Guitar Therapy Live
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Joe Travers |
Drums and occasional off-mic utterances |
| Bryan Beller |
Bass and backing vocals |
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| Mike Keneally |
Right speaker guitar, keys and vocals |
| Rick Musallem |
Left speaker guitar and backing vocals |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Quimby
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3:06
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| 2. |
Panda
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6:02
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| 3. |
Lightnin' Roy
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6:35
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| 4. |
Beautiful
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4:25
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| 5. |
Seven Percent Grade
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6:12
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| 6. |
Joe's Solo
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2:25
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| 7. |
Pride Is A Sin
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4:37
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| 8. |
Machupicchu
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5:05
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| 9. |
Spoon Guy
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2:15
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| 10. |
Uglytown
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6:04
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| 11. |
Hum
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9:22
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| 12. |
Voyage To Manhood
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4:41
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| 13. |
Top of Stove Melting
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5:15
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| 14. |
'Cause of Breakfast
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5:51
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| Gesamtlaufzeit | 71:55 |
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| Disc 2 |
| 1. |
Intro/Soundcheck
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| 2. |
Quimby
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| 3. |
Panda
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| 4. |
Lightnin' Roy
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| 5. |
Tranquillado
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| 6. |
Pride Is A Sin
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| 7. |
Choosing To Drown
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| 8. |
Self 'n' Other
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| 9. |
Seven Percent Grade
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| 10. |
Joe's Solo
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| 11. |
'Cause Of Breakfast
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| 12. |
Hello Hello
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| 13. |
Splane
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| 14. |
Machupicchu
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| 15. |
Frozen Beef
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| 16. |
Hum
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| 17. |
Voyage To Manhood
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| 18. |
Spoon Guy
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| 19. |
Uglytown
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| 20. |
Beautiful
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| 21. |
Top of Stove Melting
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| 22. |
Cowlogy
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| 23. |
Own
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Rezensionen

"Guitar Therapy" heisst nicht umsonst so. Mike Keneallys erstes Live-Album seit dem 1997er "Half Alive In Hollywood" (hier unter dem aktuellen Bandnamen "Mike Keneally Band") wird seinem Titel vor allem dadurch gerecht, dass Keneally hier als energischer, virtuoser Solist im Live-Kontext alle Hemmungen ablegt (ohne dabei allerdings in Shredder-Bereiche des puren Schnell-seins um des Schnell-sein willens abzutauchen), was er im Booklet selbst im Übrigen als "over-playing" beschreibt. Die Songs auf "Guitar Therapy Live" umfassen Keneallys gesamte Karriere als Solo-Künstler, beginnend bei seinem Debüt "Hat" bis hin zum letzten Studio-Album "Dog", und obwohl Keneally nicht durch seine verschieden entstandenen Alben, sondern auf genug innerhalb einer CD etliche Stilistiken durcheinander wirbelt, herrscht ein sehr einheitlicher, vergleichsweise rauh-rockiger und eben (e-)gitarrenlastiger Klang vor.
Die in den letzten Jahren immer stärker in den Vordergrund tretenden lyrischen Elemente von Keneallys Schaffen werden hier (grossteils; natürlich gibt es auch einige sanftere musikalische Ruhepole zwischendrin) durch Rock ersetzt, was schon alleine die Besetzung zu bedingen scheint: Nur selten greift Keneally - der ja auch ein hervorragender Pianist ist, der schon eine Platte mit Piano-Bearbeitungen von Steve-Vai-Stücken veröffentlichte - in die Tasten, sondern die Zwei-Gitarren-Bass-Schlagzeug-Besetzung herrscht vor. Souverän navigiert die Band dabei sowohl durch einige Keneallys etwas straightere Nummern (etwa die neueren "Panda" und "Pride is a Sin") als auch durch einige, vor allem ältere, seiner komplex-schrägen, windungsreichen, deutlich zappabeeinflussten Kompositionen, u.a. etwa das lange "Lightnin' Roy", das neben hardrockigen oder seltsam verspielten Teilen unvermittelt in eine kurze Country-Persiflage verfällt, die an Zappas "Lonesome Cowboy Burt" erinnert.
