SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
17.5.2013
Poor Genetic Material - A Day In June
Uriel - Arzachel Collectors Edition
Cloudkicker - Hello
Elara - Soundtrack for a quiet place
16.5.2013
Eclipse Sol-Air - Schizophilia
Genesis - Selling England by the Pound
15.5.2013
VeryShortShorts - Minimal Boom!
Queensrÿche - Operation: Mindcrime
Mr Averell - Gridlock
14.5.2013
Circa: - Live from Here There & Everywhere
Pelagic Zone - Pelagic Zone
13.5.2013
Leprous - Bilateral
Kate Bush - The Dreaming
12.5.2013
Kalutaliksuak - Last Day of Sun
VeryShortShorts - Background Music for Bank Robberies
Uranian - La Ciudad de los Sueños
The Pineapple Thief - Build a World
Schizofrantik - Oddities
ARCHIV
STATISTIK
19204 Rezensionen zu 13011 Alben von 4920 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Captain Beefheart

Grow Fins (Rarities 1965-1982)

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1999
Besonderheiten/Stil: Blues; Rock / Pop / Mainstream; RIO / Avant; sonstiges
Label: Evenant
Durchschnittswertung: keine Wertung (1 Rezension)

Besetzung

Don Van Vliet (Captain Beefheart) vocals,harmonica,soprano sax,shenai,tin whistle
Rich Hepner guitar
Doug Moon guitar
Jerry Handler bass
Alex Snoufler drums
PG Blakely drums
Jeff Cotton guitar
John French drums
Vic Mortensen drums
Bill Harkleroad guitar
Mark Boston bass
Victor Hayden bass clarinet
Jeff Bruchel drums
Elliot Ingber guitar
Art Tripp marimba,drums
Roy Estrada bass
Frank Zappa guitar (CD 5,track 15)
Denny Walley guitar
John Thomas synthesizer
Jeff Moris Tepper guitar
Richard Snyder guitar
Eric Drew Feldman keyboards,mellotron
Robert Williams drums

Tracklist

Disc 1
1. Obeah Man   (1966 demo) 2.47
2. Just got back from the city   (1966 demo) 1.53
3. I'm glad   (1966 demo) 3.44
4. Triple combination   (1966 demo) 2.48
5. Here I am I always am   (early 1966 demo) 3.15
6. Here I am I always am   (later 1966 demo) 2.32
7. Somebody in my home   (1965 live) 3.03
8. Tupelo   (1966 live) 4.15
9. Evil is going on   (1966 live) 2.33
10. Old folks boogie   (1967 live) 3.15
11. Call on me   (1965 live) 3.04
12. Sure Nuff n Yes I do   (1967 demo) 2.11
13. Yellow Brick Road   (1967 demo) 1.45
14. Plastic Factory   (1967 demo) 2.57
Gesamtlaufzeit40:02
Disc 2
1. Electricity   (1968 live) 3.42
2. Sure Nuff n Yes I Do   (1968 live) 2.59
3. Rollin n Tumblin   (1968 live) 11.10
4. Electricity   (1968 live) 3.57
5. Yer Gonna Need Somebody On Yer Bond   (1968 live) 6.28
6. Kandy Korn   (1968 live) 4.23
7. Korn Ring Finger   (1967 demo) 7.23
Gesamtlaufzeit40:02
Disc 3
1. Untitled 1 4.59
2. Untitled 2 8.18
3. Hair Pie:Bake 1 5.04
4. Hair Pie:Bake 2 2.44
5. Untitled 5 1.04
6. Hobo Chang Ba 2.02
7. Untitled 7 1.57
8. Hobo Chang Ba (take 2) 3.06
9. Dachau Blues 2.06
10. Old Fart At Play 1.23
11. untitled 11 1.01
12. Pachuco Cadaver 4.08
13. Sugar n Spikes 2.40
14. untitled 14 1.00
15. Sweet Sweet Bulbs 2.30
16. Frownland (take 1) 2.51
17. Frownland 1.52
18. untitled 18 1.10
19. Ella Guru 2.33
20. untitled 20 0.08
21. She's too much for my mirror 1.30
22. untitled 22 0.35
23. Steal Softly Through Snow 2.22
24. untitled 24 1.51
25. My Human Gets Me Blues 2.23
26. untitled 26 1.06
27. When Big Joan Sets Up 4.32
28. untitled 28 0.04
29. untitled 29 0.56
30. China Pig 4.15
Gesamtlaufzeit72:10
Disc 4
1. Blimp 5.09
2. Herb 1.06
3. Septic Tank 0.51
4. Overdub 5.26
5. Cannes Beach 1968   (concert film) 6.58
6. Amougies, Belgium 1969   (concert film) 5.31
7. Tubeworks, Detroit 1971   (concert video) 12.51
8. Paris, France 1973   (concert film) 2.55
Gesamtlaufzeit40:47
Disc 5
1. My Human Gets Me Blues   (1969 live) 3.54
2. When Big Joan Sets Up   (1971 live) 6.12
3. Woe Is Uh Me Bop   (1971 live) 2.46
4. Bellerin Plain   (1971 live) 3.23
5. Black Snake Moan I   (1972 radio phone-in) 1.01
6. Grow Fins   (1972 live) 5.09
7. Black Snake Moan II   (1972 radio) 1.49
8. Spitball Scalped Uh Baby   (1972 live) 9.12
9. Harp Boogie I   (1972 radio) 1.32
10. One Red Rose That I Mean   (1972 live) 1.45
11. Harp Boogie II   (1972 radio) 0.53
12. Natchez Burning   (1972 radio) 0.43
13. Harp Boogie III   (1972 radio phone-in) 0.50
14. Click Clack   (1973 live) 2.49
15. Orange Claw Hammer   (1975 radio) 4.36
16. Odd Jobs   (1975 piano demo) 5.10
17. Odd Jobs   (1976 band demo) 5.08
18. Vampire Suite   (1980 worktapes/live) 3.46
19. Mellotron Improv   (1978 live) 1.22
20. Evening Bell   (1981 piano worktape) 0.54
21. Evening Bell   (1982 guitar worktape) 2.15
22. Mellotron Improv   (1980 live) 2.19
23. Flavor Bud Living   (1980 live) 1.14
Gesamtlaufzeit68:42


