Wild Orchids
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
InsideOut |
| Durchschnittswertung: |
10.33/15 (3 Rezensionen) |
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Besetzung
| Steve Hackett |
Guitars, Electric Sitar, Harmonica, Psaltery, Optigan & Voices |
| Roger King |
Keyboards & Rhythm Guitar |
| John Hackett |
Flute |
| Rob Townsend |
Saxes, Flute, Tin Whistle & Bass Clarinet |
| Gary O'Toole |
Drums & Harmony Voices |
| Nick Magnus |
Keyboards |
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| Christine Townsend |
Principal Violin, Viola |
| Richard Stewart |
Cello |
| Dick Driver |
Double Bass |
| Colin Clague |
Trumpet |
| Chris Redgate |
Oboe, Cor Anglais |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
A Dark Night In Toytown
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3:39
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| 2. |
Waters Of The Wild
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5:35
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| 3. |
Set Your Compass
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3:38
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| 4. |
Down Street
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7:34
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| 5. |
A Girl Called Linda
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4:47
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| 6. |
To A Close
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4:49
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| 7. |
Ego And Id
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4:08
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| 8. |
Man In The Long Black Coat
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5:10
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| 9. |
Wolfwork
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4:49
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| 10. |
Why
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0:47
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| 11. |
She Moves In Memories
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5:00
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| 12. |
The Fundamentals Of Brainwashing
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3:01
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| 13. |
Howl
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4:32
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| Gesamtlaufzeit | 57:29 |
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Rezensionen

Bislang hat Steve Hackett ja immer fein säuberlich getrennt zwischen Rockalben wie „To Watch The Storms“ und (klassisch-)akustischen Alben wie „Metamorpheus“ (und komplett ürgseligem Mist wie „Blues With A Feeling“). Auf „Wild Orchids“ sieht das nun erstmals anders aus, verbindet Meister Hackett doch dieses Mal die Stränge der beiden Vorgänger zu einem Ganzen und hat dazu wiederum das „Underworld Orchestra“ an Bord geholt. Nachdem die Vorleistungen ja en gros durchaus überzeugen konnten, stellt sich natürlich die Frage, inwiefern die Verschmelzung der beiden Stile gelungen ist – Prog (oder ganz allgemein Rock) und Klassik sind schließlich zwei Dinge, aus deren Verbindung in der Vergangenheit nicht wirklich oft Genießbares, geschweige denn Begeisterndes erwachsen ist.
Eröffnet wird das von Album vom düsteren „Dark Night In Toytown“, das u.a. etwas an „Darktown“ erinnert, dabei aber teilweise nicht ganz Klasse und Wucht der Vorbilder erreicht. Ausgeglichen wird das durch die gekonnt-dramatische Inszenierung des „Underworld Orchestra“ und die wie immer hervorragende Gitarrenarbeit von Hackett. Durch die Nennung der Vergleichsstücke an dieser Stelle ergibt sich auch gleich eine hübsche Gelegenheit zur völligen Kehrtwende (erleichtert schnaufen diejenigen auf, die eine längliche Song-für-Song-Besprechung befürchtet hatten) und zur Nennung eines Hauptkritikpunktes an „Wild Orchids“. Nicht nur beim Opener fallen einem nämlich sofort Songs aus Hacketts langer Karriere ein, zu denen mehr als nur vage Ähnlichkeiten bestehen. Nun kann man es einem alten Hasen sicher nicht verübeln, dass er seinen Stil gefunden hat und diesen gekonnt bedient – trotzdem, vom Ex-Genesis-Saitenzauberer war man gerade auf den letzten Alben mehr Experimentierfreudigkeit und weniger Sicherheitsdenken gewohnt.
Richtig zufriedengestellt bin ich jedenfalls nicht, wenn ein eigentlich guter Song wie „Down Street“ durch seine teilweise massiven Ähnlichkeiten zu „The Devil Is An Englishman“ oder „Vampire With A Healthy Appetite“ deutlich an Überraschungsmomenten verliert – und im Grunde bin ich einzig allein beim (gelungenen!) Dylan-Cover „Man In The Long Black Coat“ bereit, über solche (hier schließlich unvermeidbaren) Ähnlichkeiten hinwegzusehen. Einschränkend muss allerdings an dieser Stelle hinzugefügt werden, dass im Detail die Übereinstimmungen deutlich kleiner erscheinen und sich hauptsächlich auf Songaufbau und Stimmungen beziehen. Andererseits, Hacketts Musik lebt hauptsächlich von Stimmungen und diese werden zwar gekonnt wie immer aufgebaut, wirken aber nun mal weitaus vorhersehbarer und unspannender als z.B. auf „To Watch The Storms“. Schade, dass so die wirklich gute und gelungene – wenn auch unspektakuläre - Einbindung der klassischen Instrumente in die Musik etwas in den Hintergrund tritt.