Der einzige echte Schwachpunkt des Albums ist wie schon bei "Half Alive In Hollywood" Keneallys-Live-Gesang, der immer wieder leicht neben der - allerdings oft genug schwer verdrehten - Spur liegt, was Keneally im Booklet mit "my singing is what it is" auch zugibt. Allerdings gibt es mehr als genügend instrumentale Passagen, die dies vergessen lassen, und ich mag Keneallys idiosynkratische Art des Singens auch live, ein paar schiefe Töne hin oder her.
Keneally steht natürlicherweise im solistischen Rampenlicht; aber etwa in der Bryan-Beller-Komposition "Seven Percent Grade", bei der er selbst Klavier spielt, darf sich auch Rick Musallam, ebenfalls ein hervorragender Guitarrero, in den Vordergrund spielen. Auch Joe Travers, Keneally-Kumpan schon seit "Z"-Band-Zeiten erhält ein Solo-Spotlight in - duh! - "Joe's Solo", bei der er zeigen kann, dass er ein technisch herausragender Schlagzeuger ist. Trotzdem ist sein Spiel auf der Rest der Stücke einigen wirbeligen Breaks zum Trotz eher im Bereich "solide und banddienlich" einzuordnen; ich persönlich bevorzuge daher gegenüber "Guitar Therapy Live" eher das einmalige Keneally-Konzert in Amsterdam mit dem spektakulären deutschen Ausnahmedrummer Marco Minnemann vom Oktober letztens Jahres, das im März diesen Jahres vom niederländischen Radio 4 gesendet und auch als Internet-Audio-Stream bereitgestellt wurde. Allerdings hat Keneally angedeutet, dass dieses wegen des tollen musikalischen Ergebnisses evtl. auch noch offiziell veröffentlicht werden könnte; obendrein war Minnemann dieses Jahr bereits mit Keneally im Studio, um Schlagzeug-Aufnahmen für dessen "Rockoper"-Projekt "Scambot" zu machen, und Keneally und Beller gastieren obendrein auf Minnemanns nächster Schlagzeug-DVD als Begleitband, wofür neben Minnemann-Stücken auch einige Keneally-Kompositionen gefilmt wurden.
A propos DVD: "Guitar Therapy Live" ist auch - wie inzwischen von Keneally gewohnt - als "Special Limited Edition" (3000 nummerierte und handsignierte Stück) erhätlich, die neben einem speziellen "Guitar Therapy"-Plektrum eine zusätzliche Live-DVD enthält, auf der der komplette Auftritt (22 Titel) im Baked-Potato-Club in Hollywood vom Juli 2005 enthalten ist, der den größten Teil des Materials auf der Audio-CD ausmacht. Die zwar einfach aufgemachte DVD wurde immerhin mit mehreren Kameras gefilmt und gibt einen guten Eindruck davon, wie sehr Keneally seine Musik auf der Bühne lebt. Obendrein gibt es eine mal mehr, mal weniger unterhaltsame alternative Audio-Spur mit einem "Live"-Kommentar der gesamten Band zum Auftritt.
Keneallys nächstes Projekt neben der schon erwähnten, wahrscheinlich seltsam-experimentell ausfallenden Rockoper "Scambot" wird ein Duo-Album mit Bryan Beller sein, von dem zu erwarten ist, dass es wieder die eher akustische, ruhige Seite Keneallys dokumentieren wird. Wer stärker auf den rockig-schrägen Keneally steht, sollte sich also schon jetzt in die "Guitar Therapy" begeben.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
9.6.2006 |
| Letzte Änderung: |
9.6.2006 |
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Wer stärker auf den rockig-schrägen Keneally steht, sollte sich also schon jetzt in die "Guitar Therapy" begeben. Dieser Aufforderung vom Kollegen Udo konnte ich natürlich nicht widerstehen, bin ich doch Sympathisant des eher etwas rockig-geradliniger agierenden Keneally. Ich konnte mich allerdings nicht zur Luxusausgabe mit Keneally-Autogramm und DVD überwinden, sondern habe mir lediglich die reguläre CD-Ausgabe zugelegt (aber ein Plektrum war da immerhin auch dabei ;-) ).
