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24905 Rezensionen zu 17074 Alben von 6653 Bands.
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IZZ

My River Flows

(Tipp des Monats 1/2006)
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2005
Besonderheiten/Stil: Klassikrock / Adaptionen; Neoprog; New Artrock; Rock / Pop / Mainstream; RetroProg
Label: Doone Records
Durchschnittswertung: 11.25/15 (4 Rezensionen)

Besetzung

Tom Galgano Keyboards, lead vocals
John Galgano Bass, guitar, keyboard, lead and backing vocals
Paul Bremner Lead Guitar
Brian Coralian Electronic and Acoustic drums and percussion, programming
Greg DiMiceli Acoustic drums and percussion
Anmarie Byrnes Vocals
Laura Meade Vocals

Tracklist

Disc 1
1. My River Flows 5:29
2. Late Night Salvation 12:17
3. Rose Colored Lenses 3:41
4. Deception 7:17
5. Crossfire 8:33
6. Anything I Can Dream 3:22
7. Abby's Song 3:48
8. Deafening Silence 21:36
Gesamtlaufzeit66:03


Rezensionen


Von: Dirk Reuter @ (Rezension 1 von 4)


Endlich ein neues reguläres Album von der großen Hoffnung des amerikanischen neuen Progressive-Rock.

Die Songs in der Einzelkritik

"My River flows": Der Einstieg zum neuen IZZ-Album klingt so sehr nach "Porcupine Tree", dass ich zunächst dachte, die Plattenfirma hätte die falsche CD in die Hülle gepackt.

"Late Night Salvation": Nach rauhem Start entwickelt sich ein melodischer Song im Stil von "Glass Hammer". Das Stück bietet sogar ein altmodisches Drum Solo - herrlich!

"Rose Colored Lenses": Das sind IZZ, wie man sie von "I move" oder noch eher von"Ampersand" kennt. Kurz, knackig, melodiös.

"Deception": Endlich darf Laura Meade sich die Lead-Vocals mit Tom Galgano teilen. Dass sie eine der besten weiblichen Stimmen im Prog besitzt, darf sie hier eindrucksvoll unter Beweis stellen. Tolles Stück für Anhänger der neueren amerikanischen Bands wie "Glass Hammer ", "Little Atlas" oder "Man on Fire".

"Crossffire": Das beginnt ja fast radiokompatibel. Aus der recht einfachen, fast an die "Beatles" erinnernden Melodie entwickelt sich allerdings ein "Monster", das so auch auf Echolyn´s "The End is beautiful" hätte auftauchen können.

"Anything I can dream" und "Abby´s Song": Diese beiden Stücke dümpeln mit akustischer Gitarre und Liedermacher-Gesang ein wenig vor sich hin. Nett, aber nichts besonderes.

"Deafening Silence": Zum Abschluss der CD eine über 20-minütige Suite. Breitwandkino für die Ohren. Hier zeigen IZZ, was die Band ausmacht: Gefühl für Melodien, herrlich proggige Rhythmuswechsel, glasklarer Gesang -vor allem von Laura Meade und Anmarie Byrnes, die offenbar nun fest zum Ensemble gehören. Wo "Glass Hammer" leicht mal zum Übermaß tendieren, lassen IZZ diesen Longtrack nie langweilig werden. Ein würdiges Ende für eine sehr empfehlenswerte CD. Das bislang beste Werk von Tom Galgano und Co.

Anspieltipp(s): Deafening Silence
Vergleichbar mit: Glass Hammer, Echolyn
Veröffentlicht am: 16.12.2005
Letzte Änderung: 16.12.2005
Wertung: 12/15

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Von: Thorsten Gürntke @ (Rezension 2 von 4)


Der auf Ampersand eingeschlagene Weg von IZZ war mir persönlich zu ruhig und brav. Das neu Album klingt nun auch weiterhin nach IZZ, wenn man auch an Eigenständigkeit eingebüßt hat und viele Anleihen an die Beatles oder den New Artrock durchschimmern lässt. Komischerweise ist mir neulich passiert, dass ich beim Anhören plötzlich Melodien von Echolyn vor mich hin summte, was mir erstmal deutlich machte, wie nah sich beide Bands eigentlich stehen.

