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19216 Rezensionen zu 13023 Alben von 4924 Bands.
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Asia

Archiva 1 & 2

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2005 (ursprünglich als zwei Einzel-CDs 1996 veröffentlicht))
Besonderheiten/Stil: Melodic Rock / AOR; Rock / Pop / Mainstream
Label: InsideOut
Durchschnittswertung: 5.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Geoff Downes keyboards, drum programming
John Payne vocals, bass, guitar

Gastmusiker

Steve Howe guitar (A1/12)
Al Pitrelli guitar (A1/1,8, A2/1)
Scott Gorham guitar (A1/6, A2/10)
Anthony Glynne guitar (A1/1, A2/1))
Adrian Dessent guitar (A1/10, A2/6)
Michael Sturgis drums (A1/6,8, A2/10)
Nigel Glockler drums (A1/1,2,10, A2/1)
Andy Nye keyboards, drum programming (A1/3,7,8,9,11, A2/3,9)
Elliot Randall guitar (A2/8)
Carl Palmer drums (A2/5)
Trevor Thornton drums (A2/2)
Preston Hayman drums (A2/6)
Luis Jardim percussion (A2/8)

Tracklist

Disc 1
1. Heart Of Gold 4:46
2. Tears 4:59
3. Fight Against The Tide 5:30
4. We Fall Apart 4:58
5. The Mariner's Dream 1:27
6. Boys From Diamond City 5:44
7. A.L.O. 3:41
8. Reality 4:29
9. I Can't Wait A Lifetime 3:35
10. Dusty Road 4:30
11. I Believe 3:43
12. Ginger 2:03
13. Anytime (edit)   (2005-Special Edition-Bonustrack)
14. Open Your Eyes (acoustic)   (2005-Special Edition-Bonustrack)
Disc 2
1. Obsession 4:58
2. Moon Under The Water 4:03
3. Love Like The Video 3:54
4. Don't Come To Me 4:54
5. The Smoke That Thunders 3:28
6. Satellite Blues 4:47
7. Showdown 4:48
8. That Season 4:53
9. Can't Tell These Walls 4:06
10. The Higher You Climb 3:25
11. Right To Cry
12. Armenia
13. Little Rich Boy (edit)   (2005-Special Edition-Bonustrack)
14. Turn It Around (ethnic mix)   (2005-Special Edition-Bonustrack)


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß @ (Rezension 1 von 2)


Unveröffentlichte Aufnahmen von Asia aus den Archiven im Doppelpack? Wer braucht denn sowas... Ich sehe schon alle möglichen Leser (und Rezensenten-Kollegen) die Hände über dem Kopf zusammenschlagen ;-) Also, wer mit den Asia der Payne / Downes-Ära, also der Melodic Rock-AOR-Inkarnation der Band überhaupt nix anfangen kann, der braucht auch nicht weiter zu lesen. Wer allerdings auf "Aqua" bis "Arena" auch den einen oder anderen Lichtblick entdecken kann, der sollte sich auch mal mit den "Archiva"s beschäftigen.

Ursprünglich erschienen die beiden "Archiva"-Alben 1996 nach "Arena" als jeweils einzelne CDs. Hintergrund der Aktion war ein Wasserschaden im gemeinsamen Aufnahmestudio von Downes und Payne, der dort sämtliches Equipment zerstörte. Sprich: Man war in ziemlichen Geldnöten. Da erschien es sicherlich eine gute Idee, einige alte Aufnahmen, die entweder von den Sessions zu "Aqua", "Aria" und "Arena" übriggeblieben waren oder von früheren Asia-Formationen stammten, als "Fan"-Edition zu veröffentlichen.

So gibt es hier also ein Sammelsurium von Aufnahmen aus einem Zeitraum von 1987 bis 1995 zu hören. Das Meiste stammt aber aus den Sessions zu den bis dahin erschienen Studioalben der Payne / Downes-Ära und klingt daher auch entsprechend. Geboten wird mehr oder minder prickelnder AOR-Rock mit ziemlichen Kitsch- und Schmalzfaktor. Entweder man mag's oder man hasst's. Trotzdem haben gerade die Titel auf "Archiva 1" ein Niveau, das mich sehr verwundert, dass diese Titel es teilweise nicht auf Alben wie "Aqua" oder "Arena" geschafft haben. "Heart Of Gold" und "Tears" zum Beispiel sind zumindest gelungene Melodic Rock-Schmachtfetzen. Schon bei der Ersterscheinung war ich der Meinung "Archiva 1" ist das Beste, was Payne und Downes als Asia bis dahin zustande gebracht haben. Und dieser Meinung bin ich eigentlich auch heute noch. "Archiva 2" ist insgesamt nicht mehr ganz so gut, aber mindestens besser als "Aria" (was nicht schwer ist) und "Aqua".