Und die "Guitar Therapy" wirkt. Wer sich mal wieder einem wirklich gitarrenorientierten Album hingeben will, welches nicht in Griffbrettgewichse und Saitengekniedel versinkt, sondern vielmehr ziemlich intelligent Hard Rock, Blues, Jazz-Rock und allerlei weiteres verbindet, der ist hier richtig.
Zuweilen lassen es Keneally und die Jungs richtig krachen, aber es bleibt auch genug Raum für Zwischentöne, seltsam Verdrehtes und ansatzweise Experimentelles ("Hum" z.B.). So wird das Album trotz fast permanentem Halb- bis Vollgas nicht langweilig und bietet Material für ein längeres Hörvergnügen.
Obwohl das Album auf verschiedenen Konzerten aufgenommen worden ist, bekommt man das nicht mit und es entsteht der Eindruck ein durchgängiges Konzert zu hören. Die einzige Nicht-Keneally-Komposition "Seven Percent Grade" (aus der Feder von Bassist Beller) fügt sich nahtlos ein, besticht allenfalls durch etwas dominantere Bass-Parts und ein mitreißendes Solo des zweiten Gitarristen Musallam. Einzig überflüssiger Part auf dem Album ist das kurze Drum Solo von Travers, welches mir einfach zu uninspiriert daher kommt (und das, obwohl ich normalerweise Drum Solos durchaus geniesse und Travers nun alles andere, als ein schlechter Drummer ist). Aber das sind gerade mal 2 1/2 Minuten... Und Keneallys Gesang? Nun, ich mag seine lakonische Art zu Singen irgendwie.
Gefällt mir sicherlich noch einen Tacken besser als "Half Alive In Hollywood". Also Fans des verschrobenen Gitarrenrocks... hört hier mal rein!
| Anspieltipp(s): |
...ist ein Konzert, also: Alles hören! |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
13.8.2006 |
| Letzte Änderung: |
16.10.2010 |
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Im Gegensatz zu den verehrten Udo und Thomas finde ich schon, daß Keneallys Solieren hier in meinen Ohren bisweilen stellenweise den Charakter ausufernden Gewichses annimmt - was mich mehr stört, als sein Gesang, den ich, ähnlich wie Thomas, als schnoddrig-lakonisch beschreiben würde. Wer ihn mal live gesehen hat (und es ist wärmstens zu empfehlen), weiß, daß Keneally allemal der Genauigkeit den Spaß vorzieht, und das hört man sowohl seinem Gesang als auch seinem Gitarrenspiel an.
Auch wenn's hier richtig rockt, ich mag ja eher die differenzierten und bunteren Sounds seiner tüfteligen Studioalben. Deshalb gefällt mir auch "Therapy" ebenso wie etwa "Dog" nicht so gut wie die Sachen mit den "Beer for Dolphins", die sind soundmäßig einfach abwechslungsreicher. Vielleicht trägt zu diesem Eindruck auch das Fehlen von Nick D'Virgilio bei, den ich auch hier (mal wieder) eindeutig vorziehen würde.
Nichtsdestoweniger: ein tolles Album! Kaufen! - Das klingt jetzt paradox? Ist es wahrscheinlich auch. Aber wer viel Keneally zuhause hat, braucht dieses Album vielleicht nicht wirklich. Zu oft hat man ihn dann schon solieren gehört, zu oft seine Virtuosität bewiesen bekommen. Mir ist das einfach zu nahe an "Dog", zu ähnlich den dortigen Live-Beigaben. Aber das ist, wie hoffentlich deutlich genug wurde, recht subjektiv (man darf ja in einer Rezension auch hin und wieder mal subjektiv sein! ;-)), wer das nicht so empfindet, hat hier einen Live-Knaller vor sich. Also: Ich nörgle auf hohem Niveau, nicht stören lassen und viel Spaß beim Hören!
| Anspieltipp(s): |
Beautiful |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
14.8.2006 |
| Letzte Änderung: |
15.8.2006 |
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