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24967 Rezensionen zu 17120 Alben von 6671 Bands.
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Neal Morse

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Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2005
Besonderheiten/Stil: Konzeptalbum; Melodic Rock / AOR; Rock / Pop / Mainstream; RetroProg
Label: Inside/Out
Durchschnittswertung: 10.75/15 (4 Rezensionen)

Besetzung

Neal Morse Vocals, Guitars, Keyboards
Randy George Bass, Vocals
Mike Portnoy Drums, Vocals

Gastmusiker

Steve Hackett Guitar
Mark Leniger Sax
Alan Morse Guitar
Jordan Rudess Keyboards
Roine Stolt Guitar

Tracklist

Disc 1
1. The Temple of the Living God 6:13
2. Another World 2:37
3. The Outsider 2:21
4. Sweet Elation 2:33
5. In the Fire 7:25
6. Solid as the Sun 6:12
7. The Glory of the Lord 1:42
8. Outside Looking In 4:20
9. 12 6:46
10. Entrance 6:23
11. Inside his Presence 5:30
12. The temple of the Living God (2) 4:26
Gesamtlaufzeit56:28


Rezensionen


Von: Nik Brückner @ (Rezension 1 von 4)


Echte Progalben beginnen bedeutungsschwanger, so auch dieses. Unverständliches Gewisper, Wüstenwind, dann ein pompöses Klavier mit viel Halllllllllll. Und da isser wieder: Gott. Wieso sagen eigentlich alle, die Texte wären jetzt nicht mehr so penetrant wie schon? Soll das Album denen schmackhaft gemacht werden, die frühere Soloalben ob Morses offenen Umgangs mit seinem Glauben verschmähten? Die werden sich schön bedanken: kein bißchen zurückgenommener sind die Texte hier. Aber vielleicht liegt's daran, daß Morse hier eine interessante Montagetechnik verwendet: Die Texte sind häufig aus diversen Bibelstellen zusammenmontiert, eine gute Idee, die im schlechtesten Fall dem Vorwurf vorbaut, Morse schreibe banale Texte, im weniger schlimmen Fall den Vorwurf provoziert, den Stellen damit eine Beliebigkeit zu geben, die ihnen nicht eigen ist, und ihm im besten Fall das Lob toleranter Zeit- oder Religionsgenossen einbringt, kreativ mit dem Sprach- und Gedankenmaterial umzugehen, das die Bibel bietet. Ein interessantes Experiment! Und für den, der den Autor mag, sicher auch ein gelungenes.

Aber was leistet das Album musikalisch? Nun, mehr Prog als "Testimony" und mehr Geschlossenheit als "One". Es gibt nicht mehr die abrupten Wechsel von Prog zu Non-Prog innerhalb der Songs wie auf ersterem und auch nicht die Aufteilung in drei Progsongs und fünf Popsongs wie auf letzterem Album. Das Ganze wirkt damit sehr viel einheitlicher. Das ist gut so! Aber richtig hoch ist das Niveau immer noch nicht. "?" ist so etwas wie Neal Morses persönliches Solo-"Day for Night": Das Album enthält die bis dato poppigsten Melodien seiner Solokarriere. Nicht übel, eigentlich, so fräsen sich die Melodien schnell fest, und wer gern im Auto oder unter der Dusche mitsingt, wird hier geeignetes Ausgangsmaterial finden, geeigneter als auf allen anderen Solo-Alben Morses. Aber der Meister muss sich nun mal an "V" messen lassen, und diesem Vergleich hält auch sein neues Album nicht stand. Zu sehr aufs Mitsingen ist der eine oder andere Song getrimmt, zu eingängig-einfach sind die Harmonien - wie immer, mag sein, aber eben nicht mit der Raffinesse zusammengebaut, wie eben auf "V" oder auf "Beware of Darkness". Wirklich komplex wird es kaum einmal, Frickeliges - oder zumindest Schnelles, wie etwa am Ende von "Solid as the Sun" - gibt es (meiner Meinung nach: viel) zu selten. Und an dieser Stelle geht es auch noch über in einen Teil von dermaßen klebrigem Bombast, für den sich selbst Freddie Mercury - Gott hab' ihn selig - zu schade gewesen wäre ("The Glory of the Lord"). Zu sehr dominiert auch simpler Klampfenrock das Album (z. B. "Outside looking in", wäre als Sozialisierungshymne beim Kirchentag ideal gewesen), manchmal gar über recht weite Strecken; zu sehr fehlen die gentle-giantigen kontrapunktischen Passagen - nämlich völlig. Das Ganze wird aber mit dem typischen bubenhaften Grinsen und dem (oft) sicheren Geschmack rübergebracht, die Morse nun mal eigen sind, und die ihm uns vieles verzeihen lassen.

