John Wetton/Geoffrey Downes
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
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| Durchschnittswertung: |
6/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| John Wetton |
vocals and bass |
| Geoffrey Downes |
keyboards |
| John Mitchell |
guitar |
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| Steve Christey |
drums |
| Hugh McDowell |
cello |
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Gastmusiker
| Annie Haslam |
Vocals on "In the End" |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Let Me Go
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6:28
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| 2. |
God Walks With Us
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4:40
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| 3. |
I Stand Alone
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6:08
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| 4. |
Meet Me At Midnight
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2:35
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| 5. |
Hey Josephine
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4:53
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| 6. |
Far Away
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4:04
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| 7. |
Please Change Your Mind
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4:46
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| 8. |
Sleep Angel
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4:12
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| 9. |
Spread Your Wings
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3:46
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| 10. |
In The End
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4:47
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| Gesamtlaufzeit | 46:19 |
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Rezensionen

Die Namen Wetton, Downes oder Asia treiben vielen Progfans die Zornesröte ins Gesicht. Dieser Kreislauf anregende Zustand scheint spätestens seit der dritten Asia-Platte "Astra", die meist nur noch hohlen AOR-Bombast bot, durchaus berechtigt. Zu den letzten Solo-Alben von Wetton läßt sich auch kaum was Positiveres sagen.
Die Freunde und Sympathisanten vom radiogerechten Bombast-Pop-Rock mit gelegentlichen Proganleihen, der dank des begabten Songwriter-Teams Wetton/Downes mit den ersten Asia-Platten große Erfolge feiern konnte, durften angesichts der Nachrichten über eine erneute Zusammenarbeit der beiden Protagonisten wieder Hoffnung schöpfen. Die angekündigten namhaften Studiogäste wie Ian McDonald und Annie Haslam ließen sogar Spekulationen über ein wirklich progrockig beeinflusstes Projekt zu.
Andererseits hätte man es eigentlich schon früher wissen müssen: Wenn schon zeitgleich eine neue Aufnahme von Asia's "Heat of the moment" angekündigt wird, dürfte es doch klar sein, welche Signale, auch für die vorliegende CD "Icon", da gesetzt werden sollen.
Und? Ist es was geworden? Die Antworten auf diese Frage werden so unterschiedlich sein, wie die Geschmäcker. Die einen werden hier eine gelungene Fortsetzung des Asia-Konzeptes ausmachen, während die anderen über üblen, süßlichen Kommerzkram schimpfen werden. Und die Platte ist so seltsam und unnötig zweigeteilt, dass beide Lager recht haben werden. Mehr dazu weiter unten. (Bei mir kann man, je nach Stimmung, abwechselnd mit beiden der ebengenannten Urteile rechnen).
Die ersten fünf Songs stellen für mich eine verfeinerte Fortsetzung dessen, was Asia anfangs ausgemacht hatte. Zum verhaltenen Bombast gibt es ausgefeilte Arrangements mit Cello, Keyboard-Streicher und Flöte zu hören. Nach dem prächtig aber nicht aufdringlich arrangiertem "Let me go" präsentiert auch "God waits with us" die beiden (auch musikalisch) etwas gereiften Asia-Gründer, wie sie ihre hymnische AOR-Musik romantischer und zurückhaltender als Anfang der 80er gestalten. In "God waits with us" sorgen kurz auftauchende Kirchenorgelklänge sowie Pianoparts und Flöte mit Orchesterbegleitung für zusätzliche Abwechslung. An Asia erinnern da vor allem die mehrspurigen, chorartigen Gesangsparts von Wetton. Auch in dem leicht musicalartigen "I stand alone" geht es trotz des simplen Fundaments von Bass und Schlagzeug eher symphonisch zu. Das kurze "Meet me at midnight" bietet lyrischen Gesang von Wetton zu akustischen Gitarren und Keyboardflächen. "Hey Josephine", eine durchschnittliche Halbballade mit peinlich-klischeehaften Texten ist nur etwas für echte Fans. Nur die in diesem Kontext ungewohnt reichhaltigen Arrangements können das Stück halbwegs retten. So weit gar nicht mal so übel. Die ersten fünf Stücke kann man, wie schon angedeutet, als netten Versuch einstufen, den Geist der ersten Asia-Besetzung mit erweiterter Instrumentierung wiederzubeleben.
Mit "Far away" wird einem dann aber leider einfallsloser, süßlicher Pop mit Plastikrhythmus aufgetischt, der leider zum Abschalten animiert.
Bei "Please change your mind" habe ich den Eindruck, dass ich die süßlich-balladesken Passagen lieber nicht hören möchte. Besonders nach "Far away" hätte ich von derartigen Sachen eine längere Pause gebraucht.
Aber nein, es kommt noch schlimmer, es kommt "Sleep angel", das wahrscheinlich ein Schlaflied sein soll. Ist es auch, aber im negativen Sinne. Offenbar hatten die Herren nur noch einschläfernde Balladen für die zweite Hälfte ihres Albums übrig...
Stimmt leider: "Spread your wings" ist noch ein getragen-hymnischer Song, dessen melodische Qualitäten mich nach vier vorausgegangenen Schmachtfetzen kaum noch interessieren.
"In the end" wäre noch eine vernachlässigbare Ballade mit viel Cello und billig klingender Rhythmus-Maschine, wäre da nicht die mitsingende Annie Haslam zu hören.
Sound und Abmischung sind allerdings erstklassig: Zeitweise kann man sogar die Bassgitarre von Wetton ganz deutlich hören. Dieses habe ich für kaum noch möglich gehalten, hat man doch seit Jahren eher den Eindruck gehabt, dass Wettons Bassspiel vor uns versteckt werden sollte.
Wahrscheinlich würde "Icon" bei anderer Trackabfolge einen besseren Eindruck hinterlassen, aber so droht dem Hörer die nicht zu unterschätzende Gefahr, nach der zweiten Albumhälfte eine Zeitlang keine Balladen mehr ertragen zu können. Ein gewisses Potential scheint also immer noch vorhanden, es fehlte nur jemand, der das Beste aus Wetton und Downes rausgeholt hätte. Die beiden stehen sich nach meiner Einschätzung als Produzenten selber im Wege.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
2.5.2005 |
| Letzte Änderung: |
6.4.2006 |
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