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Phideaux

Ghost Story

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2004
Besonderheiten/Stil: ArtPop; Folk; Melodic Rock / AOR; Rock / Pop / Mainstream; RetroProg
Label: Bloodfish Music
Durchschnittswertung: 10.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Phideaux Xavier guitar, bass, vocals
Rich Hutchins drum, gongs
Sam Fenster bass guitar
Gabriel Moffat protools, treatments
Mark Sherkus keyboards, lead guitar

Tracklist

Disc 1
1. Everynight 5.14
2. Feel the Radiation 4.02
3. A Curse of Miracles 6.25
4. Kiteman 4.30
5. Wily Creilly 5.24
6. Beyond the Shadow of Doubt 7.45
7. Ghostforest 5.45
8. Universally 5.45
9. Come Out Tonight 5.52
Gesamtlaufzeit50:42


Rezensionen


Von: Fix Sadler (Rezension 1 von 2)


"It is hard to make music that is too prog for rock, and too rock for prog..."

Gerne adoptiert die "Prog-Community" einen Künstler, der sich selber so einschätzt. Dabei liegt "der Prog" bei Ghost Story im Detail. Abwechselungsreichtum, Farbigkeit der Arrangements, lyrisch-folkloristische Elemente, Verbindung von "GlamRock" mit "80er Jahre New Romantic und Wave" und immer wieder stimmungsvolle Zitate aus den glorreichen (Prog) 70ern...

Ghost Story ist eher ein Singer/Songwriter Album der "virtuellen" Band. Die kleine Besetzung deutet es an, diese Platte atmet Rock ohne viel "SchnickSchnack". 9 Geistergeschichten werden erzählt, und dies ist recht wörtlich zu nehmen, denn Phideaux setzt seine Stimme wie ein Geschichtenerzähler ein. Dies erinnert mich sehr stark an einen Al Stewart, der mit seinem Year Of The Cat ja nachhaltigen Eindruck hinterlassen hat.

Dabei gibt sich Phideaux natürlich abwechselungsreicher. Stellvertretend dafür der "proggigste" Track des Albums "Beyond The Shadow Of Doubt", der akustischen Folk mit elektrifizierten, wieder mal Genesis-Hackett-haften, Symphorock verbindet und zwischendrin die typischen "musikhistorischen Zitate" aus den 60ern, 70ern und 80ern bietet. So wie sich diese Zutaten in einem Stück verbinden, verschmelzen auch die weiteren 8 Stücke zu einem extrem kompakten Album, welches vor allem durch seine ausgewogenen Kompositions-Qualitäten besticht.

Man darf bei Phideaux keine Erwartungen an eine bestimmte Richtung stellen. Geboten wird ein "Durcheinander" von durchaus eingängigen Ideen und stimmungsvollen Rockstücken. Die Umsetzung ist überaus kompetent, liebevoll und bis auf die letzte Note durchdacht.

Weiterer, kundenfreundlicher Vorteil der Phideaux Alben; man kann in den meisten Kram reinhören und der spätere Erwerb der Scheiben, treiben einen auf keinen Fall in die "Beschaffungskriminalität"... Wenn es nicht so Vorteilhaft für den geneigten Phideaux-Freund wäre, würde ich mich glatt darüber beschweren, dass man die Alben günstiger bekommt, als den "musicload" eines beliebigen Major-Albums...

Ghost Story ist vermeintlich unspektakulär, um so beeindruckender, dass man (zumindest in meinem Fall) damit endlose Stunden, Tage, Wochen verbringen kann. - Empfehlung!

Anspieltipp(s): Beyond The Shadow Of Doubt
Vergleichbar mit: Al Stewart (Gesang, teilweise Musik), Genesis (Stimmungen), Jethro Tull (Folkeinfluss) und noch viel, viel mehr aus 40 Jahren Rock und Pop Geschichte
Veröffentlicht am: 15.3.2006
Letzte Änderung: 15.3.2006
Wertung: 11/15
11,5 Punkte um noch Luft nach oben zu lassen

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Von: Thomas Kohlruß @ (Rezension 2 von 2)


"Ghost Story" hat mich zunächst enttäuscht... Nach "Chupacabras" waren meine Erwartungen einfach andere. Nun, vielleicht hätte ich die Rezension vom Kollegen Fix oben einfach genauer lesen sollen, da steht nämlich drin, warum dem so war.

Was für ein komischer 80er-Kram, nett, aber nicht besonders essentiell, so lautete das erste Urteil. Knapp daneben ist auch vorbei... aber glücklicherweise kam dann der "Kiteman" und öffnete seine sanften Flügel über mir, hüllte mich mit einer unwiderstehlichen Melodie ein und nahm mich mit auf den Trip durch und mit diesem Album.

Phideaux verstehen es mit Leichtigkeit Leichtgewichtigkeit vorzutäuschen, wo doch die Überraschungen im Detail stecken. Auf seltsame Weise wird folkiges Tull-Feeling mit dem 70er-Jahre-Bowie verwoben, da trifft 80er-Jahre-Wave auf sanften Rock. Und all das verbunden von Phideaux Xaviers unspektakulärem, aber wirklich schönen Gesang.

Wer sich auf die "Geistergeschichten" einläßt, dem ist sanftes Entschweben in unwirkliche Atmosphären garantiert. "Songs discovered by phideaux xavier" steht auf dem Back-Cover. Das glaubt man sofort, hier wird nicht komponiert, nein eine (virtuelle) Band träumt einen gemeinsamen Traum und entdeckt dabei diese unwirklich schöne Musik...

...die nur (in weiten Teilen) kein Prog im engeren Sinne ist. Daher sei der eher fokussierte ProgHead gewarnt: Den Genuß gibt's nur, wenn man auch "gefühlten Prog" akzeptieren kann. Gelegentlich kann dies eine sehr heilsame Erfahrung sein ;-) Allerdings, wie um zu beweisen "Wir könnten auch noch ganz anders", lässt die Band das Album mit "Beyond the shadow of doubt" in einen wahrlich proggigen Höhepunkt kulminieren. Schön!

Anspieltipp(s): Beyond the shadow of doubt (auch wenn damit vielleicht falsche Erwartungen geweckt werden), Kiteman (weils einer der schönsten Songs überhaupt ist)
Vergleichbar mit: Jethro Tull meets Glam-Bowie gemischt mit 80er Wave und, und, und...
Veröffentlicht am: 17.8.2006
Letzte Änderung: 17.8.2006
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Phideaux

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2004 Fiendish 9.67 3
2005 Chupacabras 11.33 3
2005 313 10.00 1
2006 The Great Leap 10.67 3
2007 Doomsday Afternoon 12.00 4
2009 Number Seven 11.00 2

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