Interessanter als seine Musik finde ich mittlerweile die Frage nach der politischen bzw. religionspolitischen Einstellung von Morse. Spekulationen darüber gehören eigentlich nicht hierher, sind in diesem Fall aber wichtig für die Interpretation bzw. das Verständnis des Albums. Angesichts dieser Zeiten wäre eine eskapistische Hinwendung zur Religion erklärlich, eventuell bringt sie sie (die Zeiten) aber auch mit hervor, besonders wenn man sie derart publik macht. Sollte das ihr Hintergrund sein, macht diese Art von Musik Religion zu Opium, und das hat sie wirklich nicht verdient.

Anspieltipp(s): ?
Vergleichbar mit: "Neal Morse (ab Snow)" schreibt Marcus: treffender geht's nicht.
Veröffentlicht am: 18.11.2005
Letzte Änderung: 19.2.2013
Wertung: 11/15

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 2 von 4)


Der Neal der schreibt und schreibt und schreibt

Wodurch er uns erhalten bleibt

Mors(e)t seine Botschaft um die Welt

Verdient damit sein täglich Geld

Jahrein jahraus dieselbe Mucke

Gekonnt gemacht doch nicht ganz neu

Zudem ganz ähnlich der alten Gruppe

Kopiert der Mann sich ohne Scheu

Von Light bis Darkness von Kindness bis Schnee

Ich mag sie alle, mir tut das nicht weh

Drum möge der Mann noch lange so spielen

Ich bleibe sein Fan, einer von vielen.

Fazit: wo Morse draufsteht ist auch Morse drin.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: Neal Morse
Veröffentlicht am: 30.1.2006
Letzte Änderung: 30.1.2006
Wertung: 10/15
AEG - aus Erfahrung gut!

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Von: Christian Rode @ (Rezension 3 von 4)


Irgendwie scheint es mittlerweile kaum noch möglich, sich auf normale Weise mit einem Album von Neal Morse auseinanderzusetzen... Den Titel ONE hatte Morse bereits für das vorangegangene Album verwendet. Dabei hätte es hier mindestens ebenso gut gepasst. Daher einfach "?", wohl auch zur Unterstreichung einer leichten - altbiblischen - Mysteriösität, die immerhin punktuell auch musikalisch zum Ausdruck kommt.

Und so ist "?" Ausdruck des Geheimnisses des Glaubens, das Schöne und Erhabene in einem, vor allem Musik in einem einzigen Fluss, in einer Einheit, die aber zugleich ungemein vielschichtig aufgebaut ist, quasi ein einziger langer Track. Anfang und Ende zugleich. Und da ist einfach alles drin, was man von Neal Morse kennt: es rockt mit fetten Keyboardsounds, es hat seine ruhigen, besinnlichen Momente, jede Menge Melodien und natürlich auch triefendes Pathos. Der ganze Morse eben, in all seinen bekannten Facetten, virtuos dargeboten. Und es gelingt Morse ein weiteres Mal - vielleicht überzeugender denn je - die Heiligkeit, die er verbreiten will, zum Ausdruck zu bringen. Allerdings kippt die Stimmung auch immer wieder. Denn am Ende ist es doch - wie jedes mal - wieder nur ein leicht schwülstiger Lobgesang, eben doch Rock und Pop und keine Messe.