Allerdings gibt es ein paar Schmankerl, die vor allem für Asia-Fans interessant sein dürften. Mit "Fight Against The Tide" wird hier zum ersten Mal der Song der Asia-AOR-Ära für mich veröffentlicht. Sozusagen das "Heat Of The Moment" von Downes und Payne, weiss dieser Song mit einer seltsamen Mischung aus ELO, Asia-Symphonic-Rock und gar Queen-Anleihen zu überzeugen. Dann ist da noch das humoristische "A.L.O." (= Asiatic Light Orchestra), ein Song, den John Payne ursprünglich für ELO Part II (seine Band vor Asia) geschrieben hat. Dort wurde aber das Demo niemals aufgenommen und so haben es Asia als Demo für "Aria" produziert. Ein tyischer ELO-Song im Asia-Bombast-Gewand, witzig und spritzig, auf jeden Fall besser als alles, was sich dann tatsächlich auf "Aria" befindet. "Boys From Diamond City" stammt schliesslich aus der Zeit, als man mit der Besetzung Downes, Scott Gorham, Michael Sturgis und Sänger Max Bacon (von GTR) ein Comeback versuchen wollte (also quasi ein Comeback, das Projekt sollte seinerzeit "Rain" (eben nicht Asia) heißen. Wie auch immer, ist nicht so wichtig, da wurde ja eh nichts draus). Den Titel gibt es wohl auch von John Wetton gesungen (das wäre mal interessant zu hören). John Payne hat den Titel im August 88 sozusagen als Bewerbung für Asia gesungen, nachdem sich das Projekt mit Bacon zerschlagen hatte. Die Version mit Max Bacon als Sänger kann man übrigens auf dessen Solo-Album "The Higher You Climb" nachhören (wie im übrigen auch den gleichnamigen Song, der von Payne gesungen auf "Archiva 2" auftaucht).

"Ginger" zeigt dann nochmals Steve Howe an der Gitarre. Ein schönes Instrumental, das eigentlich auf "Arena" erscheinen sollte, aber dann gekippt wurde. Auf "Archiva 2" gibt es mit "Showdown" ein gelungenes ELO-Cover, welches den Song sozusagen in ein Bombast-Gewand verpackt. "Love Like The Video" präsentiert waschechten Rock'n'Roll, ziemlich ungewohnt für Asia. "The Smoke That Thunders" sollte auf das "Arena"-Album kommen und präsentiert Carl Palmer an den Drums... na ja, fast: Palmer hatte keine Zeit für die Aufnahmen, also wurden seine Drumparts von "Aqua"-Tonspuren gesampelt. "Satellite Blues" zeigt Asia auf dem Weg zum 70er Jahre-Hard Rock, auch ungewöhnlich, sowas gab's dann erst wieder auf "Silent Nation". "Armenia" ist ein spaciges Instrumental, welches mit dem üblichen Asia-AOR-Sound nichts gemein hat und wohl eher ein Solostück von Downes darstellt. Es sollte ursprünglich auf ein von Downes produziertes Benefiz-Album für Erdbebenopfer eben in Armenien kommen.

InsideOut veröffentlicht also nun die beiden "Archiva"-Alben als Doppel-CD zum Preis einer Einzel-CD (erhältlich ab 29. August). Ein gutes Angebot für Asia-Fans, denn siehe oben, hier wird nun wahrlich nicht das schlechteste aller Asia-Alben präsentiert. Auf beiden "Archiva"s gibt es noch Bonustracks, welche z.B. mit einer leicht veränderten Version von "Anytime" und einer ebensolchen von "Little Rich Boy", die besten Einzelsongs der Alben "Aria" und "Aqua" enthalten, so dass man sich diese schon gar nicht mehr anschaffen muss.

Es ist allerdings davon abzuraten, sich die 'akustische' Version von "Open Your Eyes" anzuhören. Noch deutlicher kann man den qualitativen Unterschied zwischen Wetton und Payne nun wirklich nicht mehr demonstriert bekommen.

Anspieltipp(s): Fight Against The Tide, A.L.O., Love Like The Video, Satellite Blues, Armenia
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 28.8.2005
Letzte Änderung: 2.1.2008
Wertung: 8/15
Archivaufnahmen... witzigerweise im Prinzip so ziemlich das Beste aus der Payne / Downes-Ära

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 2 von 2)


Anno 1997 wurden dieselben Songs auch in Japan veröffentlicht und hiessen dort "Songs from the Vaults Vol.1 & Vol.2". Der Unterschied zu Archiva war zum einen, dass die letzten beiden Bonustracks jeder CD auf den Japan-CDs nicht vorhanden waren. Dafür fand sich auf Vol.1 eine Live-Version von "Voice of Reason", auf Vol.2 eine Live-Version von "Someday".