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski


Grow Fins ist eine aufwendig aufgemachte 5 CD Box, die den einzigartigen musikalischen Weg von Don "Captain Beefheart" Van Vliet dokumentiert, und zwar nicht als eine gewöhnliche Best of-Sammlung, sondern als eine Kollektion von woanders nicht erhältlichen Aufnahmen.

Das 112 Seiten umfassende, informative CD-Heft beinhaltet größtenteils Berichte der beteiligten Musiker zu Konzerten, Aufnahmen und zum Zusammenleben in der Magic Band sowie natürlich zu dem exzentrischen, egozentrischen Charakter von Don "Captain Beefheart" Van Vliet. Captain selbst äußert sich nicht.

Die erste CD trägt die Überschrift "Just got back from the city (1965-67)" und dokumentiert die Anfänge von Captain Beefheart and His Magic Band als einer eher gewöhnlichen Blues/Rhythm'n'blues-Combo mit einem ungewöhnlichen Sänger. Dabei fällt "Call on me" aus zwei Gründen unangenehm auf: Es ist eine süßliche Pop-Ballade und die Klangqualität ist besonders schlecht. Das soll aber nicht heißen, dass die anderen Aufnahmen dieser CD tadellos klingen würden. Es sind vielmehr Liebhaberstücke, für Musikliebhaber, denen der Inhalt wichtiger ist als der bloße Klang. "Yellow brick road" und "Plastic Factory" von 1967 deuten den späteren Weg bereits an, indem sie den Mainstream-Rock um ungewohnte Breaks und krumme Rhythmen erweitern. Solche Tondokumente verdeutlichen Captains Rolle als Pionier der progressiven Rockmusik.

Die zweite, mit "Electricity 1967-68" beititelte CD wartet mit Avant-Blues-Rock auf, der schon fast fertig ausgebildete "Beefheart-Qualitäten" aufzeigt: Dem Blues-Rock wurden musikalische Komplexität, unverwechselbar freakiger Gesang und freejazzige Saxsolos übergestülpt. (Allerdings ging es damals noch nicht so schräg zu, wie zu den Zeiten von "Trout mask replica" und "Lick my decalls off, baby").

Während die Aufnahmen auf der ersten CD eher "live im Studio" waren, entstanden die ersten beiden Songs der zweiten CD während des MIDEM Pop Festivals in Cannes, Frankreich. Die restlichen Stücke auf der zweiten CD wurden in Frank Freeman's Dance (!) Studio festgehalten.

Von dem Cannes Beach-Auftritt gibt es auf CD 5 ca. 7 Minuten Filmmaterial zu sehen. Eine ungewollt bizzare Szenerie: Beefheart and His Magic Band absolvieren ihren Auftritt am Strand. Oben, in einigen Metern Entfernung auf der Promenade befindet sich das geladene Publikum, das den Berichten zufolge bis zum Ende gleichgültig blieb. (Wer hat diese Tour bloß organisiert? Andererseits verstand sich Maestro Beefheart schon immer als masssenkompatibler Künstler, so realitätsfremd wie er oft wirkte. Die Wirkung von dem Cannes-Aufritt dürfte trotzdem gleich Null gewesen sein).

