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Jethro Tull

Too Old to Rock'n'Roll: Too Young to Die

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1976
Besonderheiten/Stil: Konzeptalbum; sonstiges
Label: Chrysalis
Durchschnittswertung: 9/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Ian Anderson Gesang, Gitarre, Flöte, Mundharmonika, Percussion
Martin Barre Gitarre
John Evan Klavier
Barriemore Barlow Schlagzeug
John Glascock Bass, Gesang

Tracklist

Disc 1
1. Quizz Kid 5:12
2. Crazed Institution 4:49
3. Salamander 2:52
4. Taxi Grab 3:57
5. From a Deadbeat to an Old Greaser 4:11
6. Bad-Eyed and Loveless 2:13
7. Big Dipper 3:38
8. Too Old to Rock 'N' Roll: Too Young to Die 5:43
9. Pied Piper 4:35
10. The Chequered Flag (Dead or Alive) 5:23
Gesamtlaufzeit42:33


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 1 von 3)


Die 70er Jahre waren ja u.a. auch das Jahrzehnt der Konzeptalben, und in diese Kategorie fällt auch Jethro Tull's 1976er Werk. Es erzählt die Geschichte eines Rockmusikers, der sich aktuellen Trends widersetzt, um nach einem Motorradunfall mit nachfolgendem längerem Krankenhausaufenthalt festzustellen, daß seine "alte" Musik wieder populär geworden ist. Illustriert wird das ganze durch eine Comicgeschichte.

Anders als die Thematik und das recht aggressiv wirkende Cover vermuten lassen, handelt es sich bei "Too old..." um ein äußerst ruhiges, sehr akustisch gehaltenes Album, das eindeutig Tull's kommende, stark Folk-beeinflußte Phase vorwegnimmt. Gitarrist Martin Barre ist - mit Ausnahme des Blues-Rock-Titels "Taxi Grab" - ziemlich wenig beschäftigt, und Keyboarder John Evan beschränkt sich durchgehend auf (Elektro-?)Klavier.

Höhepunkte der ersten Seite sind das kurze "Salamander", ein Anderson Solo-Gitarrenstück, und das melancholische "From a dead beat to an old greaser" mit dem schönen Saxophonpart von David Palmer, der nach diesem Album als sechstes Mitglied bei Tull einstieg. Leider kann die zweite Seite trotz einiger weitere sehr guter Stücke (z.B. der Titelsong, eines der bekanntesten Tull-Stücke überhaupt) nicht ganz mithalten, Songs wie "Pied Piper" haben dann doch einige Längen.

Insgesamt nicht das beste Tull-Album, aber immer noch von genügend hoher Qualität, um die Fans zufriedenzustellen.

Anspieltipp(s): Salamander, From a Dead Beat to an Old Greaser
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 4.5.2002
Letzte Änderung: 8.8.2004
Wertung: 7/15

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Von: Siggy Zielinski @ (Rezension 2 von 3)


"Too old too rock'n'roll too young to die" war 1976 bis dahin wohl das schwächste Album von Jethro Tull. Eigentlich sollte es ein Bühnenmusical werden, mit einem gewissen Adam Faith in der Hauptrolle. So gesehen wirkt es weniger überraschend, dass man hier kaum Vergleiche mit den vorigen JT-Platten anstellen kann, andererseits ist es in musikalischer Hinsicht eine sehr unausgeglichene, poppige Scheibe geworden. Neben gelungenen Songs wie "Quizz Kid", "Bad-eyed and loveless", "Pied Piper" oder "Salamander", findet man hier schmalzige Balladen ("From a deadbeat...", "The Chequered Flag"), Durchschnittliches ("Taxi Grab","Big Dipper") und beinahe Kitschiges, wie den Titelsong.

Ian Anderson beweist mit diesem Album mal wieder, dass er eine andere Songwriter-Identität annehmen konnte, so dass man sich über die seltsamen Anwandlungen von Jethro Tull wundern muss.

Anspieltipp(s): Bad-eyed and loveless,Quizz Kid
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 8.6.2002
Letzte Änderung: 8.6.2002
Wertung: 9/15

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Von: Piotre Walter @ (Rezension 3 von 3)


Jethro Tull veröffentlichten in den frühen 70ern drei Top-Alben: „Aqualung“, „Thick as a Brick“ und „A Passion Play“. Leider fiel das künstlerisch wertvollste Tull-Album „APP“ bei den Kritikern zu seiner Zeit durch - wurde evtl. einfach auch nicht verstanden. War es vieleicht zu ambitioniert und handelte es auch noch von einem Tabuthema in der westlichen Gesellschaft: dem Tod. „APP“ kam in England auf Platz 1 der Album-Charts und an kommerziellem Erfolg mangelte es Jethro Tull sicher nicht. Mit dem nachfolgenden „War Child“ ging Bandleader Ian Anderson trotzdem eher auf Nummer sicher und das Album war wieder deutlich gradliniger und songorientierter als seine beiden Vorgänger. Ich finde es damals wie heute recht zerrissen und durchwachsen. Nach dem gelungenen „Minstrel in the Gallery“ fand ich in den späten 70ern „Too old to Rock'n'Roll: too young to die“ nicht wirklich überzeugend. Erst „Songs from the Wood“ konnte mich zu dieser Zeit wieder wirklich begeistern.

