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RPWL

Start the Fire - Live

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2005
Besonderheiten/Stil: live; Psychedelic
Label: InsideOut
Durchschnittswertung: 10.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Yogi Lang Lead Vocals, Keyboards
Kalle Wallner Guitars, Vocals
Chris Postl Bass, Bass Pedals, Vocals
Markus Jehle Keyboards
Manni Müller Drums, Vocals

Gastmusiker

Ray Wilson Lead Vocals I (5, 6)

Tracklist

Disc 1
1. Sleep 10:05
2. Start the Fire 4:48
3. Who do you think we are 4:35
4. Day on my Pillow 6:20
5. Roses 6:45
6. Not about us 4:55
7. The Gentle Art of Swimming 8:45
8. Wasted Land 5:40
9. Crazy Lane 4:23
10. Trying to kiss the Sun 4:58
Gesamtlaufzeit61:14
Disc 2
1. World through my Eyes 11:40
2. Opel 5:50
3. Cymbaline 15:12
4. Welcome to the Machine 7:20
5. I don't know 4:22
6. Hole in the Sky 10:45
7. New Stars are born   (Bonus Studio-Track) 12:39
Gesamtlaufzeit67:48


Rezensionen


Von: Christian Rode @ (Rezension 1 von 2)


RPWL - oder für Fans weltweit: [er pe: ve: el] - wie es groß auf dem Album lesbar ist - haben mit Start the Fire ein repräsentatives Live-Album veröffentlicht. Und live eröffnet sich der Sound der ehemaligen Pink Floyd-Epigonen dem Hörer in tranceartiger Qualität. Dies umso mehr als der Klang wie aus einem Guss ist.

Die Auswahl der Songs spiegelt natürlich schon angemessen das aktuelle Studio-Album wider, d.h. sechs von 17 Songs (Sleep, Start the Fire, Day on my pillow, Roses, Wasted Land, World through my eyes) sind vom Album World through my eyes. Trying to kiss the sun ist mit dem Titelsong und I don't know vertreten, Stock mit The Gentle Art of Swimming und God has failed mit Who do you think we are, Crazy lane und Hole in the sky. Ex-Genesis-Sänger Ray Wilson gibt neben dem World through my Eyes-Song Roses auch das Genesis-Stück Not about us zum besten.

Dass RPWL von Pink Floyd herkommen, merkt man deutlich auf der zweiten CD. Nach einer fulminanten Interpretation von Syd Barretts Opel (den Song gab es bereits auf Stock zu hören) legt die Band zwei vorzügliche Versionen von alten Floyd-Nummern (Cymbaline, Welcome to the Machine) hin. Besonders Cymbaline, das eine zeitlang um 1970 rum auch zum Live-Programm von Pink Floyd zählte und einer der schönsten Songs des unterschätzten Floyd-Albums More ist, verstehen RPWL kongenial und mit langem Instrumentalteil zu interpretieren. Abgerundet wird die Doppel-CD noch durch den Studio-Bonus-Track New Stars are born in bislang unveröffentlichter vollständiger Fassung. Er war bereits in kürzerer Fassung zuvor als Abschluss-Bonustrack auf World through my eyes zu hören, aber nur auf der Erstauflage.

Somit bietet Start the Fire eine sehr gute, repräsentative Auswahl des Schaffens der Band und vermittelt zugleich einen runden Einblick in deren - akustische - Präsenz, die Live eben noch einen gehörigen Tick hypnotisch-sphärischer ausfällt und beim Hören noch mehr Spaß macht als bei Studio-Produktionen. Für Einsteiger optimal und für Fans sowieso empfohlen.

Anspieltipp(s): Sleep, Cymbaline
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 14.10.2005
Letzte Änderung: 13.3.2012
Wertung: 11/15

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Von: Thomas Kohlruß @ (Rezension 2 von 2)


RPWL live... da gibt es sicherlich den einen oder anderen Vorbehalt. Geschätzte Kollegen dieser Seiten wissen von gar schröcklichen Erlebnissen bis hin zu Schlafattacken ob der Dynamik des Gebotenen zu berichten. Ich selbst hatte noch nicht die Gelegenheit, die Gruppe live zu sehen, also muss ich mich mit diesem Album zufrieden geben.

