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Gäa

Auf der Bahn zum Uranus

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1974 (CD-Reissues 1992, Ohrwaschl - 2015, Garden of Delights)
Besonderheiten/Stil: Klassischer Prog; Krautrock
Label: Kerston Records
Durchschnittswertung: 8/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Werner Frey Gitarre, Gesang
Stefan Dörr Schlagzeug, Gesang
Werner Jungmann Gesang, Congas
Günter Lackes Orgel, Klavier, Gesang
Peter Bell Bass, Flöte, Gesang

Tracklist

Disc 1
1. Uranus 9:46
2. Bossa Rustical 4:06
3. Tanz mit dem Mond 7:25
4. Mutter Erde 6:58
5. Welt im Dunkel 7:05
6. Gäa 7:35
Gesamtlaufzeit42:55


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 1 von 3)


Gäa nannte sich eine kurzlebige Formation aus dem Saarland, die zeit ihres Bestehens nur dieses eine Album veröffentlichte, von dem es im Beiheft heißt, dass nur 300 Exemplare verkauft wurden. Die Restauflage wanderte aus Frust auf den Müll. Auch die Masterbänder gingen verloren, weswegen die CD-Ausgabe von einer Schallplatte gemastert werden musste. Entsprechend sind ab und zu leichte Knackgeräusche zu hören, aber ansonsten ist der Klang ganz OK.

Musikalisch kann man Gäa mit den frühen Grobschnitt (z.B. "Ballermann") vergleichen: lange Orgelpassagen mit viel psychedelischer E-Gitarre im typischen Krautrock-Stil. Dazu kommt bisweilen ein leichter Blues-Touch und ein häufig mehrstimmiger Gesang. Die Texte gehen manchmal arg ins Pathetische und wirken an manchen Stellen heute (vielleicht auch schon damals) unfreiwillig komisch. Aber das sollte niemanden davon abhalten, sich diese lohnenswerte CD anzuschaffen.

Anspieltipp(s): Bossa Rustical, Welt im Dunkel
Vergleichbar mit: Grobschnitt
Veröffentlicht am: 2.5.2002
Letzte Änderung: 15.4.2006
Wertung: 9/15

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Von: Achim Breiling @ (Rezension 2 von 3)


"200 Jahre schon lag ihr Raumschiff in der Leere des Uranus, wie ihn die Bewohner des blauen Planeten nannten, aber noch immer wussten sie nichts Genaues über das Leben dieser komplizierten Geschöpfe. Zwar hatten sie schon sehr viel Einzelwissen gesammelt über die Menschen, wie diese sich selbst nannten, doch ihre Computer scheiterten immer wieder an der Aufgabe alles in einem Gesamtbild zu verwenden. Nur eines wurde klar ......... Hass ist die Macht die diese Welt regiert und Furcht ist es, die sie zum Untergang führt. Gewalt, die alles Leben bedroht. Am Ende steht immer Vernichtung und Tod."

So lautet die erste Hälfte des Textes von "Uranus", vom ersten und lange Zeit einzigen Album von Gäa. Bis "Nur eines wurde klar" wird das Ganze gesprochen, monoton, hallend, mechanisch und mit tollem rollenden "rrr". Dann kommt der Refrain des Stücks, der im Chor gesungen wird. Der Rest der Scheibe wird von ähnlicher "Lyrik" bestimmt, die zwischen aufgeblasenem Pathos, tiefsinnigen Albernheiten und dichterischem Schwachsinn hin und her schwankt. Allerdings reimt sich alles aufs Vortrefflichste. Man muss der Gruppe aber zu Gute halten, dass sie ihre Muttersprache benutzt und sich bemüht hat nicht auf Schlagerniveau abzugleiten. Jedenfalls haben es die Saarländer mit diesen Texten - wohl eher ungewollt - geschafft ein frohes Grinsen in mein Gesicht zu zaubern.

