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Indukti

S.U.S.A.R.

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2005
Besonderheiten/Stil: HardRock; New Artrock; RetroProg
Label: The Laser's Edge
Durchschnittswertung: 10.5/15 (4 Rezensionen)

Besetzung

Wawrzyniec Dramowicz drums
Ewa Jablonska violin
Piotr Kocimski guitar
Maciej Jaskiewicz guitar
Maciej Adamczyk bass

Gastmusiker

Mariusz Duda vocals
Anna Faber harp

Tracklist

Disc 1
1. freder 7:32
2. cold inside... I 4:05
3. no. 11812 8:01
4. shade 4:29
5. uluru 6:34
6. no. 11811 7:25
7. ...and weak II 9:35
Gesamtlaufzeit47:41


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß (Rezension 1 von 4)


Polen wird immer interessanter... mit Indukti debütiert eine weitere Prog-Rock-Band aus diesem Land. Indukti bestehen etwa seit 2002 und legen mit "S.U.S.A.R." ihr Debütalbum vor, welches via Laser's Edge weltweit veröffentlicht wird.

Die Musik von Indukti ist nicht leicht zu fassen... die Musiker haben Hintergründe von Metal bis Klassik, und vielleicht ist deswegen die Musik einigermassen vielschichtig, verspielt und komplex.

Indukti agieren dabei meist rein instrumental (lediglich bei zwei Songs gibt es einen Gast am Gesang, siehe unten). Im Opener gibt es allerdings zudem noch lautmalerische Vokalakrobatik ohne Text. Ansonsten: Zwei ziemlich heftig rockende Gitarren treffen auf sirrend-psychedelische Violinen-Klänge. Dazu noch ein dröhnender Bass und ein nicht verrücktes, aber solide groovendes Schlagzeug. Als Exotenbonus gibt es ein paar Harfeneinlagen. Sehr ungewöhnliche, teilweise heftige, teilweise unwirklich schwebende Musik, düster und irgendwie bedrohlich. Es gibt keine Keyboards, aber das macht die Violine mehr als wett.

Durch die immer präsente Geige und manches differenzierte Riffing der Gitarren stellt sich ein wohliger Crimso-Effekt sein, sozusagen waveige King Crimson meets New ArtROCK (mit eben der Betonung auf 'Rock'). Dabei arbeiten Indukti auch viel mit Stimmungen und Atmosphären, was man böswilligerweise als "Effekthascherei" titulieren könnte, mein Hörvergnügen aber steigert.

Die Songs sind dabei oftmals ein bisschen ähnlich aufgebaut und beginnen mit eher sphärisch-verhaltenen Klängen, um sich dann furios zu steigern und bis an die Grenzen des metallischen abzudriften. Leider wird dieser durchaus spannende Songaufbau ein bisschen zu oft strapaziert. Trotzdem bleibt die Musik interessant, da genug Gimmicks eingebaut werden, die es zu entdecken gilt. Mancher der heftiger rockenden Parts könnte sicherlich auch eines der abgefahreneren Instrumentals von Porcupine Tree sein und würde beispielsweise ohne weiteres auf "In Absentia" passen.

Gast-Harfistin Anna Faber ist neben dem Intro und Outro eigentlich nur noch am Beginn von "no. 11812" zu vernehmen. Da setzt sich Mariusz Duda von Riverside bei zwei Songs als Gastvokalist eindrucksvoller in Szene, und wahrscheinlich stammen die textlosen Vocals im Opener auch noch von ihm. Die Musik von Indukti erinnert in vielerlei Hinsicht ohnehin ein bisschen an die Landsleute von Riverside, aber wenn Mariusz Duda auch noch seine gefühlvollen Vocals beisteuert, dann ist der Déjà-Vu-Effekt wirklich perfekt.

Als Bonus gibt es noch ein verstörendes, klaustrophobisches Video (wer den Film "Cube" kennt, weiss wovon ich spreche) zu dem bisher unveröffentlichten Song "Mantra". Ein schleppender Rocker, der sich auch noch gut auf der CD gemacht hätte.

Ein interessantes Debüt, Hörer, die sich für Riverside und New Artrock mit Schmackes begeistern können, sollten hier auf jeden Fall ein Ohr riskieren.

Anspieltipp(s): alles ;-)
Vergleichbar mit: Riverside, (instrumentalen) Porcupine Tree
Veröffentlicht am: 8.10.2005
Letzte Änderung: 8.10.2005
Wertung: 10/15
mit Tendenz nach oben

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Von: Achim Breiling @ (Rezension 2 von 4)


Auf dem Werbepappteil von Laser's Edge steht in Bezug auf die auf "S.U.S.A.R." zu findende Musik etwas von King Crimson, Tool und Neurosis. Von letzterer Gruppe kenne ich nichts, aber die anderen beiden Vergleiche passen mehr oder weniger. Die weitestgehend instrumentale, etwas düstere Musik von Indukti hat durchaus eine crimsoneske Wurzel, aus der dann ähnliche metallische Sprosse treiben, wie sie auch Tool kultivieren.