Vorweg: Wer RPWL prinzipiell nicht mag, braucht nicht weiterzulesen. Das Live-Album wird ihm die Band nicht neu erschließen.

Die erste CD (welche wohl im wesentlichen den Auftritt von RPWL beim "Rockpalast" widerspiegelt) lässt einige der Beschwerden, die gegenüber RPWL gebracht werden, durchaus nachvollziehen: Geradezu mechanisch perfekt spulen die Jungs ihre Neoprog-Version von floydigen Klängen herunter. Dazu kommt ein wahrlich perfekter Sound, der einfach "zu" perfekt wirkt, aber halt sowas wie ein Markenzeichen von RPWL ist. Zu dem gebremsten Eindruck trägt sicherlich die live eher schwächliche Stimme von Yogi Lang bei. Wie sehr der Sänger 'bremst', beweist der Gastauftritt von Ray Wilson, der nur mit seinen stimmlichen Qualitäten aus zwei eher durchschnittlichen Songs wie "Roses" und "Not About Us" etwas Besonderes macht.

Was die Atmosphäre etwas auflockert, ist der andere Gebrauch der Keyboards, die live deutlich verspielter, schräger, psychedelischer daherkommen. Damit wird dann doch noch eine gewisse Lebendigkeit erzeugt, und es entsteht eine sympathische Stimmung, die einen mit der Musik davonschweben lässt. "Sleep", schon eines der Highlights auf dem aktuellen Studioalbum, ist auch live ein sehr gut funktionierender Song. Sehr interessant auch "The Gentle Art Of Swimming", den ich hier erstmals gehört habe, da ich das "Stock"-Album nicht habe. Erinnert fast ein bisschen an den RPWL-Vorläufer Violet District. Kalle Wallner lässt auch schon mal ein schönes Solo vom Stapel, aber bis dahin höre ich mir das immer noch lieber zu Hause mit dem Kopfhörer an, als stehend in einem Konzertsaal...

Die zweite CD hingegen ist richtiggehend mitreißend: Neben zwei der besten Eigenkompositionen ("World Through My Eyes" und "Hole In The Sky") geben RPWL tolle Coverversionen von "Opel", "Cymbaline" und "Welcome To The Machine" zum Besten. Die langen Instrumentalpassagen mit hier erneut ziemlich spaceig-psychedelischen Keyboard-Einlagen sind begeisternd. Hier lebt die Band auch live und wirkt sehr überzeugend. Die Interpretation der floydigen Klangwelten ist einfach ihr Ding. Da wäre ich auch gerne im Konzertsaal dabei gewesen...

Die Zugabe "New Stars Are Born" in der vollständigen Version (die gekürzte war ja schon als Bonus auf der SACD-Version des aktuellen Studioalbums zu hören) ist ein schöner Abschluss eines letztlich gelungenen Live-Albums. Fans sollten auf jeden Fall zuschlagen, andere sollten vielleicht doch mal ein Ohr riskieren (gerade auf der zweiten CD).

Anspieltipp(s): Sleep, Cymbaline, Welcome To The Machine
Vergleichbar mit: Pink Floyd mit Neoprog-Touch ;-)
Veröffentlicht am: 6.11.2005
Letzte Änderung: 6.11.2005
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von RPWL

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2000 God has failed 10.00 3
2002 Trying to kiss the sun 8.33 3
2003 Stock 9.00 2
2005 World Through My Eyes 11.33 3
2007 9 9.00 1
2008 The RPWL Experience 9.00 3
2009 The RPWL Experience (DVD) 10.50 2
2010 The Gentle Art of Music 11.00 2
2012 Beyond Man And Time 11.00 2

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