Kundabuffer
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Arik Hayat |
Composition, Keyboards, Recorder, Vocals |
| Elad Abraham |
Composition, Guitar, Recorder |
| Ori Ben-Zvi |
Guitars, Guitar Solos |
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| Dan Carpman |
Bass, Vocals |
| Boris Zilberstein |
Drums |
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Gastmusiker
| Ilan Salem |
Flute (1, 3, 4) |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Patterns
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3:34
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| 2. |
Happy War Holiday
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8:05
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| 3. |
Bird
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3:41
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| 4. |
Grapefruit
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8:49
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| 5. |
Six
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4:07
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| 6. |
Zona
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8:06
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| 7. |
Too Much
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4:54
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| 8. |
Grapefruit Variations
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10:56
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| Gesamtlaufzeit | 52:12 |
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Rezensionen

Wieder einmal ein mehr als schwer zu kategorisierendes Album. Fein! Denn auch Sympozion beweisen, dass in Sachen Prog das letzte Wort noch nicht gesprochen ist. Denn Prog ist "Kundabuffer" definitiv: windungsreiche, detailreich ausgearbeitete, wenn auch meist kompakte Kompositionen mit komplexen, eng verschlungenen Gitarren-Linien, gelegentlichen, sanften Ausflügen in klassizistische Passagen, unterstützt von Blockflöten- und Querflöten-Tupfern und dazwischen mal ein jazzig(rockig)es Solo oder zwei.
Dafür, dass dies alles in schlankem, glasklaren Hochglanz-Klang präsentiert wird, ist Sympozion-Landsmann Udi Koomran (Present, 5 UU's, Ahvak) verantwortlich, der seit einiger Zeit im AvantProg-Bereich einer der begehrtesten Soundmagier geworden ist. Das soll aber nicht heißen, dass es auch hier kompromisslos schräg zur Sache geht. Zwar gibt es in Sachen allgemeiner Komplexität und in einigen kantigen Passagen durchaus Anklänge an Gruppen in der RIO-Nachfolge, die aber durch sicher ebenso viele melodisch-schwärmerische Passagen konterkariert werden. Ebenso hört man Echos von Gentle Giant (die oben erwähnten klassik-artigen Ausflüge, insbesondere, wenn auch die Blockflöten im Spiel sind sowie manche polyphone Spielereien) oder auch den Einfluß der "Discipline"-King Crimson, ohne dass man jedoch definitiv sagen könnte: hier wurde von dem-und-dem abgekupfert. Diese Eigenständigkeit gereicht Sympozion sehr zum Vorteil und ist mehr als lobenswert. Wenn ich mir als Rezensent einen (allerdings arg hinkenden) Vergleich erlauben darf: man stelle sich - zumindest phasenweise - deutlich verspieltere Gordion Knot vor, allerdings minus jeglicher Anklänge metallischen Hintergrunds.
Das führt zum einzigen eigentlich Kritikpunkt (der gelegentliche, aber vergleichsweise seltene Gesang ist sehr unauffällig, aber ansich nicht schlecht) an "Kundabuffer": auf die ganze Dauer einer CD dürfte für mich auch mal ein heftigerer Ausbruch kommen, etwas mehr "Rotz". Die Stücke sind allesamt so feinsinnig-ziseliert (auch in den Solopassagen etwa), dass ein gewisser Plätscherfaktor trotz aller Komplexität und Verspieltheit nicht zu verleugnen ist. Hier besteht noch Potential nach oben.
Trotzdem: für Freunde gepflegten Nobelprogs abseits der üblichen Kategorien wie RetroProg, NeoProg, ProgMetal aber auch AvantProg sollten Sympozion mit ihrem eigenständigen Stil zwischen den Stühlen eine echte Empfehlung sein.
| Anspieltipp(s): |
egal |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
16.1.2006 |
| Letzte Änderung: |
16.1.2006 |
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"Kundabuffer" ist sicherlich eines der seltsamsten Alben, welches mir in letzter Zeit untergekommen ist. Damit meine ich ganz bestimmt nicht "seltsam" im Sinne von "schräg", sondern "seltsam" im Sinne von "eigenwillig", "eigenständig", "ungewöhnlich"...
Die Israelis Sympozion legen mit ihrem Debüt gleich ein reifes Werk vor. Stilistisch ist die Musik, die hier geboten wird, für mich kaum fest zumachen. Am ehesten klingt das für mich, wie wenn eine Jazz-Combo beschlossen hätte, nun auch mal progressive Rock zu spielen und dementsprechend komplexe Arrangements komponiert hat. Aber bei der praktischen Umsetzung fallen sie dann doch wieder in ihre "alten" Jazz-Idiome zurück und so klingen die Soli eben eher jazzig-schräg denn rockig. Und so dominiert ein eher locker-flockiger Wohlklang die Songs, denn rotziger Rockhärte. Gelegentliche Ausbrüche bestätigen hier mal wieder die Regel.
