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Subterranean Masquerade

Suspended Animation Dreams

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2005 (auf dem Album steht "2004", aber erhältlich war's wohl erst ab Juni 2005)
Besonderheiten/Stil: Konzeptalbum; Gothic; HardRock; Jazz; Metal; New Artrock; Progmetal; sonstiges
Label: The End Records
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Tomer Pink guitar, dulcimer, harmonica
Paul Kuhr vocals, spoken words
Jake Depolitte guitar, bass

Gastmusiker

Steve Lyman drums
Ben Warren piano, hammond organ, rhoads
Willis Clow guitar, mandolin, spoken words
Mitch Curinga electronics, sound manipulation
Wayne Burdick percussion
Mike Sartain vocals (on "The Rock'n'Roll Preacher")
Wendy Jernijan vocals (on "Awake")
Samuel Johnson, Sarah Pendelton spoken words
Dave Chisholm trumpet
Andrew Kuhnhausen saxophone, clarinet, flute, spoken words
Joe Chisholm trombone
Bronwen Beecher string arrangements
Kobi Farhi, Yishai Sweartz "ali baba on acid hafla" (on "No Place Like Home")

Tracklist

Disc 1
1. Suspended Animation Dreams 2:26
2. Wolf Among Sheep (Or Maybe The Other Way Around?) 6:27
3. No Place Like Home 8:01
4. Kind Of A Blur 3:13
5. The Rock'n'Roll Preacher 9:06
6. Six Strings To Cover Fear 6:49
7. Awake 14:23
8. X 4:28
Gesamtlaufzeit54:53


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß


"For the rest of this session, you might ask yourself 'Am I going crazy?'"... sagt eine Stimme nach dem Intro-Opener und liegt damit gar nicht mal so daneben.

Tomer Pink, seines Zeichens Gitarrist, ist der Masterminds dieses Projekts. Obwohl die eindeutigen Informationen sowohl auf der Band-Homepage wie auch auf der Website des Labels eher wenig sind, scheint es mir so, als wenn die "Band" zunächst nur als dem bereits erwähnten Herrn Pink, Sänger Paul Kuhr und Gitarrist, Bassist Jake Depolitte besteht. Dazu kommen viele Gastmusiker. Und die sind auch nötig, um die weitschweifenden musikalischen Fantasien des Tomer Pink umsetzen zu können...

Tomer Pink ist der Meinung, dass es keine sinnvollen musikalischen Schubladen und Grenzen gibt, daher will er Musik schaffen, die Grenzen überwindet und Genres verbindet, die man so vielleicht nicht immer verbunden erwarten würde. Okay, wir haben das Jahr 2005 und Jazz-Death-Metal, Ethno-Jazz-Rock und Metal mit Einsprengseln klassischer Musik hat es alles schon gegeben, aber so konseuquent umgesetzt wie hier? Das ist mir noch nicht so oft untergekommen.

Neben der Tatsache, dass er die 'Band' gegründet hat und Gitarre spielt, zeichnet sich Tomer Pink auch noch für Komposition und Texte verantwortlich. Mit Fug und Recht kann man ihn also als Mastermind dieses Unterfangens betrachten.

Und: Als Arrangeur verdient sich Herr Pink grosse Meriten. In der Tat tauchen auf diesem Album Anklänge an floydigen New Artrock (vor allem im Intro und gelegentlich in den Gitarrensoli) auf, es gibt metallisches Gitarrengebratze, donnernde Doublebass-Attacken, aber auch filigranes Drumming, dazu wird desöfteren heftig gegrowlt (was ich ja so gar nicht leiden kann), aber der Sänger hat auch eine schöne tiefe Stimme, die Gothic-Assoziationen weckt. Damit nicht genug, es finden Ausflüge in orientalische Gefilde statt, diverse Piano- und vor allem Trompeten-, Posaunen- und Saxophon-Einlagen verströmen Jazz-Feeling pur. Dazu kommen noch an softer Klassik orientierte Streichereinsätze und ab und an sorgt eine Flöte noch für einen Folk-Touch. Aberwitzigerweise schleicht sich auch noch gelegentlich eine Zigeuner-Fidel ein. Frauengesang gegen Ende und gelegentliche Höllenchöre zwischendurch runden das Ganze ab. All' dies passiert des öfteren innerhalb der einzelnen Titel.

Das klingt wüst, oder? Ist es aber gar nicht mal so. Die Songs bewegen sich meist in einem gepflegten Midtempo und, wie gesagt, Pink schafft es, dies alles so organisch zu verbinden, dass man gar nicht auf die Idee kommt, das hier Stilbrüche und -übergänge en masse stattfinden. Auch wenn das ganze Projekt überambitioniert 'bis in die Spitzen' wirkt, gelingt es doch einigermassen die Gratwanderung zwischen allzu konstruierter Musik und einer gewissen Lebendigkeit zu halten. Trotzdem hätte man sich sicherlich noch den einen oder anderen agressiv-schrägen Ausbruch gewünscht, so wirkt das Album manchmal etwas brav. Neben all' den gesungenen Titeln ist vor allem das Instrumental "Kind Of A Blur" ein hinreißendes Stück Musik geworden, welches vor starken Gefühlen geradezu überbordet.

Das Artwork unterstützt die Musik ziemlich perfekt. Ein weiteres Werk im übrigen von Travis Smith (unter anderem tätig für Riverside, Redemption, Deadsoul Tribe, Anti-Depressive Delivery und viele mehr), der sich langsam zu einer Art modernem Roger Dean entwickelt.

Ein sehr spannendes interessantes Debüt für offene Ohren. Fragt sich nur, was das eigentlich für Musik ist? Allzu ausgetretene Pfade werden hier nicht beschritten und es gibt in der Tat eine gewisse gefühlte Nähe zu Acts wie Arcturus oder auch Haggard, auch wenn Subterranean Masquerade so eigenständig daherkommen, so dass diese Vergleiche allenfalls eine vage Richtung andeuten können. Subterranean Masquerade setzen ihre musikalischen Schwerpunkte ein bisschen anders und haben diesen Jazz-Anteil, der den beiden anderen natürlich fehlt.

Hauptschwäche ist sicherlich die Tatsache, dass Tomer Pink zwar als Arrangeur überzeugen kann, aber es nicht so mit den Melodien hat. Daher ist der Einstieg in das Album einigermassen anstrengend und es bleibt quasi nichts hängen, so muss man sich jedesmal wieder von neuem einhören. Und für mich wird deutlich zuviel gegrowlt, aber das mag ja jeder für sich anders sehen. Trotzdem möchte ich, schon wegen des interessanten Stilkonglomerats, eine vorsichtige Empfehlung aussprechen...

Anspieltipp(s): macht eher wenig Sinn, aber vielleicht "No Place Like Home"
Vergleichbar mit: eher wenig, aber eine gefühlte Nähe zu Arcturus oder Haggard gibt's schon, allerdings mit anderen musikalischen Schwerpunkten
Veröffentlicht am: 3.12.2005
Letzte Änderung: 5.12.2005
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Subterranean Masquerade

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2015 The Great Bazaar 12.00 1
2017 Vagabond 9.50 2

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