 1

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