Einige Stücke von den ersten zwei CD's dieser Box findet man in anderen Versionen auf den ersten beiden Alben ("Safe as Milk" und "Strictly Personal") von Captain Beefheart and His Magic Band.

Der Inhalt der dritten, "Trout Mask House Session (1969)" genannten CD entspricht auf extrem konsequente Weise dieser Überschrift und wurde ca. eine Woche vor dem Studiogang aufgenommen. (Das widerspricht der hartnäckigen Legende, "Trout Mask Replica" sei innerhalb von wenigen Stunden komponiert und aufgenommen worden).

Instrumentale Versionen der Stücke von Trout Mask Replica sind das Wichtigste an dieser CD. Es gibt hier auch Saxsolos ohne Begleitung und den "üblichen Studioquatsch" zu hören. Manchmal passiert sekundenlang gar nichts, jemand hustet, jemand bedient eine Schreibmaschine, jemand spricht im Nebenraum, ein Gitarrist versucht einen Part zu üben, ein Hund bellt draußen, ein vorbeifliegendes Flugzeug dient als Untermalung für ein kurzes Gespräch. (Scheinbar wurde auch draußen aufgenommen). Studio-Ambient-Musik sozusagen.

Die vierte, "Trout Mask Sessions (story time portion) (1969)" genannte CD beinhaltet 12 Minuten an Studiogesprächen und zwar vor allem solchen zwischen Beefhearts Freundin (die gerade seine Songtexte mit Schreibmaschine schreibt) und einigen anwesenden Musikern. Wenn mich nicht alles täuscht, ist auch Zappa (der Produzent von "Trout Mask Replica" dabei. Weit weniger überlüssig finde ich auf dieser CD die ca. 30 Minuten an Filmmaterial. Neben dem bereits erwähnten Cannes-Auftritt gibt es hier noch 3 andere Konzertfragmente, die auch auf der fünften CD, diesmal als reine Audioaufnahmen, zu finden sind. Im Zusammenhang mit dem Belgien-Konzert erfahren wir, dass sich Zappa 1969 als Beefhearts Tourmanager versuchte und in dieser Eigenschaft enorme Verständigungsprobleme mit den ausschließlich Französisch sprechenden Belgiern hatte.

Die fünfte CD ("Captain Beefheart & His Magic Band Grow Fins 1969-82") beinhaltet mehrere Konzert-, Radio- und Studioaufnahmen aus dem genannten Zeitraum und in verschiedenen Besetzungen. Die Aufnahmen sind überwiegend von eher bescheidenen Klangqualität (ab 1980 wird diese aber deutlich besser), was nicht davon ablenken soll, dass wir es hier (zumindest in den besten Momenten) mit einer einzigartigen Verbindung von Blues, Avantgarde-Rock und Jazz zu tun haben.

Besonders erwähnenswert sind exzentrische Radioauftritte von Beefheart (darunter einer von 1975, mit Zappa an der akustischen Gitarre), Avant-Improvs am Mellotron von 1980 und die sowohl optisch (siehe CD 4-Detroit 1971) als auch musikalisch faszinierenden Auftritte der "Lick my decalls off, baby"-Besetzung von 1971.

Weniger interessant, nur von historischem Wert, sind dagegen "Odd Job" und "Evening Bell", zwei Demoaufnahmen von Beefheart am Piano, einem Instrument, das er nur amateurhaft spielen konnte.

Die vergleichsweise kommerzielle Mainstream/Blues-Phase (1972-74) im Schaffen von Captain Beefheart findet in dieser Box gnädigerweise nur sehr wenig Niederschlag. Möglicherweise wollte man dadurch Captains Status als einer der wichtigsten und einflussreichsten Persönlichkeiten des Avantgarde-Rock gerecht werden.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 27.11.2005
Letzte Änderung: 27.11.2005
Wertung: keine

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Captain Beefheart

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1967 Safe As Milk 8.33 3
1968 Strictly Personal 10.50 2
1969 Trout Mask Replica 14.00 1
1970 Lick My Decals Off, Baby 14.00 1
1971 Mirror Man 11.00 1
1972 Clear Spot 8.00 1
1972 The Spotlight Kid 9.00 1
1974 Unconditionally Guaranteed 4.00 1
1974 Bluejeans & Moonbeams 3.00 1
1978 Shiny beast (Bat chain puller) 10.00 1
1980 Doc at the radar station 13.00 1
1992 I may be hungry but I sure ain't weird 11.00 1
2012 The Lost Broadcasts 9.00 1

Zum Seitenanfang

© 1999-2013; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum