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Violent Silence

Kinetic

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2005
Besonderheiten/Stil: Moderne Electronica; RetroProg
Label: Progress Records
Durchschnittswertung: 10.67/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Phillip Bastin bass
Hannes Ljunghall keyboards
Björn Westén keyboards
Bruno Edling vocals
Johan Hedman drums

Tracklist

Disc 1
1. Morning Star 2:16
2. Kinetic 7:13
3. Torrential Rains 6:20
4. Night Lights 1:45
5. Sky Burial 8:12
6. Subzero 4:01
7. Quiet Stalker 18:01
8. Homesick 2:24
Gesamtlaufzeit50:12


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß (Rezension 1 von 3)


Gegen Ende des Jahres schmeissen die Schweden Violent Silence noch ein Album über den Zaun, welches ich - nach einer gewissen Anlaufzeit - noch als einen Kanditaten für meine persönliche Jahres Top 10 werten möchte.

Das Debüt aus 2003 habe ich leider verpasst, umso überraschter bin ich vom neuen Versuch "Kinetic". Die Band hat sich mit einem zweiten Keyboarder verstärkt, ansonsten ist die Truppe vom Debüt noch komplett zugange.

Vier hoch energetische, verspielte Kompositionen werden von ruhigen Intro, Outro und einem melancholischen Zwischenspiel eingerahmt. Der ruhige Einsteiger wiegt den Hörer noch in Sicherheit, aber nur bis mit Trommelgetöse das Titelstück losbricht. Eine Urgewalt fegt über den Hörer hinweg und alles was nicht niet- und nagelfest ist wird mitgerissen.

Der Bass spielt dröhnende, flinke Läufe und das Schlagzeug legt einen hibbelig-virtuosen Grooveteppich, der sich gewaschen hat. Das wird bei allen längeren Kompositionen so durchgehalten, ausser beim ganz langen Longtrack "Quiet Stalker", der auch ein paar relaxtere Passagen enthält. Drummer Hedman ist der heimliche Star des Albums.

Die melodietragenden Instrumente sind natürlich die beiden Keyboards, die weite Flächen und ausladende Klanggebirge aufbauen, aber auch in schnelle, vertrackte Soli ausbrechen. Als Besonderheit kommt dabei häufig eine abgefahrene elektronische Percussion hinzu, die immer wieder authentisch klingende Marimba- / Vibraphonpassagen einspielt. Dazu kommen diverse elektronische Effekte und Wabergeräusche, was alles zusammen ein sehr eigenwilliges und kurioses, aber ungemein faszinierendes Klangbild ergibt.

Irgendwie ist mir erst beim x-ten Hören aufgefallen, dass es hier gar keine Gitarre gibt. Aber sie wird auch kein bisschen vermisst... Trotz aller Keyboard-Dominanz liegt eindeutig ein groovendes Rockalbum vor.

Den letzten Schliff bekommt dieses ungewöhnliche Album von Sänger Edling, der immer ein bisschen neben der Spur zu liegen scheint. Aber mit diesem leicht jazzig wirkenden Gesangslinien setzt er die schrägen Akzente, die das Album vor allzuviel Wohlklang bewahren.

"Kinetic" trägt sicherlich Inspirationen von Bands wie UK oder ELP in sich, aber Violent Silence kreieren ihre ganz eigene Klangwelt und die klingt ebenso modern wie zeitlos.

Anspieltipp(s): Kinetic
Vergleichbar mit: vage Anklänge an UK und ELP, aber ansonsten ist das ein komplett eigenes Ding
Veröffentlicht am: 26.12.2005
Letzte Änderung: 26.12.2005
Wertung: 12/15

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Von: Andreas Pläschke @ (Rezension 2 von 3)


Endlich mal eine Band mit zwei Keyboardern, die ihr Arsenal nicht zum bombastischen Overkill benutzen. Ich kannte die Schweden bisher nicht, aber zumindest auf instrumenteller Seite können sie mich meistens begeistern.

Was ungewöhnlich ist, aber gerade den speziellen Reiz der Band für mich ausmacht, ist die häufige Nuztung der Keyboards als Rhythmusinstrumente. Es gibt recht wenig wirkliche Melodielinien für zwei Keyboarder, öfter nutzen sie die Instrumente in Form von schnellen Vibraphon- und Marimbaklängen. Auch die "echten" Keyboardklänge kommen als Hochgeschwindigkeitsmuster daher. Wirklich "klassischer Keyboardeinsatz" mit ausufernden Melodielinien gibt es eigentlich nur im Longtrack "Quiet stalker", der mich auch am meisten an eine andere Band, hier nämlich CAMEL, erinnert. Ansonsten bieten sie sehr eigenständige Kompositionen, rau, schnell und leicht angejazzt. Der Vergleich mit U.K. (die 2. Besetzung) kommt mir daher auch in den Sinn.

Was mich stört, ist der Sänger. So lange die Titel schnell sind und er mit etwas mehr Inbrunst singt, hat er eine brauchbare Stimme. Für mich nicht weltbewegend gut, aber anhörbar. So bald die Band aber einen Gang runterschaltet (wie im erwähnten Longtrack, aber auch beim Opener "Morning star") fängt er an zu "leiern". Hier klingt er mir zu gleichförmig kraftlos, die Töne ziehen sich ohne Ausdruck und Klang dahin. Hier sollten sie schnellstens Abhilfe schaffen.

Ansonsten aber eine hörbare CD mit wirklich guten Ansätzen.

Anspieltipp(s): Torrential Rains, Subzero
Vergleichbar mit: UK, Camel, Gentle Giant
Veröffentlicht am: 19.1.2006
Letzte Änderung: 26.1.2006
Wertung: 9/15
Punktabzug wegen dem Sänger ;-)

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Von: Christian Rode @ (Rezension 3 von 3)


Einspruch, Andreas! Gerade die "leiernden" Vocals von Bruno Edling machen nach meinem Empfinden zusammen mit dem rhythmusbetonten Keyboardspiel und dem Verzicht auf E-Gitarren gerade das Besondere der Musik von Violent Silence aus (vgl. auch meine Rezi zum Debut). Es wäre wirklich verdammt schade, wenn dieser Indie-Touch, der gerade durch die Vocals in die Musik von Violent Silence reinkommt, verschwinden würde.

Ansonsten setzt Kinetic konsequent das fort, was bereits auf dem Debut geboten wurde. Vielleicht etwas zu konsequent, da man die fast dreieinhalb Jahre zwischen den Aufnahmezeiten der Scheiben kaum bemerkt, trotz des zusätzlichen Keyboarders Björn Westén. Außer vielleicht beim Longplayer, wo sie so richtig die "Prog-Sau" rauslassen. Auch Kinetic ist wieder voller Schwermut und Energie. Und beweist wiederum, dass die E-Gitarre - konsequent gedacht - im Prog nicht gebraucht wird.

Wer das Debut verpasst hat, sollte hier zugreifen. Violent Silence sind mit ihrer ganz speziellen Mischung aus wavigem Indie und Retro-Prog immer noch was Besonderes.

Anspieltipp(s): Subzero, Quiet Stalker
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 19.1.2006
Letzte Änderung: 27.8.2013
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Violent Silence

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2003 Violent Silence 11.50 2
2013 A Broken Truce 10.33 3

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