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Space Debris

Kraut Lok

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2005
Besonderheiten/Stil: improvisiert; instrumental; live; Blues; Jazzrock / Fusion; Psychedelic; Spacerock
Label: Eigenvertrieb
Durchschnittswertung: 11/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Tommy Gorny guitar, vocals
Tom Kunkel hammond, synth., organ bass
Christian Jäger drums

Gastmusiker

Daniel Sich guitar (9)
Eric Bläß guitar (4, 7)
Rainer Kühnel bass (7)
Thomas Schütz bass (6)
Jochen Meister guitar (6)
Magic P. Klamert psychedelic voices (6)

Tracklist

Disc 1
1. Xenufo 3:50
2. Bolivia 8:00
3. Capitalists Nightmare 12:05
4. Trans Odenwald 6:01
5. Electric Friends 5:11
6. Magic Paisleys 2:00
7. Purple Dream (live) 6:18
8. Second Sight 14:03
9. Kraut Lok 21:03
Gesamtlaufzeit78:31


Rezensionen


Von: Christian Rode @ (Rezension 1 von 2)


Space Debris haben Fans ausufernder Rockimprovisationen im Stil der frühen 70-er wieder einiges zu bieten. Dabei lassen die Jam-Rocker wie schon zuvor bei den Krautrocksessions 1994-2001 reichlich musikalische Erinnerungen an jene Tage aus ihrem kollektiven Gedächtnis aufleben und verbinden diese zu einem eigenen, genuinen Sound.

Gegenüber den Krautrocksessions wirkt Kraut Lok bei aller Vielgestaltigkeit verwendeter Stilmittel aus Blues, Jazzrock, Psychedelic, Kraut- und Spacerock noch homogener. Die Stücke sind meist gut groovendes Midtempo voller Spielfreude. Am Ende von Trans Odenwald wird auch mal ein heftiger Rock'n'Roll hingelegt, der allerdings auf seinem Höhepunkt in einer überraschenden Explosion zur Ruhe kommt. Irgendwie muss man ja auch mal zum Ende kommen...

Dominant ist häufig die satte und zugleich warme Hammond-Orgel, die auch schon mal untergründige Riffarbeit leistet. Die Gitarre spielt oft in Trance versetzende Improvisationen. Hart rockende Riffs gibt's aber auch schon mal, etwa im Verlauf von Second Sight und auch beim langen Titelsong, die streckenweise Erinnerungen an spacige Deep Purple wecken. Als weitere Bezugspunkte werden von der Band selbst zurecht u.a. Pink Floyd, Grobschnitt, Vanilla Fudge, Birth Control und Santana genannt. Es ist immer wieder faszinierend, mit welcher Leichtigkeit sich ein Element aus dem anderen spontan und ganz organisch entwickelt. Mit dem richtigen Gespür für Timing kommt bei Space Debris auch keine Langeweile auf.

Die Musik von Space Debris, die in Jam-Sessions entwickelt wird, nimmt einen mit auf scheinbar nicht enden wollende, swingende Reisen in das Herz der frühen 70-er. Da könnte man noch Stunden lang weiter zuhören. Hoffentlich finden diese ungewöhnlichen Retrorocker bald wieder Zeit für weitere Sessions!

Abschließend noch die abweichende Songabfolge der Vinyl-Pressung (Do-LP):

A-Seite: 1. Bolivia 2. Capitalists Nightmare

B-Seite: 1. Xenufo 2. Trans Odenwald 3. Electric Friends 4. Purple Dream

C-Seite: 1. Kraut Lok

D-Seite: 1.Second Sight 2.Awaking 3.Magic Paisleys

Awaking ist nur auf der etwas über 80 Minuten langen Vinyl-Ausgabe enthalten. Warum Vinyl wie auch schon bei der ersten Do-LP Krautrocksessions? "Vinyl war ein Muss bei dieser Vorstellung von Sound und wir waren richtig begeistert und verblüfft, wie der Sound sich durch das Vinyl im Vergleich zur CDR verändert hatte, als wir das erste mal die Testpressung hörten: Die Höhen weicher und homogener, alles viel verbundener und wie aus einem Guss." (http://www.spacedebrisprojekt.de/info)

Wer es lieber auf CD hat: Ich kann versichern, dass die Musik auch auf CD wie aus einem Guss klingt und vor allem auch viel Spaß macht.

Anspieltipp(s): Capitalists Nightmare, Kraut Lok
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 4.11.2005
Letzte Änderung: 8.3.2012
Wertung: 12/15

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Von: Kristian Selm (Rezension 2 von 2)


Und sie fliegen wieder durch die Weiten des Raumes. Space Debris alias Tommy Gorny (Gitarre, Gesang), Tom Kunkel (Hammond, Synthesizer, Orgelbass) und Christian Jäger (Schlagzeug) improvisieren sich auch auf ihrem zweiten Longplayer wieder munter durch die Rockgeschichte der frühen 70er, als die Orgel noch richtig dreckig klang und man sich eben jede Menge Zeit für Songentwicklung und ausgiebige Soloteile nahm. Wie bereits beim Debüt bekommt das Trio auch dieses mal wieder Unterstützung von diversen Gästen, die die ausufernden, aber niemals langweiligen instrumentalen Interaktionen an passender Stelle ergänzen und verfeinern.

Die neun Titel auf "Kraut Lok" schweben konsequent durch die verschwommenen Sphären der Vergangenheit und machen diesen rund 80 Minuten langen Trip sowohl von den Sounds, als auch von der Spielweise, zu einer perfekten Nostalgiereise. Space Debris setzen dabei vor allem auf schleppende, kriechende Rhythmen, damit die Orgel so richtig schwartig krachen kann und auch die jaulenden Gitarrenexkursionen richtig prägnant zur Geltung kommen. Ob verklärter Spät- Psychedelic Sound, röchelnder Hard Rock mit manischer Orgel oder krautige bzw. spacige Sequenzen im stetigen Songfluss, bei Space Debris verwischt einfach alles zu einer lang anhaltenden Improvisationsorgie in kompletter Rückwärtsrichtung.

Wenn man den drei einen Vorwurf machen kann, dann nur jenen, dass ihre Titel eigentlich als reine Endloskompositionen durchgehen, bei denen die Songlänge keinerlei Rolle spielt und dem Manko, dass die einzelnen Titel auf gewisse Weise und vom Ansatz her ähnlich angelegt sind. Andererseits hat die instrumentale Kraft genau das richtige Augenmaß an Intensität und atmosphärischer Dichte, so dass der Hörer quasi immer mehr in die Musik hineingezogen wird.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 3.5.2008
Letzte Änderung: 2.3.2012
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Space Debris

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2002 Krautrock-Sessions 1994-2001 11.00 1
2006 Three 11.00 3
2007 Into the Sun. Live at Burg Herzberg Festival 2006 (DVD) 11.00 2
2008 Elephant Moon 11.50 2
2009 Live Ghosts 10.50 2
2011 Archive Volume 3: Deepest View 10.50 2
2011 Archive Volume 2: All Man 10.00 2
2011 Archive Volume 1: Journey to the Starglow Restaurant 10.00 2
2013 She's a Temple 10.33 3
2014 Phonomorphosis 11.00 2
2015 At Finkenbach 2012 11.00 1
2017 Behind the Gate 12.00 1
2017 Back to Universe. Archive Volume 4 11.00 1

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