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Sula Bassana

Sula Bassana and The Nasoni Pop Art Experimental Band Vol. 1

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2006
Besonderheiten/Stil: Krautrock; Psychedelic; Spacerock
Label: Nasoni Records
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Jürgen Grunz bass
Elli Popelli vocals, bass, organ, one-string corn-can-violin, homemade killerbees, overtone drain-pipe-flute, noseflute
Sula Bassana guitars, organ, mellotron, synthy, drums, rainstick, bells, jews harp, flute, vocals
Chris Schwartzkinsky drums

Gastmusiker

Michaela Traxler overtone singing

Tracklist

Disc 1
1. Slowner 5:35
2. The Terrascrew 3:11
3. Ridin' 5:36
4. Go! 9:19
5. The Night after 7:19
6. Pay for Freedom 3:49
7. Daydreams 5:55
8. Emmerting Spring 9:22
Gesamtlaufzeit50:06


Rezensionen


Von: Christian Rode @


Eine dunkel röhrende Gitarre erhebt sich aus spacigem Gebrummel, ein treibendes Schlagzeug setzt ein und dann ? dieser schräge Riff, erzeugt vermutlich auf einer irgendwie präparierten Violine (one-string corn-can-violin) nebst Orgelbegleitung, der fortan den Song durchzieht wie ein Spinnennetz. Der androgyne Gesang von Silke Fugmann aka Elli Popelli ertönt monoton und beschwörend und ergänzt vorzüglich die absolut hypnotische Wirkung des Stücks Slowner, mit dem das Album eröffet wird. Ich bin immer wieder baff von der Intensität des Openers.

Anlässlich des 10-jährigen Labels Nasoni Records aus Berlin haben sich eine handvoll Musiker aus Bands des Labels unter dem Namen Sula Bassana and The Nasoni Pop Art Experimental Band zusammengetan und das Album Vol. 1 eingespielt. Mit von der Partie sind Sula Bassana, der unter dem Namen Dave Schmidt auch bei Bands wie Liquid Visions, Weltraumstaunen, Zone Six und Südstern 44 mitspielt bzw. mitgespielt hat, und von daher den aufmerksamen Lesern dieser Seite kein Unbekannter sein dürfte. Silke Fugmann teilt mit Dave Schmidt Erfahrungen in den Bands Südstern 44 und Weltraumstaunen. Während Chris Schwartzkinsky ebenfalls bei Liquid Visions mitmischt und außerdem bei Johnson Noise. Schließlich ist da noch Jürgen Grunz, ebenfalls von Johnson Noise.

Die Scheibe bietet ein kleines Sammelsurium psychedelisch-trancehaft-spaciger Sounds, aus denen auch häufig etwas Krautiges hervortönt, das sowohl Amon Düül II-Fans als auch Liebhaber der Kastrierten Philosophen ansprechen dürfte. Die Stücke verbreiten in dieser Richtung viel Atmosphäre, in der man versinken kann. Allerdings hinterlässt nicht jedes Stück einen gleichermaßen bleibenden Eindruck wie der Opener. The Terrascrew ist ein hübscher kleiner psychedelischer Rocker. Das folgende Ridin? reitet auf einem lockeren, leicht jazzigen Rhythmus. Das klingt einnehmend und nett. Beim spacig-treibenden Go! verliert sich Sula Bassana ein wenig in seinen Gitarren-Improvisationen. Dabei zieht Schmidt alle Register der psychedelischen Gitarre, aber die Nummer hat doch etwas Länge, da sie zwar aus drei Teilen besteht, aber doch so klingt, als würde immer nur auf einer einzigen Phrase herumgeritten. Andererseits hat natürlich gerade das eine eindeutig suggestive Wirkung. The Night After verbreitet ruhige Traumatmosphäre mit orientalischem Einschlag und erinnert mit seinen geflüsterten Sequenzen ein wenig an Pink Floyds Careful with that Axe, Eugene! Auf die musikalische Eruption wartet man allerdings vergeblich. Trotzdem ein wirklich schönes Stück. Ein ziemlich rauher 60-ies-Beat-Hüpfer mit bratzelnder Gitarre, der mich an die alten Beatles, speziell den McCartney-Rocker She's a Woman, erinnert, meldet sich mit Pay for Freedom. Neben Slowner das überzeugendste Stück des Albums ist dann Daydreams, das Elli Popelli samtweich an einem vorbeischweben lässt. Hier kommt auch ein wunderhübscher Refrain zum Tragen. Und ein fettes Mellotron. Emmerting Spring ist dann mehr so eine meditative Experimentalnummer mit allerlei Gepfeife, Gezwitscher und sonstigen Effekten. Ein würdiger Abschluss.

So reiht sich Song an Song und zieht den Hörer immer wieder in psychedelische Traumwelten, die sich allerdings häufig kaum fortentwickeln. Wenn das Album so weitergegangen wäre wie es der Opener Slowner hoffen ließ, hätte diese Scheibe vermutlich ein Meilenstein der modernen Psychedelic werden können. So ist es aber immer noch ein ziemlich gutes Werk geworden, dessen Anschaffung für den Psychedelic-Interessierten in jedem Fall lohnt.

Anspieltipp(s): Slowner, Daydreams
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 19.3.2006
Letzte Änderung: 8.3.2012
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Sula Bassana

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2002 Dreamer 11.00 1
2009 The Night 12.00 1
2009 Silent Music 11.00 1
2010 Kosmonauts 7.00 2
2012 Dark Days 10.50 2

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