Positiv hervorheben möchte ich vor allem die Tatsache, dass endlich die weiblichen Gesangsstimmen mehr Platz bekommen. Dafür hat man sich vom technisch-sterilen Sound von I Move komplett befreit, was ich persönlich sehr schade finde. Das Album klingt an vielen Stellen, nicht nur wegen der weiblichen Stimmen, Gänsehaut-gut und vor allem enorm gefühlvoll. Der Titeltrack rockt höllisch gut los, erinnert dabei sehr an die knackigeren Stücke des ersten Albums. Das geht dann auch so weiter, doch mit fortschreitender Zeit schleicht sich dann die von Ampersand Vol. 1 bekannte Ruhe immer weiter ein. Das allein wäre nicht schlimm, jedoch geht mir immer wieder der Spannungsbogen verloren, weil nichts mehr kommt, was einen wieder aus der Ruhe reißen könnte. Und Longtrack hin oder her - ich halte ihn für zu unreif, zu wenig mitreißend und vor allem im letzten Drittel einfach schlicht für zu ruhig und trällerig. Da reißen auch die Frauen mit ihrem Gesang nichts mehr raus, schade.

So möchte ich nach wie vor behaupten, dass die Band eine Ausnahmeerscheinung in der Proglandschaft darstellt (man höre nur mal in Late Night Salvation rein, mit Drumsolo und Wahnsinnsmelodien - geil!). Leider wächst die abschließende Suite bei mir nicht zu voller Größe an. Vielleicht war ich bisher aber auch einfach noch nicht in der richtigen Stimmung dafür.

Nachtrag: Ach Schreck oh weh. Ich hab mich selten bei einer Rezi derart vertan. Schon nach ein paar Wochen des Hörens findet die CD nicht mehr in den Player, viele Sachen find ich nur noch kitschig und der Longtrack ist nach wie vor ein absolut vermeidbares Stückwerk. Ich lasse die 11-Punkte Wertung mal stehen (weil ich sie im Nachhinein nicht ändern mag), würde aber zur Zeit maximal 9 aussprechen.
Anspieltipp(s): Late Night Salvation, Rose Colored Lenses
Vergleichbar mit: Echolyn meets New Artrock
Veröffentlicht am: 16.12.2005
Letzte Änderung: 10.2.2006
Wertung: 11/15

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Von: Christian Rode @ (Rezension 3 von 4)


Während ein Kollege auf diesen Seiten bereits mutmaßte, dass IZZ mit I Move "erwachsen" geworden wären, stellt sich das Vorgängeralbum von My River flows nunmehr eher als ein Abstecher in die experimentierfreudige Jugendphase dar. Mit My River flows setzen IZZ erneut genau da an, wo sie 1999 mit Sliver of a Sun aufhörten: sie spielen sehr amerikanisch einen hochmelodischen und kraftvollen Retro-Prog wie er ähnlich durchdacht und verspielt zugleich von Bands wie Spock's Beard, Echolyn oder auch Salem Hill in den vergangenen Jahren dargeboten wurde.

Mithin also klingt My River Flows wie die ausgereiftere Version des Debuts. Konsequenterweise wird auch der weibliche Gesang wieder verstärkt eingesetzt, was das Gesamtbild positiv auflockert. Nicht so gelungen sind mitunter die etwas quietschigen Keyboards.

Mit My River Flows beweisen IZZ erneut, dass sie Retro-Prog mit wundervollen Melodien in energiegeladenen Arrangements spielen können (My River flows oder Rose Coloured Lenses), aber auch bei einfacheren Songs glänzen sie durch satte, aber keinesfalls süßliche Melodieseeligkeit (Anything I can dream). Ähnlich wie Thorsten empfinde ich aber durchaus auch einige Längen bei dem im Kern recht hübschen Longplayer am Schluss. Wie andere US-Retro-Bands auch zeigen IZZ ihre Stärken eher in der kurzen Form. Insgesamt ein Album, das IZZ weiterhin zu den heißen Tipps amerikanischen Retro-Progs zählen lässt.

Anspieltipp(s): My River flows, Anything I can dream
Vergleichbar mit: Spock's Beard, Echolyn, Salem Hill
Veröffentlicht am: 18.12.2005
Letzte Änderung: 10.12.2012
Wertung: 11/15

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Von: Thomas Kohlruß (Rezension 4 von 4)


Der Vergleich von IZZ und Glass Hammer lässt mich, der ich beide Bands sehr schätze, schon ein bisschen schmunzeln. Möglicherweise würden das beide Seiten gleichermassen despektierlich empfinden und mindestens den IZZ-Fans treibt es wahrscheinlich Angstschweißperlen auf die Stirn ;-)

Die "Hoffnung des Modern-Prog" entwickelt sich auf ihrem neuesten Werk allerdings in der Tat in eine vielleicht nicht erwartete Richtung. In wie weit sich das schon auf dem Übergangsalbum "Ampersand Vol. 1" angedeutet hat, weiss ich nicht, weil ich es nicht kenne und besitze. Ich kannte bisher nur "I Move" vom Galgano-Clan und da hätte ich eine Weiterentwicklung hin zu mehr modernen, "technischeren" Elementen erwartet, äh, erhofft.

