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Cheer-Accident

Sever roots, tree dies

(Archiv-Tipp 2/2008)
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1988 (CD-Reissue 2007, Freakshow Records)
Besonderheiten/Stil: RIO / Avant
Label: Complacency
Durchschnittswertung: 11.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Thymme Jones Schlagzeug, Piano, Gesang, Trompete, Perkussion, Sampler, Opus III, Zentrifuge, Mellotron
Jeff Libersher Gitarren
Chris Block Bässe, Piano, Gesang, Gitarre, Flöte, Tapes, Sampler, Aluminium, Mellotron

Tracklist

Disc 1
1. Fight for innocence 5:58
2. Death and taxes 4:41
3. Uncle Dale 2:44
4. Avoid the invisible 9:13
5. Severed 4:38
6. Heaven 7:12
7. Black and white 2:27
8. Cutting off my arm, so I don’t have to shake hands 4:10
9. Tree dies 3:33
Gesamtlaufzeit44:36


Rezensionen


Von: Charly Heidenreich @ (Rezension 1 von 2)


Tja, dummerweise muss sich alles, was die 3 Multiinstrumentalisten aus Illinois später bis zur Gegenwart auf die Beine gestellt haben, an ihrem Debüt messen lassen, und da haben sie die Latte wirklich hoch gelegt.

Wer wie Libersher, Block und Jones im Jahr 1988 mit klangerzeugenden Geräten wie Klavieren, Mellotrons, Flöten, Trompeten, Aluminium und Zentrifugen begleitend zu den üblichen Verdächtigen wie Gitarre, Bass und Schlagzeug Songs herstellt, die zwischen dissonanter Melancholie und atonaler Überdrehtheit wie verspätete Früchte der Rock-In-Opposition-Bewegung daherkommen, darf sich nicht wundern, wenn nach dem Abkippen ihres zweiten Opus in die (fast)Niederungen eines Steve-Albini-produzierten Industriallärmmetal keiner mehr ein Ohr in ihre jeweiligen Neuveröffentlichungen wagt. Dabei blitzt ja auch dort immer wieder was auf, das an diese geniale Melange aus Henry Cow'schen Gesangs- bzw. Melodiefetzen und crimsonesker Tonalität und Rhythmik auf dem Erstling erinnert.

Außergewöhnliche Atmosphäre in einem außergewöhnlichen Album, aber wirklich nix für Weicheier. Nach wie vor leider nur als Vinyl aufzutreiben, obwohl alle nachfolgenden Alben als CD erschienen sind.....

Anspieltipp(s): Fight for innocence, Severed
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 3.11.2005
Letzte Änderung: 2.11.2005
Wertung: 12/15

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Von: Achim Breiling @ (Rezension 2 von 2)


Selbst ist der Mann! Offenbar wurmte meinen Vorschreiber die Tatsache, dass das Debütalbum von Cheer Accident nie auf digitalem Tonträger wieder veröffentlicht wurde so sehr, dass er die Sache einfach selbst in die Hand nahm. Und so erschien das Reissue des 1988 in Vinyl gepressten "Sever roots, tree dies" vor kurzem als erste Veröffentlichung von Charly Heidenreichs Freakshow Records. Das Album war diese Initiative auch durchaus wert.

Einen kantigen und schrägen Rock spielen Cheer Accident auf ihrem Erstling, der einerseits deutliche Einflüsse seitens King Crimson aufweist (insbesondere die Gitarrenarbeit lässt mich häufig an Lerchenzungen in Aspik denken), andererseits aber auch starke Bezüge zur Musik diverser RIO-Bands der späten 70er Jahre hat. Vergleichbar ist "Sever roots, tree dies" daher mit den Hervorbringungen der zeitgleich oder ein paar Jahre früher tätigen Landsleute von Thinking Plague und den 5 UU's, wobei Cheer Accident eine Spur rockiger (eine Art Post-New-Wave in Richtung Independent) zu Gange sind. Frippige E-Gitarre, Bass und Schlagzeug bestimmen die Musik, die ziemlich schneidend, trocken (insbesondere das Schlagzeug), kantig und metallisch produziert wurde. Dazu kommen einige weitere Instrumente, vor allem Piano, aber auch etwas Trompete und Flöte, viel Perkussives und allerlei Krach (vom in den Credits erwähnten Mellotron ist allerdings nicht furchtbar viel zu hören). Gesungen wird auch, wobei ich allerdings der Meinung bin, dass dieses Element - eher hochtönend und schwachbrüstig, aber doch seltsam melodisch - die schwächste Ingredienz dieses Albums darstellt.

"Sever roots, tree dies" ist eine sehr gelungene Scheibe mit erfrischend schräger Musik in der RIO-Tradition, die aber gleichzeitig deutlich crimsoneske Retroelemente verarbeitet. Recht wüst und heftig wird es hier gelegentlich (im industriell-schleifenden "Uncle Dale" z.B.), doch wird dies mit ein paar fast poppigen Stellen kontrastiert (in der Mitte von "Cutting off my arm so I don't have to shake hands" z.B.), so dass für genügend Abwechslung gesorgt ist. Trotzdem ist dieses Album sicher nur für Adepten der "Schräg-Fraktion" der Proggergemeinschft geeignet. Diese sollten allerdings mit dem hier Gebotenen rundum zufrieden sein.

Abschließend bleibt zu hoffen, dass dies nicht die einzige Veröffentlichung von Freakshow Records sein wird. Es gibt ja noch ein paar weitere, musikalisch ähnlich gelagerte Alben, die auch auf eine CD-Reinkarnation warten. Beziehen kann man "Sever roots, tree dies" übrigens direkt beim Kollegen Heidenreich (siehe die Feedbackfunktion über der vorangehenden Rezension).

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 28.6.2007
Letzte Änderung: 29.6.2007
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Cheer-Accident

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1991 Dumb Ask 9.00 1
1993 Babies Shouldn't Smoke 12.00 1
1994 The Why Album 10.00 1
1997 Enduring the American Dream 9.00 1
1999 Trading Balloons 11.00 1
2000 Salad Days 11.00 1
2002 Variations on a goddamn old man (2002) 8.00 1
2003 Introducing Lemon 11.00 1
2005 Variations on a goddamn old man (2005) 10.00 1
2006 What Sequel? 10.50 2
2009 Fear Draws Misfortune 11.67 3
2011 No Ifs, Ands or Dogs 12.00 1
2017 Putting Off Death 10.00 2
2018 Fades 11.00 1

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