Harmagedon
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Volcano Records |
| Durchschnittswertung: |
5/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Keith Emerson |
keyboards on 2,5,7,9,11,12 |
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| Nozomu Aoki |
music on 1,4,6,8,10 |
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Gastmusiker
| Rosemary Butler |
vocals on 7 |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Harmagedon
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3.05
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| 2. |
Theme of Floi
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3.35
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| 3. |
Toccata & Fugue In D Minor
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3.31
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| 4. |
Saionikusu Princess
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2.14
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| 5. |
Joe and Michiko
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2.42
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| 6. |
Yomigaeru Shimel
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3.55
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| 7. |
Children of the light
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3.56
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| 8. |
Genma Hooko
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1.47
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| 9. |
Sonny's skate state
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4.15
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| 10. |
Horuka naru toki
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2.07
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| 11. |
Zamedy Stomp
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2.58
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| 12. |
Challenge of The Psionic Fighters
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4.10
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| Gesamtlaufzeit | 38:15 |
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Rezensionen

Für "Harmagedon", eine japanische Trickfilmserie, hat Keith Emerson 1983 sechs sehr unterschiedliche Solostücke beigesteuert. Es gibt mindestens zwei Ausgaben mit dem "Harmagedon"-Soundtrack: eine englische LP, die außerdem noch Musik zum Film China Freefall beinhaltet und eine japanische CD, die sich vollständig der Soundtrackmusik von "Harmagedon" widmet. Die restliche Musik stammt hier von einem japanischen Komponisten Nozomu Aoki, dessen Orchesterstücke bestenfalls einem Musikfilm-Durschschnitt entsprechen.
Einige der Emerson-Keyboardstücke zu "Harmagedon" wirken ungewohnt dezent, beinahe romantisch. "Sonny skate state" (klangtechnisch wie ein billiges Demoband anmutend) erinnert dagegegen an ELP's "Barstücke" wie Benny the Bouncer. In "Zomedy stomp" und "Challenge.." wird wiederum das Stolze und Kämpferische in Emersons Musik hervorgehoben. Auch der von Rosemary Butler gesungene Filmsong "Children of the light" wurde von Emerson arrangiert und auf Keys begleitet.
So eine Soundtrack-CD vernünftig zu benoten, finde ich sehr schwierig. Für die Musik von Nozomu Aoki würde ich 2 Punkte geben und Herr Emerson bekäme von mir dann 8 Punkte. Das ganze aber unter dem Namen Emerson mit einer entsprechenden Durchschnittsnote zu bewerten fände ich unfair.
Wer Emersons Musik zu "Harmagedon" hören will, kaufe sich am besten die 2005 erschienene 3-CD-Box "At The Movies", statt nach nicht besonders preiswerten Japan-Ausgaben oder vergriffenen LP's Ausschau zu halten.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
25.2.2006 |
| Letzte Änderung: |
22.12.2006 |
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1982 war Keith Emersons Karriere als Filmmusik-Komponist ins Stolpern geraten. Der Film "Nighthawks" (zu deutsch "Nachtfalken"), immerhin mit Sylvester Stallone, war gefloppt, und es zeichnete sich ab, dass damit der Versuch, sich in Hollywood zu etablieren, scheitern würde. Emerson musste sehen, dass Geld in die Kasse kam, und so heuerte er als Music Director bei dem japanischen Filmprojekt "Harmagedon" an. Die Handlung ist schnell erzählt: Eine Transsylvanische Prinzessin, ein japanischer Schüler und ein zweitausend Jahre alter Krieger gründen eine Gruppe von Psi-Kämpfern, die gegen eine Bedrohung von außerirdischen Nihilisten antreten sollen, die andauernd Dinge schreien wie "Destroy"!
Beggars can't be choosers und Keith Emerson gab sein Bestes, indem er den Film mit etwa 22 Minuten Musik versah, die zu dem weitgehend anonymen und nichtssagenden Beiträgen eines anderen Komponisten, Nozomu Aoki, hinzukam. Emersons Musik war deutlich besser.