Der andere Unterschied war, dass die Anordnung der Titel völlig anders war als auf den Archives. "Songs from the Vaults Vol.1" wurde mit "The Rockers" untertitelt, "Vol.2" mit "The Proggers". Dementsprechend fanden sich auf Vol.1 Titel wie "Boys from Diamond City", "Obsession", "Heart Of Gold", "Reality", "I Belive" oder "Can`t wait a Lifetime", auf Vol.2 Titel wie "Higher Climb", "Fight against Tide", We fall apart" "That Season" oder "Armenia".

Die mit "The Rockers" untertitelten Stücke halten, was der Name verspricht: es sind allesamt Kompositionen, die in typischer Asia-Manier mal dem straighten, mal dem bombastischen Rock frönen. Einige Stücke sind simpler Poprock, mal wird Rock'n'Roll-mässig losgelegt oder eine Rockballade eingeschoben. Highlights sind hier das bombastische "Boys from diamond city" und die inbrünstige Rockballade "Can`t wait a Lifetime". Auffallend ist noch, dass "Love like the Video" ein wenig nach "Glory Days" von Bruce Springsteen und "I belive" nach "Dancing with myself" von GenerationX bzw. Billy Idol klingt. Doch das nur am Rande.

Die mit "The Proggers" untertitelten Stücke haben, ich nehme es vorweg, mit Prog nichts am Hut (welch Titel, indeed!). Es sind meist Schmalz-/Schmacht-Balladen oder, im Unterschied zu Vol.1, einfach KEINE Rocker. Da finden wir bei "Ginger" ein wenig Howe`sche Akustikgitarre über Synthiteppichen oder Drumcomputer, einige banale Schmalzballaden, einige weitere grauslige Popsongs ("Right to Cry") oder ein Instrumental ("Armenia"), das erst bei Jean Michel Jarre klaut, um dann später nach Pink Floyd zu klingen.

Die beiden Live-Titel sind ganz ordentlich. Vor allem "Voice of Reason" gefällt mir mit seinem akustischen Einspiel besser als in der Studioversion auf Aqua.

Alles in allem hört man auf Archiva nichts, was man nicht schon auf den Studiooutputs der 90er-Jahre-ASIA gehört hätte. Sprich: eingängige, geradlinige, rhythmisch anspruchslose (stets straighter 4/4-Takt), harmlose Musik. Die Kompositionen sind sehr eindimensional und weisen kaum innere Variabilität auf.

Ich denke, es ist unerheblich, welches ASIA-Album der 90er-Jahre man sich zulegt; im Grossen und Ganzen sind alle sehr ähnlich. Archiva macht da keine Ausnahme. Wer mit Aqua, Aria und Arena etwas anfangen kann, der dürfte Freude an Archiva haben, denn er kriegt hier einfach nochmals zwei weitere Alben mit ähnlichem Material. Einige Stücke sind sicher besser als das meiste auf den erwähnten Alben, anderes ist aber ebenso platt und ausgelutscht.

Konsequenterweise bewege ich mich bei der Bewertung von Archiva im Rahmen meiner Bewertungen dieser Alben.

Anspieltipp(s): Boys from Diamond City
Vergleichbar mit: Aqua, Aria, Arena
Veröffentlicht am: 13.7.2011
Letzte Änderung: 13.7.2011
Wertung: 3/15
als Poprock-Album 6

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Asia

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1982 Asia 7.40 5
1983 Alpha 3.75 4
1985 Astra 4.00 3
1986 Aurora 2.00 2
1990 [Classic Rock Legends] (DVD) 5.00 2
1990 Then & Now 2.00 3
1991 Live Mockba 09-XI-90 8.33 3
1992 Aqua 4.50 5
1994 Aria 4.75 4
1996 Arena 7.00 4
1997 Anthology 2.00 1
1999 Axioms - 1
2001 Aura 5.75 4
2001 Enso Kai - Live At The Budokan Tokyo 1983 9.00 1
2002 Alive in Hallowed Halls 7.00 1
2003 Live in Buffalo 8.00 1
2004 Silent Nation 6.00 4
2004 Live in Massachussettes ?83 7.00 1
2005 Gold - 1
2005 Long Way From Home (Single) 7.00 1
2007 Fantasia. Live in Tokyo 9.00 2
2007 Fantasia. Live in Tokyo (DVD) 9.00 1
2008 Phoenix 2.67 4
2010 Omega 4.67 3
2010 Spirit of the Night - Live in Cambridge 09 9.00 1
2012 XXX 5.33 3

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