Musikalisch ist "Auf der Bahn zum Uranus" weniger albern. Einen zeittypischen Blues/Hardrock spielen Gäa, der eine deutliche krautig-psychedelische Komponente hat, aber des Öfteren auch in Gefilde von eher normalem Mainstreamrock der 70er gerät. Orgel und E-Gitarre bestimmen das Ganze, dazu kommt der schon angesprochene Gesang in Deutsch, oft im Chor vorgetragen. Wie eine sehr rohe und etwas primitive Mischung aus Pink Floyd, den Rolling Stones und den Eagels wirkt diese Musik oft. Die Orgel röhrt, die Gitarre jault und Bass und die doppelt besetzte Perkussionsabteilung rumpeln munter voran. Ruhig und beschaulich wird es auch (in "Tanz mit dem Mond"), es gibt einen Kraut-Bossa-Nova ("Bossa Rustical") und im abschließenden Titelstück poltert ein munterer, leicht jazziger Jam aus den Boxen, in dem sogar eine Blockflöte (etwas wackelig) zum Einsatz kommt.

"Auf der Bahn zum Uranus", das es in Krautfankreisen zu einer Art Kultplatte gebracht hat (wozu die Seltenheit der LP wohl auch entscheidend beigetragen hat), ist eine ziemlich urige Angelegenheit, die gewisse dilettantische Züge nicht verleugnen kann, dabei aber herrlich spacig und krautig aus den Boxen rumpelt. Krautrockkomplettisten sollten schon wegen der köstlichen Texte zuschlagen!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 14.4.2006
Letzte Änderung: 10.11.2015
Wertung: 8/15

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Von: Horst Straske @ (Rezension 3 von 3)


Beim Hören von "Auf der Bahn zum Uranus" stapfen vor dem geistigen Auge zottelige Musiker durch das Geschehen, die voller Frust die Restauflage ihrer nicht an den Mann bzw. Frau gebrachten LP-Ausgaben auf dem Müll eines Hinterhofs in einem urigen Provinznest entsorgen. Dabei waren die beteiligten Akteure kurz zuvor doch ausgezogen, im erdig-psychedelischen Krautrocksound auch sprachlich deutsche Akzente zu setzen. Vergleichbares hatten ein paar Jahre zuvor bereits die Nürnberger Ihre Kinder und die Anarcho-Rocker Ton Steine Scherben vorgelegt. Hier war aber die Verwurzelung in der 68er Bewegung und der "Protestliedszene" allgegenwärtig. Nur Hölderlin hatten sich auf ihrem Debütalbum der poetisch-romantischen Komponente deutschsprachiger Rockmusik gewidmet und zeigten sich lieber folkloristisch-romantisch. Ach ja, da waren auch noch die beiden Barden Witthüser & Westrupp mit ihrem Acid-Folk und deutschsprachigen Nonsenstexten.

Gäa wollten wohl die angloamerikanischen Ursprünge der Rockmusik ohne politische Weltverbesserungsgedanken auf die Basis einer deutschsprachigen Lyrik übertragen. In einer Zeit, in der neben dem politisch orientierten Liedgut allein der Schlager auf die Heimatsprache zurückgreifen konnte und wollte. Da schickten sich also junge Musiker aus der saarländischen Provinz an, einfach so mit diesen Regeln zu brechen. Dieses wirklich mutige und lobenswerte Unterfangen war jedoch bei allem Pathos sowie Überschwang stilistisch recht einfach gehalten und somit sprachlich limitiert.

Zusammen mit der psychedelischen Komponente der Musik wurde somit der musikalisch und lyrisch doch recht plumpe Inhalt von "Auf der Bahn zum Uranus" vor dem Vergessen bewahrt. Der Eröffnungstitel "Uranus" erweckt den Anschein, dass hier die spacige Krautrockvariante der Marke Wallenstein in deutschsprachiger Inbrunst zum Besten gegeben wird, was sich angesichts eines bluesig-erdigen Grundsounds aber nicht bewahrheiten soll. Schon rasch beginnen flache Banalitäten den positiven Eindruck zu verwässern. Abseits der psychedelischen Schiene stampft der Rhythmus phasenweise doch zu vorhersehbar vor sich hin. Hier ist die Grenze zum Schlager teils wirklich gar nicht so weit entfernt. Das klingt fast so, als ob brave Studiomusiker diverser Schlagergrößen einen auf Psychedelic Rock machen wollten.

Anspieltipp(s): Uranus
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 4.8.2006
Letzte Änderung: 25.7.2014
Wertung: 7/15

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1998 Alraunes Alptraum 5.00 1

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