Wie Thomas weiter oben schreibt, ähneln sich die Stücke von "S.U.S.A.R." etwas, insbesondere was ihren Aufbau anbelangt. Stimmungsvoll-sphärisch, mit z.B. Harfen- oder Digeridooklängen, schwebt die Musik eine Weile dahin, ehe die beiden Gitarren das Ruder übernehmen und das Klangschiff in eher stürmische Gewässer steuern. Recht hart und komplex, wenn auch nicht übermässig virtuos (gefrickelt wird hier nirgends) rocken die beiden Gitarristen durcheinander und lassen es ordentlich krachen, meist begleitet von Eva Jablonska an der Geige. Nur selten schafft sie es sich dabei prägend in den Vordergrund zu spielen, so dass ihre klagend-getragenen Geigentöne eher in den ruhigeren Momenten von "S.U.S.A.R." Akzente setzen. In ebendiesen ist auch Anna Farber an der Harfe zu hören, hauptsächlich in den schon erwähnten, ruhigen Einleitungsteilen der Stücke und an deren Ende, aber auch ab und zu in einigen getrageneren, lyrischen Inseln, die plötzlich in den Stücken auftauchen (in der zweiten Hälfte von "Uluru" z.B.). Gegen Ende der Scheibe wird es dann sogar kurz recht wüst.

Ob man das Ganze nun New Artrock nennen sollte, weiss ich nicht so recht. Ich würde da eher von einer Mischung aus Retroprog und Metallischem sprechen, Progmetal mit Geige oder Hard-Retroprog, alles allerdings in einem sehr modernen, druckvollen Soundgewand. Wie auch immer, gut gemacht ist das Ganze, auch wenn die Musik über die gute Dreiviertelstunde der CD etwas gleichförmig wirkt. Ach ja, den arg expressiven Gesang in zwei Nummern hätte ich nicht unbedingt gebraucht, doch sorgt er wohl für etwas Abwechslung. Fazit: Ein ordentliches Debut!

Anspieltipp(s): no. 11812
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 18.10.2005
Letzte Änderung: 29.6.2011
Wertung: 10/15

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Von: Thorsten Gürntke @ (Rezension 3 von 4)


Es ist schon verwunderlich, wie man teilweise von einem negativen Eindruck geprägt wird. Tools Lateralus fand ich zwar kernig aber total an mir vorbeirauschend, noch dazu fand ich den Gesag so fürchterlich nichtssagend (Tool Fans verzeiht mir bitte). Jetzt werden im Hinblick von Indukti immer wieder Tool genannt. Ein Grund mehr, das Ding nicht zu kaufen....

Schande über mich. Das Album rockt wie Hölle. Noch dazu klingt es nach Tool - verdammt. Aber wo ich bei Tool die Seele vermisse, da haben Indukti einen Boxermotor der beruhigend blubbert, nur um im rechten Moment seine gesamte Energie freizusetzen. Dieses wahnsinnige Gefühl der Beschleunigung, wie die Kraft und Energie einem seiner Sinne beraubt - all das haben Indukti. Und wenn man schon Tool nennt, so muss man auch Taal nennen. Denn die Franzosen Taal setzen auch geschickt alternative Bratzgitarren ein und paaren das mit Geige. Nur, dass Indukti einfach mehr Rumms haben und auch die Geige mal mitbratzt, und vor allen Dingen haben sie einen grandiosen Sänger. Und so finde ich es fast ein bisschen schade, dass der Mann nicht sämtliche Stücke mit seiner Stimme beglückt. Das einzige Manko was man dem Werk nämlich vorwerfen kann, ist wahrscheinlich der auf die gesamte Distanz sehr gleich bleibende Sound.

Dieses Album wird mich noch einige Zeit beschäftigen und auch ihr solltet es euch mal antun. Macht Bock!

Anspieltipp(s): cold inside... I
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 16.12.2005
Letzte Änderung: 16.12.2005
Wertung: 11/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 4 von 4)


Eigentlich bin ich nicht so der Freund metallischer Klänge, weswegen ich Indukti erst mal etwas auf Abstand hielt. Aber man muss auch mal über den eigenen Schatten springen, also her mit der Scheibe - und es hat sich gelohnt!

Klar gehen Indukti bis an die Grenze zum Metallischen, bzw. überschreiten diese auch schon mal kurz. Aber ebenso wohltuend wie die Abwesenheit von Gekreische und Gegrunze ist die Tatsache, dass das brachiale Element in der Musik der Polen immer wieder von leiseren Stellen konterkariert wird. Insbesondere die (sparsamen) Harfeneinsätze bilden einen schönen Kontrast zu den sonst vorherrschenden harten Riffs. Auch die Violine setzt einige schöne Akzente, in den härteren Passagen kommt sie leider nicht so richtig zur Geltung.

Der Vorwurf einer gewissen Gleichförmigkeit im Aufbau der Stücke ist sicher nicht unberechtigt, insgesamt wird dennoch genug Abwechslung geboten. Dabei war es sicherlich von Vorteil, nicht die maximale Spielzeit einer CD auszureizen.

Ein beeindruckendes Debüt und ein weiteres Beispiel dafür, dass aus Polen nicht nur Neo-Prog kommt.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 31.5.2006
Letzte Änderung: 31.5.2006
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Indukti

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2009 Idmen 12.50 4

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