Für den Fan, der mit Morse auf einer Welle schwingt, scheint es nahezu perfekt - für den Rest: ein neuer Aufguss, ansprechend zusammengefügt.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 6.3.2007
Letzte Änderung: 7.3.2007
Wertung: 10/15
bzw. 14... ;O)

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Von: Marc Colling @ (Rezension 4 von 4)


In der Progszene ist Neal Morse seit Jahren schon einer der bekanntesten und umtriebigsten Musiker. Was der Mann alles schon auf Tonkonserve gebannt hat ist fast nicht mehr nachzuvollziehen. Ob Solo, mit seiner eigenen Band, Spocks Beard, Transatlantic oder den Flying Colours. Böse Zungen behaupten zwar, dass das bei ihm nicht so schwer sei. Spielt ja sowieso immer dasselbe. Aber so einfach ist es nicht.

Morse hatte ja seine Anfänge bei SB, wo er relativ schnell Erfolge feiern konnte. Doch nachdem er seinen Weg zu Gott gefunden hatte, stieg er aus um sich nur noch mit seinen eigenen musikalischen Ideen zu verwirklichen. Vor allem seine Texte heben ihn von den meisten Progbands ab. Klar sind diese oft tief religiös und er macht auch hier keine Ausnahme, im Gegenteil. Damit hab ich aber kein Problem. Andere singen halt immer nur von Krieg und anderen Problemen, wieder andere immer wieder von Liebe und Trennung. Also warum nicht von Gott?

Musikalisch bietet er auf dieser Einspielung Bewährtes. Wie immer exzellentes und leicht nachvollziehbares Songwriting. Seine Tracks sind zusammenhängend und fließen quasi ineinander, was dem Album eine fast schon unheimliche Homogenität verleiht. Es erklingt auch mal ein Saxofon, ein Cello oder ein Flügelhorn. Das sorgt dann für die nötige Abwechslung in den Songs. Variabilität bei der Instrumentierung kann eben nie schaden. Dass er manchmal etwas übers Ziel hinaus schießt mit seinem Pathos/Bombast stimmt zwar, kann mich aber nicht nachhaltig stören. Denn Morse versteht es meisterhaft sofort nach solchem Glibber eine A-Gitarre einzusetzen mit ruhigem und oft mehrstimmigem Gesang. Der Kontrast wirkt wunderbar.

Mit Portnoy an den Drums und vor allem Randy George am Bass begleiten ihn zwei Ausnahmekönner. Und beim Mix verließ er sich wie immer auf Rich Mouser. Das garantiert einen absolut klaren und sauberen Sound.

Morse beweist einmal mehr mit diesem 2005 erschienenen Album, dass Prog durchaus auch mal Popmelodien vertragen kann. Was bei vielen anderen immer wieder in die Hose geht, macht er hier spielerisch leicht.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: allem, wo Neal Morse seine Finger im Spiel hat
Veröffentlicht am: 9.2.2016
Letzte Änderung: 19.4.2017
Wertung: 12/15
Alle Jahre wieder in guter Qualität

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Neal Morse

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1999 Neal Morse 6.67 3
2000 Merry Christmas From The Morse Family 10.00 1
2001 It's Not Too Late 6.33 3
2003 The Transatlantic Demos 10.00 2
2003 Testimony 9.00 6
2004 Testimony Live (DVD) 11.00 1
2004 One 10.80 6
2006 Cover To Cover - 1
2006 Send the Fire - 1
2007 Sola Scriptura 7.33 7
2007 Songs From The Highway - 1
2007 ? Live 6.33 3
2008 Sola Scriptura And Beyond (2DVD) 12.50 2
2008 Lifeline 7.40 5
2009 So Many Roads (Live In Europe) 10.00 2
2011 Testimony two 10.33 3
2012 Momentum 11.33 3
2013 LIVE Momentum 11.00 1
2014 Songs From November - 2
2015 The Grand Experiment 9.67 3
2015 Morsefest 2014 10.50 2
2016 The Similitude Of A Dream 10.75 4
2016 Alive Again 10.00 2
2017 Morsefest 2015 12.00 2
2018 Life & Times - 1
2018 The Similitude Of A Dream Live In Tilburg 2017 11.50 2

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