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Joe Byrd and the Field Hippies

The American Metaphysical Circus

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1969 (re-release 2005)
Besonderheiten/Stil: Folk; Jazz; Psychedelic
Label: Columbia
Durchschnittswertung: 13/15 (1 Rezension)

Besetzung

Joseph Byrd organ, electronic synthesizer, conductor
Dana Chalberg flute, piccolo
Pot conductor, piano, harpsichord
Ted Greene guitar
John Clauder drums, percussion
Gregg Kovner drums, percussion
Fred Selden saxes, clarinet, flute
Tom Scott saxes, clarinet, flute
Meyer Hirsch saxes, flute
Don Kerian trumpet, cornet
Ed Sheftel trumpet, flügelhorn
Chuck Bennett bass trombone
Ray Cappochi tenor trombone, tuba
Susan de Lange lead and electronical voice
Victoria Bond lead voice
Christie Thompson lead voice
Roger Phillip assistant to Joseph Byrd

Gastmusiker

Ernie Anderson announcer
Michael Whitney classical guitar
Larry Kass tabla

Tracklist

Disc 1
1. The sub-sylvian litanies

1. Kalyani 3:51
2. You Can't Ever Come Down 3:02
3. Moonsong: Pelog 3:47

2. American bedmusic I - Four dreams for a departing president

1. Patriot's Lullabye 2:44
2. Nightmare Train 3:23
3. Invisible Man 3:31
4. Mister 4th Of July 1:47

3. Gospel music for Abraham Ruddell Byrd III

1. Gospel Music 4:30

4. The southwestern Geriatrics arts and crafts festival

1. The Sing-Along Song 4:04
2. The Elephant At The Door 5:13
3. Leisure World 2:36
4. The Song-Along Song (reprise) 0:48

Gesamtlaufzeit39:16


Rezensionen


Von: Andreas Pläschke @


Diese LP ist für mich so was wie der „heilige Gral“, auf dessen Suche ich war. 1975 hatte ich sie während einer Klassenfahrt in Berlin (ich kam aus der tiefsten Provinz!) in den Händen, allerdings schreckte mich die geballte Ladung diverser Blasinstrumente vom Kauf ab – ICH IDIOT!!!!! Die kurzfristige Wiederauflage als CD bekam ich ebenfalls nicht mit und diverse Angebote bei Auktionen waren einfach zu teuer. Und nun entdeckte ich ein erneutes LP-Re-Release zufällig beim Stöbern im Netz. Und so kam sie für knapp 15,00$ inkl. Porto nach gut 30 Jahren doch noch in meine Hände. Die Quest ist zu Ende.

Nach dem Ende von „The United States of America“ gründete deren Leader Joseph Byrd diese Truppe, um ein weiteres Meisterwerk der späten „Psychedelic“ aufzunehmen. Der Stil der Vorgängerband wird beibehalten und doch aufgrund der größeren Besetzung um einige Schmankerl angereichert. Eingeteilt sind die einzelnen Titel in vier übergeordnete „Konzepte“.

„Kalyani“ eröffnet psychedelisch-schwebend mit Orgel, Synthesizer und verfremdeten Stimmen die erste LP-Seite. Im Laufe der knapp vier Minuten ändert sich das Ganze über einen indisch-geprägten Titel mit Flöte, Tablas und passend verfremdeten Leadvocals zu mehrfach übereinandergelagertem Sprechgesang „waiting to die“, der zum nächsten Titel überleitet. Der ist ein psychedelischer Rocksong mit jazzigen Bläsern. Mit „Moonsong“ wird es engelsgleich: sanfte Flöten und ein ebensolcher Gesang von Susan de Lange mit spartanischen Rhythmen und Effekten und einem leichten Indiatouch lassen einen träumerisch zum Mond fliegen. Textlich ist dieser Song aber wie sein Vorgänger deftig.

Die „amerikanische Bettmusik“ wird mit einem elegischen Schlaflied eingeläutet - klassischer Chor im Hintergrund inbegriffen. Textlich werden die alten, besseren Zeiten beschworen. Aber der Alptraum naht schon im zweiten Stück. Auch dieses Stück ist rockig mit kräftigen Bläsereinlagen. „Invisible man“ erinnert leicht an „HAIR“, zumindest in den männlichen Leadvocals. Allerdings gibt es als Schmankerl eine tolle Orgel, die den Musicaleindruck locker hinwegfegt. Der letzte Titel von Seite 1 kommt Mono und schlagermäßig im Stil der 40er Jahre aus der Auslaufrille, wie aus einem alten Grammophon.

Insgesamt steht diese LP-Seite sehr im Zeichen der Psychedelic von USA, allerdings erweitert mit diversen Bläsern.

Seite 2 ist weniger psychedelisch, sondern fast schon amerikanisch traditionell. Der Gospel ist instrumental mit Brass-Sektion, Piano und Orgel, allerdings etwas langsam für einen solchen. Das paßt allerdings zum Festival.

Hier wird ein „Quasi-Live-Eindruck“ erzeugt. Der Ansager betritt die Bühne und ein kleiner gemischter Chor singt zur Begrüßung ein nettes „Sing-Along“. Die Band setzt auch ein und es beginnt das Kurkonzert ;-). Der Elefant in der Tür ist aber wieder ein Rocker mit klirrenden Gitarren. Mich erinnert er anfangs an die frühen Jefferson Airplane. Byrd baut im Gegensatz zu diesen diverse Zwischenstücke ein, die zwischen Jimmy-Smith-Orgel und angejazzten Gitarrenlinien pendeln. Und wie gehabt sind die Texte wieder bitterböse. „Leisure Suite“ ist ein kurze Geschichte über Harry und sein Einzug in die „Leisure Suite“, die mit einem Traditional unterlegt wird. Hier werden die Wohltaten einer Seniorensiedlung angepriesen. Am Ende stöhnt aber einer der beglückten Senioren so grauenvoll, das es mit dem wohligen Leben nicht so weit her sein kann, obwohl das Reprise des „Sing-Along“ auf einer Spieluhr einen anderen Eindruck zu erzeugen vermag. Makaber ist das ganze Stück.

Was bleibt noch zu sagen: man merkt, dass Byrd ausgebildeter Musiker und Komponist ist. Noch stärker als beim Vorgängerkonzept verwebt er diverse amerikanische Stile zu einer Einheit. Neben USA eine der besten Psychedelikplatten, die ich kenne, wobei besonders Seite 1 die Traditionalisten des Genres begeistern kann. Seite 2 ist mehr für Freunde skurriler Konzepte.

Nachtrag Dezember 2007: inzwischen gibt es auch wieder eine gutklingende CD-Version. Wie lange, kann ich nicht sagen. Interessierte sollten daher schnell zugreifen.

Anspieltipp(s): die ersten drei Stücke
Vergleichbar mit: United States of America
Veröffentlicht am: 14.2.2006
Letzte Änderung: 6.12.2007
Wertung: 13/15

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