Aber das tut dem Ganzen keinen Abbruch. "Kundabuffer" ist ein ausgesprochen schönes, unterhaltsames Album geworden, von dem ein ganz eigener Charme ausgeht, dem zumindest ich mich nicht entziehen kann. Eine solche Kombination von jazz-rockigen und dann doch wieder symphonischen Parts habe ich noch nicht oft gehört ("The Way Up" von der Pat Metheny Group tendiert ein bisschen in eine ähnliche Richtung, um mal einen Vergleich zu wagen). Und das Album verfügt über einen ziemlich geschickten Spannungsbogen, so dass spätestens am dem vierten Track "Grapefruit" die Schraube der Komplexität und Verspieltheit immer mehr angezogen wird, bis das alles in die ausladenden "Grapefruit Variations" gipfelt und den Hörer entsprechend gutgelaunt zurücklässt.
In der Tat hat Kollege Udo sehr recht, wenn er meint, dass dem Album der eine oder andere etwas heftigere Ausbruch gut zu Gesicht gestanden hätte. Mich stört auch der Gesang etwas mehr, auf diese eher süsslich-schmalzigen Einlagen (kaum zu ertragen in "Bird", was allerdings ohnehin der schwächste Titel auf dem Album ist) hätte die Band lieber verzichten sollen. Die gelegentlichen Flöteneinlagen sind sicherlich auch ein bisschen eigenwillig. Aber dies sind nur kleine Schwachpunkte in einem ansonsten rundum empfehlenswerten Werk. Nebenbei ist Soundmagier Koomran mal wieder ein Referenzwerk für transparenten Klang gelungen.
Prog is not dead, it just smells funny? Oder so....
| Anspieltipp(s): |
Patterns |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
12.2.2006 |
| Letzte Änderung: |
12.2.2006 |
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Es sind ja schon viele Einflüsse genannt worden, von denen mir z.B. auch der Crimson-Sound der 80-er oder gelegentliche Ausflüge ins Klassische aufgefallen sind. Einer fehlt mir allerdings bislang, einer der sich mir eigentlich unmittelbar aufdrängte: Canterbury. Kundabuffer hören sich für mich häufig ziemlich Canterbury an. Nur vielleicht noch leichtfüßig-federnder, sonnendurchfluteter. Und dabei klingen die Israelis oftmals auch recht englisch. Auch wenn das Zion im Namen der Band versteckt ist...
Ähnlich wie manche Canterbury-Sachen wird der verspielte, weiche Jazzrock zuweilen – bei aller bereits vermerkten feinsinnigen Ziseliertheit – etwas gefällig. Das empfinde ich jedoch nicht als Schwachpunkt. Es stört mich auch nicht, dass die Stücke bei aller Fröhlichkeit, die sie ausstrahlen, sehr diszipliniert erscheinen. Den vermutlich hebräischen Gesang, der manchmal irgendwie französisch klingt, finde ich auch sehr geschmackvoll. Und es reicht mir auch, wenn Sympozion im wesentlichen eine Stimmungslage technisch versiert und ideenreich variieren. Wenn ich auf grundsätzlich andere Stimmungen Wert lege, lege ich andere Alben auf.
Bei allen vorhandenen Anleihen ist die Musik von Sympozion auf Kundabuffer wirklich eigenständig und eine bemerkenswerte Bereicherung des Prog auf der angejazzten Schiene.
| Anspieltipp(s): |
Bird, Grapefruit |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
1.3.2006 |
| Letzte Änderung: |
1.3.2006 |
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Von: Fix Sadler (Rezension 4 von 4)

Getreu dem Motto: "Man muss ja nicht alles mögen"; möchte ich von meiner Seite aus bestätigen, dass es sich bei dem Debut der Israelis um ein handwerklich gutes, durchaus farbiges Album handelt.
Bei mir setzt der von Udo beschriebene "Plätschereffekt" nur dummer Weise schon beim zweiten Lied ein - und das ist keine besonders gute Grundlage für Spiel, Spass und Freude. Ich mag die Flötentöne, die mich aus dem "Dämmerzustand" immer wieder ein bisschen rausreissen. Ansonsten hat das auch was von 60er Jahre FlowerPower Mucke. Alles ist so friedvoll und hell und strahlend. Gerade bei den Gesangsstücken geht mir das wirklich auf den Keks. Darüber hinaus mag ich den Schlagzeugsound überhaupt nicht, der klingt mechanisch und unecht. Udi Koomrans Sound-Magie hin oder her, es scheint, ich könne dem guten Mann wenig abgewinnen.
Mir gefällt bei den gesuchten Genre-Zuordnungen Christians Canterbury-Vergleich am Besten. Die Hinweise auf RIO, bzw. Jazz sind aber auch für mich ok. Hier schliesst sich der Kreis, denn in all diesen Sparten habe ich weitgehend schlechte Erfahrungen gemacht (Ausnahmen bestätigen die Regel). Deshalb wundert es mich auch überhaupt nicht, dass mir die Platte wenig gibt.
Ein Kumpel von mir meinte mal, er möge "ziellose" Musik überhaupt nicht. Kundabuffer finde ich überaus ziellos. Die Platte fängt nett an, bietet dann allerhand "ziselliertes" Rumgemusiziere und endet irgendwann... Zwischendurch habe ich bestenfalls mal mit einer Wimper gezuckt, weil so eine Blockflöte ja immer ganz nett klingt.
Muss ich nicht haben!
| Anspieltipp(s): |
Happy War Holiday |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
17.4.2006 |
| Letzte Änderung: |
18.4.2006 |
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