Aber das ist nicht der Fall, IZZ gehen mehr in Richtung RetroProg denn je. Und da nähern sie sich für mich am ehesten Echolyn, um auch mal einen Vergleich zu strapazieren. Gelegentlich lugt an einigen Stellen noch Yes aus verschiedensten Phasen (akustische Gitarren ala Steve Howe, Chorgesänge ala Yes-West...) um die Ecke. Und teilweise heftig jaulende und quietschige Keyboards sorgen für einen ordentlichen Schuß NeoProg.

Der Einstieg in "My River Flows" ist mit dem fast schon hardockigen Titelsong und dem ausladenden RetroProg-Kracher "Late Night Salvation" mit einem Drums- / Percussion-Solo als Höhepunkt hammerhart. Das setzt allerdings auch Erwartungen, die bei mir in der weiteren Folge dann den Eindruck eines leichten Durchhängers entstehen lassen.

"Rose Colored Lenses" beschwört dann nochmals den melodiösen RetroProg mit Orgelklängen und cleanen E-Gitarren. Aber dann kommt eine Folge von Songs, die eher so in die Richtung melodischer Rock mit proggigen Einsprengseln tendieren. "Deception", mit einem ziemlich verblüffenden Umschwung zur Liedmitte, wenn Laura Meade ins Geschehen eingreift, "Crossfire" und "Anything I Can Dream" sind nett, aber nicht bissig genug. IZZ machen für mich hier vor allem aus ihrem Doppel-Drum-Set zuwenig, während Gitarre und Keys schon zu guter Form auflaufen. Wobei zumindest "Crossfire" schon auch einen coolen Instrumentalpart hat. Ausserdem spielen IZZ auf typisch amerikanische Weise mit einem Füllhorn angenehmer Melodien. Mit "Abby's Song" folgt allerdings die Art von schrammeligem Singer-Songwriter-Stoff, den ich nicht besonders mag. Für mich der Schwachpunkt des Albums.

Zum Abschluss dann ein Longtrack von über 21 Minuten. Nun ja, wie bei Echolyn finde ich, dass IZZ nicht gerade geboren sind, lange Songs zu schaffen. Für mich hat die Band ihre Stärke in den eher knackigen, kürzeren Songs, die mit ordentlich Groove gut abgehen. "Deafening Silence" mäandert mir ein bisschen zu stark und ziellos zwischen all den Stilen, die IZZ so ausmachen. Das ist wahrhaftig nicht schlecht und hat auch einige tolle Momente, z.B. wenn zur Mitte des Songs Keyboard, Gitarren, Drums mehrmals sozusagen auf den Hörer einschlagen, aber so richtig zünden will dieses Werk in meinen Ohren nicht. Der Gesang der beiden Mädels klingt für mich des öfteren stark nach Ayreon. Und okay, dieser Track hat vielleicht tatsächlich Berührungspunkte mit Glass Hammer, wenn man mal "Behind The Great Beyond" (vom "Shadowlands"-Album) als Beispiel nimmt.

Aber vorsichtig: Das klingt jetzt vielleicht negativer, als es gemeint ist. Man neigt bei Bands, mit denen man grosse Hoffnungen verbindet, immer dazu etwas kritischer zu sein, als nötig. Ich hatte einfach eine andere Entwicklung für IZZ vor Augen. "My River Flows" ist zwar nicht das erhoffte Meisterwerk, aber in jedem Fall ein sehr schönes Album geworden, welches ich jedem Fan von RetroProg mit modernem Charakter nur ans Herz legen kann.

Im übrigen gewinnen IZZ auch den Preis für sympathische Underdog-Lyrik mit der Zeile "throw down your books / trade in your thoughts / for the sweet smell of failure..." ("Crossfire").

Anspieltipp(s): My River Flows, Late Night Salvation, Rose Colored Lenses
Vergleichbar mit: IZZ goes Echolyn (und nimmt 'ne Prise Yes dabei mit)
Veröffentlicht am: 18.12.2005
Letzte Änderung: 18.12.2005
Wertung: 11/15
"Late Night Salvation" alleine 14

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von IZZ

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1999 Sliver of a Sun 11.33 3
2002 I move 12.33 3
2004 ampersand volume 1 10.00 1
2007 Live at NEARfest 10.00 1
2009 The Darkened Room 11.67 3
2011 IZZ LiVE 8.00 1
2012 Crush of Night 12.00 1
2015 Everlasting Instant 10.00 2
2016 Ampersand Vol. 2 9.00 1

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