Momentan beschäftige ich mich mit den von mir seltener gehörten Alben Jethro Tulls. Dabei fiel mir besonders „Too old to Rock'n'Roll: too young to die“ sehr positiv auf. Mein damaliges Urteil muss ich rückschauend klar revidieren.

Das Konzeptalbum das von einem alternden Rockstar handelt und ursprünglich als Bühnenstück konzipiert war, mag zwar kein progressives Highlight sein, gehört aber für mich inzwischen zu den wichtigen Alben der Band. Interessant finde ich inzwischen generell Tull-Alben, die weniger stark der Querflöte huldigen. Das Album hat einen starken Folk-Touch und die akustische Gitarre genießt viel Raum. Was dann auch wieder den fantastischen „Geschichtenerzähler-Folk“ Andersons zum Vorschein bringt. Auch taucht das Saxophon wieder auf und - wichtiger - eine Rückbesinnung auf bluesige Anteile in der Musik der Band (Stand up, This Was) findet statt.

Dem Grundgedanken Bühnenstück/Musical sind sicher auch die ausführlichen und manchmal recht lieblichen orchestralen Arrangements mancher Songs geschuldet, die man in dieser Dominanz sicher auf keinem weiteren Tull-Album findet. Wer es also nicht so mit Geigen hat... Klangtechnisch ist „Too old to Rock'n'Roll: too young to die“ sehr auf dem Punkt und wirklich ein Genuss – was man nicht von allen Tull-Alben behaupten kann.

Ich finde das Album enthält durchaus eine Menge großer Songs, Ideen und Melodien. Gerade die beiden Balladen "From a deadbeat to an old Greaser" und "The Chequered Flag" sind emotionale Meisterwerke. Eines ist es jedoch sicher nicht: Ein Hard-Rock-Album. Wer auch mit den ruhigeren Kompositionen Andersons etwas anfangen kann, sollte mal ein Ohr riskieren.

Anspieltipp(s): Quizz Kid, Big Dipper, From a deadbeat to an old Greaser, The Chequered Flag
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 11.9.2013
Letzte Änderung: 12.9.2013
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Jethro Tull

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1968 This Was 7.00 4
1969 Stand Up 11.00 3
1970 Benefit 9.00 4
1971 Aqualung 11.33 3
1972 Living In The Past 9.67 3
1972 Thick As A Brick 12.80 5
1973 A Passion Play 12.75 5
1974 Warchild 10.00 4
1975 Minstrel In The Gallery 11.50 4
1977 Songs from the Wood 11.67 3
1978 Heavy Horses 9.80 5
1978 Live - Bursting Out 11.50 2
1979 Stormwatch 9.50 2
1980 A 9.67 3
1982 The Broadsword And The Beast 10.00 2
1984 Under Wraps 9.00 3
1985 A Classic Case - The London Symphony Orchestra Plays The Music Of 4.00 2
1987 Crest of a Knave 7.80 5
1988 20 Years of Jethro Tull 10.00 1
1988 20 Years of Jethro Tull (Box Set) 12.00 1
1989 Rock Island 8.50 2
1990 Live at Hammersmith '84 9.00 1
1991 Catfish Rising 10.50 2
1992 A Little Light Music 10.50 2
1993 25th Anniversary Box 12.00 1
1993 Nightcap 8.00 1
1995 Roots To Branches 8.50 2
1995 In Concert 10.00 1
1999 J-Tull Dot Com 6.67 3
2001 The very best of 11.00 1
2002 Living With The Past (CD) 7.50 2
2003 The Essential Jethro Tull - 1
2003 A New Day Yesterday - The 25th Anniversary Collection (DVD) 9.00 1
2003 The Jethro Tull Christmas Album 9.00 3
2004 Nothing Is Easy: Live At The Isle Of Wight 1970 11.00 1
2005 Nothing Is Easy: Live At The Isle Of Wight 1970 (DVD) 8.00 2
2005 Aqualung Live - 2
2007 The Best Of Acoustic Jethro Tull - 1
2007 Live At Montreux 2003 11.00 1
2007 Bethlehem, PA, 9 August 2003 (DVD) - 1
2008 Jack in the green (DVD) - 1
2008 Their fully authorized story (2 DVDs) - 1
2009 Live At Madison Square Garden 1978 (DVD) 11.00 1
2010 Live at the London Hippodrome (DVD) 10.00 2
2015 Too Old To Rock 'n' Roll: Too Young To Die! - The TV Special Edition 11.00 1
2017 Jethro Tull - The String Quartets 11.00 1

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