Eigentlich reicht ein einziges Wort, um diese Scheibe zu beschreiben: WÜRG! Aber mal der Reihe nach: schon auf dem Vorgänger "Razzia" hatte sich das Fehlen von Keyboarder Volker Kahrs unangenehm bemerkbar gemacht, nun ist auch noch Schlagzeuger sowie Haupt-Ideen- und Gag-Lieferant "Eroc" ausgestiegen, und das wirkt sich mindestens ebenso negativ aus. Schon "Razzia" zeigte in einigen Songs eine Tendenz zu Betroffenheitsgesülze, aber "Kinder und Narren" stellt das alles locker in den Schatten. Und während auf "Razzia" wenigstens hin und wieder noch halbwegs ordentlich gespielt wird, sind hier in weinerlichem Tonfall gejaulte Ergüsse wie "Hundert Indianer spielen nicht den Held / Gar nichts zu verlieren - sie sind noch sie selbst" (aus "Paradox") von völlig einfallslosem Synthie-Pop-Gedudel begleitet.
"Begrabt die Village People an der Biegung des Flusses" forderten Grobschnitt einige Jahre zuvor. Nach dieser Platte hätten sie sich vielleicht selber dort verbuddeln sollen. Oder besser noch vorher, dann wäre der Menschheit viel erspart geblieben (siehe auch "Fantasten").
Anspieltipp(s):
Jeder beliebige Titel eignet sich zur Abschreckung