Denn auch hier stellte Keith Emerson unter Beweis, dass er immer noch in der Lage war, die unterschiedlichsten Einflüsse aufzugreifen und sein in den 70er-Jahren entwickelter Stil ihn keineswegs dazu verdammte, immer wieder dasselbe zu machen: "Theme of Floi" etwa ist eine Art impressionistische Elektronikabstraktion, die seltsame Klänge in ungewöhnlichen Intervallen zu einer unheimlichen und futuristischen Collage verbindet. Es klingt hin und wieder ein bisschen nach Jean-Michel Jarre, ist aber lange nicht so poppig.
"Joe and Michiko" ist deutlich konventioneller, ein ruhiges Stück Keyboard-Dessert, in dem verschiedene süßliche Themen ineinanderfließen. Hier klingt Emerson wie Vangelis und man beginnt, sich zu fragen, ob der Regisseur Rintaro vielleicht genau das von Emerson verlangt hat: So zu klingen, wie jemand anderer.
Es geht noch etwas leichtgewichtiger: "Children of the light" ist eine weitere Keyboard-Ballade, gesungen von Rosemary Butler (die allenfalls durch ihren Backgroundgesang für Jackson Browne, James Taylor, Warren Zevon, Neil Young, Bonnie Raitt und Rosanne Cash aufgefallen war). Musikalisch von Interesse ist ein kurzes Keyboardsolo mit typisch Emersonschen Fanfarenklängen gegen Ende – und es ist diese Stelle, an der man erstmals merkt, dass hier Musik von Keith Emerson erklingt.
Das ändert sich mit der zweiten Hälfte der Songs: "Sonny's skate state" ist ein Stück im Stride-Piano-Stil, allerdings auf ziemlich plastinierten Keyboards gespielt, was dem Stück wohl einen spaceigen Klang verleihen sollte. Wenn das auch alles andere als überzeugt, hat man hier doch endlich mal das Gefühl, Keith Emerson zu lauschen.
Aber es wird besser: "Zamedy Stomp" und "Challenge of The Psionic Fighters" sind Stücke, die ohne Umschweife in die Richtung von "Pirates", "Aquatarkus" oder "Karn Evil 9: 3rd Impression" gehen, modernistische Rockmärsche, geprägt durch die typische Quartenharmonik Emersons, aber auch durch einige dissonante Klänge. Und Emerson lässt sich nicht lumpen: Er bietet alles auf, was sein Markenzeichen-Klangarsenal hergibt: Trompeten, Fanfaren, den von "Pirates" her bekannten Flötensound und sogar an einen Moog erinnernde verzerrte Töne – gespielt allerdings auf Produkten der Firma Korg, die er seit den Achtzigern endorste. Bei "Challenge of The Psionic Fighters" kommt verstärkend die Gitarre von Fujimaro Yoshino hinzu, die dem Stück mehr Power verleiht. Unterbrochen von kurzen improvisierten Zwischenspielen strebt die Musik schließlich ihrem triumphalen Höhepunkt entgegen.
Die Musik auf "Harmagedon" hat einen deutlichen Alterungsprozess hinter sich. Wie die Lebenserfahrung zeigt, zahlt es sich ästhetisch nicht immer aus, jede Mode mitzumachen, denn Moden veralten und damit altert auch die Fähigkeit, das jeweils Modische mit dem Schönen eineins zu sehen. Das gilt auch für Keyboardsounds: So modern "Harmagedon" zum Zeitpunkt seines Erscheinens geklungen haben mag, heute wirkt die Musik dünn und altbacken. Emersons Beiträge zum "Harmagedon"-Soundtrack sind zudem recht heterogen: Die ersten drei Stücke sind anonym oder orientieren sich an der Musik anderer. Der Musical-Touch trägt zudem nicht gerade zur Qualität von "Children of the light" bei. Dem stehen mit "Zamedy Stomp" und "Challenge of The Psionic Fighters" aber zwei Stücke gegenüber, die Emerson nicht nur auf der Höhe seiner Fähigkeiten zeigen, sondern auch in seinem klassisch-pompösen Stil gehalten sind, also genau das richtige Futter für seine Fans waren. Die das Album allerdings kaum zu hören bekommen haben dürften: In Japan war es zwar auf Platz eins der Charts, anderswo fand es jedoch nicht statt. Was an der Qualität des Films liegen mag, der als einer der schlechtesten seines Genres gilt. Nun, an Emersons Musik kann's nicht liegen.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
12.7.2012 |
| Letzte Änderung: |
12.7.2012 |
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