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Cluster

Cluster 71

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1971
Besonderheiten/Stil: instrumental; Elektronische Musik; Krautrock
Label: Philips
Durchschnittswertung: 9/15 (1 Rezension)

Besetzung

Dieter Moebius Organ, Hawaiian Guitar, Audio-Generator, Amplifier
Hans-Joachim Roedelius Organ, Cello, Audio-Generator, Amplifier, Helias

Tracklist

Disc 1
1. - 15:33
2. - 7:38
3. - 21:17
Gesamtlaufzeit44:28


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Im Mai 1971 trennte sich Conrad Schnitzler von seinen Kluster-Kollegen Dieter Moebius und Hans-Joachim Roedelius (vorher hatte er schon auf dem Debutalbum von Tangerine Dream mitgewirkt). Moebius und Roedelius machten daraufhin als Duo weiter. Um den Wechsel zu verdeutlichen änderten sie das K in ihrem Bandnamen in ein C um. Noch im selben Jahr erschien bei Philips das erste Cluster-Album.

"Cluster 71" wurde im Sounds-Pop-Poll des Jahres 1971 unter die ersten 10 Langspielplatten des Jahres gewählt. Pop? Nun, scheinbar waren 1971 ganz andere Dinge populär als heute. Dazu die Süddeutsche Zeitung:

"Die Musik der Gruppe Cluster ist so neu und so wichtig, weil sie das, was man sonst als total unkommunikatives Experiment aus der elektronischen E-Musik kennt, mit dem musikalischen Geist der Popmusik beseelt, ohne wiederum die Methoden der Popmusik einfach zu übernehmen."

Der musikalische Geist der Popmusik findet sich somit in "Cluster 71"! Nun, wer heutzutage den in den drei titellosen Kompositionen dahinwabernden- und dröhnenden, an- und abschwellenden Klängen lauscht, wird diese Musik kaum mit dem Begriff Popmusik in Verbindung bringen. "Krautige Elektronik" wäre wohl eine ganz passende Bezeichnung, vielleicht auch "Heavy-" oder "Proto-Ambient", oder gar "Prä-Industrial". Wie auch immer, für "Cluster 71" haben Roedelius und Moebius eine ausgesprochen bizarre Ladung an Klängen und Geräuschen, deren instrumentalen Ursprünge gar nicht mehr so einfach erhört werden können, zu einer sich träge dahinwälzenden Klangmasse zusammengerührt, zu sich zeitlupenhaft entwickelnden, konfusen Klanggemälden, die gelegentlich recht laut und heftig werden.

Wie ein zäher, düsterer Sirup quillen die Töne aus den Boxen und graben sich tief in die Gehörgänge ein. Strukturen oder Rhythmen sucht man in dieser Musik vergeblich. Unter Elektronik-Freaks gilt die Scheibe als Meilenstein und man kann dem Album, wie auch "Zeit" von Tangerine Dream, eine gewisse Fazination und hypnotische Kraft nicht absprechen. Mir ist das Ganze allerdings etwas zu eintönig und deutlich zu lang geraten, insbesondere das dritte Stück. Elektronik- und Krautrockkomplettisten sollten die Scheibe aber wohl kennen!

Das Album ist mit (mindestens) drei verschiedenen Covern zu finden. Das obere der beiden gezeigten Cover ist das des Philips-Originals, das untere das des Sky-CD-Reissues. Das LP-Reissue von Sky Records von 1980 hatte wieder ein anderes Cover.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 16.10.2005
Letzte Änderung: 27.2.2008
Wertung: 9/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Cluster

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1972 Cluster II 10.50 2
1975 Zuckerzeit 12.00 1
1976 Sowiesoso 11.50 2
1977 Cluster & Eno 10.00 1
1978 After the Heat 11.00 1
1979 Grosses Wasser 9.00 1
1981 Curiosum 11.00 1
1994 One Hour 11.00 1
1997 Japan 1996 live 11.00 1
2009 Qua 11.00 1

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