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Areknamés

Areknamés

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2003
Besonderheiten/Stil: Canterbury; HardRock; RetroProg
Label: Black Widow
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Michele Epifani organ, electric piano, synth, mellotron, harpsichord, electric & acoustic guitar, recorder, vocals
Piero Ranalli bass
Mino Vitelli drums, djembé, arabian tabla, spring drum

Gastmusiker

Stefano Colombi lead guitar (5)

Tracklist

Disc 1
1. A Day Among Four Walls

1. the morning
2. the afternoon
3. the evening
4. the night

12:04
2. Wasted Time 5:40
3. Down 10:28
4. Season Of Death 8:43
5. Boredom 8:33
6. Grain Of Sand Lost In The Sea 8:55
Gesamtlaufzeit54:23


Rezensionen


Von: Thomas Schüßler @


Im Booklet ihres Debuts räumen Areknamés mehr als eine Drittel Seite Platz für Bands ein, denen sie gerne danken würden: VDGG, Egg, Atomic Rooster, Czar, Soft Machine... Viel weiter muß wohl nicht aufgezählt werden, die Haupteinflüsse dürften deutlich geworden sein. Areknamés sind mit ihrem Sound tief in den späten 60ern und 70ern verwurzelt. Ähnlich wie Bigelf verfolgen sie dabei den Ansatz, so authentisch wie möglich den Sound dieser Zeit zu reproduzieren.

Das Grundgerüst der Songs haben sich Areknamés bei Atomic Rooster abgeschaut. Hierbei treffen harte Gitarrenklänge á la Black Sabbath auf virtuoses Tastenspiel, das zumeist die Führungsarbeit übernimmt. Die Songs sind zumeist im Midtempo-Bereich angesiedelt. Dazu gibt es düstere Texte über Wahnsinn und Todessehnsucht. Dies erreicht auf "Season of death" seinen Höhepunkt, wo tatsächlich Sprachsamples diverser Hitler-Reden (!) eingespielt werden. Vielleicht bin ich als Deutscher da ein wenig zu vorbelastet, aber es hinterläßt schon einen etwas zwiespältigen Eindruck, auch wenn gerade in diesem Moment die Musik ins Chaotische und Wahnsinnige aufbricht und es von daher doch irgendwie zusammen paßt.

Michele Epifani ist eindeutig der Kopf der Band, der alle Songs geschrieben hat, alle Keyboards und Gitarren spielt sowie singt. Das tut er, für einen Italiener, mit erfreulich gemäßigtem Akzent. Zwar möchte er immer ein wenig wie Peter Hammill klingen, dazu fehlt seiner Stimme aber doch so einiges. Häufig ist der Gesang aber in den Hintergrund gemischt, so daß er insgesamt einen leidenschaftlichen, aber unspektakulären Eindruck hinterläßt. Ebenso verhält es sich mit seiner Gitarrenarbeit. Im Allgemeinen begnügt er sich damit, heftige und düstere Gitarrenriffe zu spielen, Soli gibt es lediglich eines vom Gastgitarristen Stefano Colombi. Stattdessen konzentriert er sich auf die Tastenarbeit - und das macht er wirklich gut. Sein Orgelspiel ist vor allem von zwei Personen inspiriert: Hugh Banton (VdGG) und Dave Stewart (Egg, Hatfield and the North etc.). Von Hugh Banton hat er die immer wieder eingestreuten sakralen Momente, Dave Stewart liefert der Musik einen leicht angejazzten Canterbury-Einschlag, der sich neben der Hardrockigkeit gut ausnimmt. Daneben gibt es auch noch massig Mellotronteppiche und E-Pianospiel.

Das Areknamés-Debut kommt mit viel Leidenschaft und Power rüber. Der Sound der 70er wird perfekt reproduziert. Glücklicherweise bleiben sie dabei nicht im reinen Epigonentum hängen, sondern schaffen es, unterschiedlichste Einflüsse zu verbinden und daraus einen eigenen Sound zu kreieren. Eine dicke Empfehlung an alle mit einem Faible für düstere Retro-Klänge.

Der Zweitling, "Love hate Round Trip" betitelt, soll innerhalb der nächsten Wochen erscheinen.

Anspieltipp(s): A day among four walls, Season of death
Vergleichbar mit: Atomic Rooster, VdGG
Veröffentlicht am: 26.2.2006
Letzte Änderung: 26.2.2006
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Areknamés

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2006 Love Hate Round Trip 12.50 4
2007 Live at Burg Herzberg Festival 2007 11.00 1
2010 in case of loss... 11.00 2

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