The Spotlight Kid
|
|
Informationen
Allgemeine Angaben
|
|
| Label: |
|
| Durchschnittswertung: |
9/15 (1 Rezension) |
|
Besetzung
| Don "Captain Beefheart" Van Vliet |
voice,harmonica |
| Art "Ed Marimba" Tripp |
drums,percussion,piano,harpsichord |
| Eliot "Winged Eel Fingerling" Ingber |
guitar on 5 |
|
| Mark "Rockette Morton" Boston |
bass,rhythm guitar |
| John "Drumbo" French |
drums |
| Bill "Zoot Horn Rollo" Harkleroad |
guitar |
|
Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
I'm Booglarized You Baby
|
4:34
|
| 2. |
White Jam
|
2:56
|
| 3. |
Blubber 'n Smoke
|
2:47
|
| 4. |
When It Blows Its Stacks
|
3:41
|
| 5. |
Alice In Blunderland
|
3:56
|
| 6. |
The Spotlight Kid
|
3:21
|
| 7. |
Click Clack
|
3:31
|
| 8. |
Grow Fins
|
3:31
|
| 9. |
There Ain't No Santa Claus On The Evenin' Stage
|
3:12
|
| 10. |
Glider
|
4:35
|
| Gesamtlaufzeit | 36:04 |
|
|
Rezensionen

Die Zeit nach den Meisterwerken "Trout mask replica" und "Lick my decalls off, baby" war von einer Richtungssuche geprägt. Don "Captain Beefheart" Van Vliet wollte sich nicht wiederholen, er wollte neue Wege ausprobieren. Zunächst einmal gab er sein Saxophonspiel auf, weil er Angst hatte, die Hörer könnten anfangen, dieses zu ernst zu nehmen. Ein gutes Beispiel für die seltsamen Gedankengänge eines Captain Beefheart.
"The Spotlight Kid" ist weder so kommerziell und gefällig geworden, wie das Frontcoverfoto des Captains suggeriert (die ehemaligen Bandmitglieder haben sich später beklagt, die auf dem Foto abgebildeten Kleider des Captains hätten ein kleines Vermögen gekostet), noch so extrem schräg, wie man nach den abstrakten, von Captain gemalten Bildern seiner Mitmusiker urteilen könnte. Die Musik des Albums liegt interessanterweise irgendwo dazwischen. Es ist ein, verglichen mit vorigen Alben, relativ zugänglicher Bluesrock, der aber immer noch um progressive Elemente, wie vertrackte Rhythmen oder komplexe Arrangements erweitert wurde. Man hört oft Marimba, ein Instrument, das vielen Rockhörern erst durch Zappa bekannt wurde.
Die Botschaft des Titels "The spotlight kid" konnte zusammen mit dem irreführenden Coverbild nur ironisch gemeint sein, beinhaltet die Platte doch auffallend schwermütigen Gesang und einige bissig-ironische Texte von Beefheart, so dass die Platte sogar als manisch-depressiv beschrieben wurde.
In "Grow fins" droht Captain seiner ex-Geliebten an, sich Flossen wachsen zu lassen und zurück ins Wasser zu gehen. (Sowas wäre anderen Bluesrocksängern mit Hang zu dramatischen Trennungsgeschichten nicht eingefallen...) Depressiv zu sein, gehörte schon immer zu erklärten Zielen des Blues, aber die auf manchen Stücken von "The spotlight kid" feststellbare manisch-trancige Note war damals wohl etwas Neues.
| Anspieltipp(s): |
|
| Vergleichbar mit: |
|
|
| Veröffentlicht am: |
17.2.2006 |
| Letzte Änderung: |
17.2.2006 |
|
|
|
Zum Seitenanfang
Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Captain Beefheart
Zum Seitenanfang
|