Nicht, dass wir uns falsch verstehen: „Wild Orchids“ ist ein gutes Album und jeder Hackett-Fan wird seinen Spaß haben – so zumindest geht es mir, und trotzdem, lieber hätte ich ein weniger einfaches Fazit gehabt. Nach den letzten Alben habe ich mehr erwartet und durfte man auch mehr erwarten. Statt die Euphorie einer Begegnung mit dem Unbekannten auszustrahlen, ist „Wild Orchids“ eher ein gemütlicher Abend mit einem alten, liebgewonnenen Freund (der natürlich immer noch nicht singen kann ;) ). Im Endeffekt entscheidet sich der Kauf somit wohl in der Tatsache, ob man sich wirklich eine gelungen vorgetragene Geschichte anhören will, die man so ähnlich bereits kennt – oder ob man das langweilig findet und lieber auf eine neue wartet.
| Anspieltipp(s): |
Ego And Id, Down Street, Waters Of The Wild |
| Vergleichbar mit: |
Man nehme 200ml "To Watch The Storms", 100ml "Metamorpheus", schüttele das kräftig und füge etwas Deko von anderen Hackett-Alben hinzu - fertig ist der Cocktail |
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| Veröffentlicht am: |
1.9.2006 |
| Letzte Änderung: |
1.9.2006 |
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Im wesentlichen kann ich mich Dennis' Ausführungen anschließen, lediglich das "Schon-mal-gehört"-Gefühl ist bei mir nicht so stark ausgeprägt - das kann aber schlicht und einfach daran liegen, dass meine Hackett-Sammlung einige Lücken aufweist.
Ich möchte nur kurz auf die "Special Edition" dieses Albums eingehen. Diese enthält vier Bonustitel, und die Reihenfolge der Songs ist an einer Stelle anders. So kommt A Dark Night in Toytown hier erst als Nr. 16, statt dessen geht es mit Transylvanian Express los. Dieses ist im Prinzip eine instrumentale Version von A Dark Night in Toytown, mit etwas mehr klassischem Einfluss.
Als Nr. 6 gibt es hier ein weiteres Instrumentalstück, Blue Child. Im Beiheft wird es als "progressive blues" bezeichnet. Na, das sollte man nicht so ernst nehmen. Die E-Gitarre hat halt einen leicht klagenden Ton, die satte Mellotronuntermalung macht die melancholische Stimmung perfekt.
Der nächste Bonustitel ist Cedars of Lebanon als Nr. 10. Ein sanftes Akustik-Stück, das in der zweiten Hälfte durch heftigen Schlagzeugeinsatz, der etwas maschinenhaftes hat, eine bedrohliche Stimmung aufbaut.
Den Abschluss der "Special Edition" bildet Until The Last Butterfly, ein typisch Hackett'sches Akustik-Gitarrenstück im Stil von Horizons u.ä.
Als übermäßig innovativ kann man Wild Orchids sicherlich nicht bezeichnen. Die stilistische Bandbreite der Songs und das immer noch hohe Niveau der Musik sorgen aber dafür, dass es nicht zu sehr nach bloßer Routine klingt.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
16.9.2006 |
| Letzte Änderung: |
16.9.2006 |
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"Wild Orchids" ist - das gleich vorab - eines der besseren Alben von Mr. Hackett. Da ich die Special Edition direkt beim Chef selbst bestellt hatte (schließlich will man sich die Chance auf eine handsignierte Ausgabe ja nicht entgehen lassen), mußte ich ein paar Tage länger warten, bis ich das Werk in Händen halten durfte.
Das Warten hat sich insofern aber gelohnt, als das sich die Special Edition mal wieder als die empfehlenswerte Wahl erwiesen hat. Ich denke, das Album gewinnt durch die vier zusätzlichen Songs schon noch mal deutlich.
Das liegt ganz wesentlich daran, dass "Transsylvanian Express" eines der besten Hackett-Instrumentalstücke seit "Please Don't Touch" ist und einen perfekten Albumeinstieg darstellt. Die Verbindung von Rock- und Klassikelementen gelingt hier ausgesprochen gut und der gehetzte Gesang von Hackett, der "A Dark Night In Toytown" (dem musikalischen Doppelgänger) einiges von seinem Charme raubt, fehlt eben.
"Cedars Of Lebanon" ist eine Art Fortführung von "Waters Of The Wild". Ethno-Rock trifft auf klassisch-akustische Elemente, das ist spannend und das Drum-Finale ist sowieso extraklasse. Ebenso ist das instrumentale "Blue Child" eine gelungene Beigabe. Auch wenn es Kollege Jochen nicht ganz so sieht, wenn Blues überhaupt progressiv sein kann, dann ist dieses Stück mindestens der Weg dahin. In jedem Fall ist es aber ein schöner Beweis dafür, dass Hacketts Bluesausflüge nicht immer scheitern müssen (Ein anderer ist im übrigen das gelungene Dylan-Cover "Man In The Long Black Coat", in dem sich auch noch einige der besten Gitarrenteilstücke dieses Albums verstecken). Das akustische Betthupferl "Until The Last Butterfly" hätte es wegen mir nicht unbedingt gebraucht ;-)
Ansonsten gelingen Steve Hackett mit dem rockig-verschrobenen "Down Street", dem mitreißenden Ethno-Rocker "Waters Of The Wild", dem seltsam-verzerrten Kracher "Ego And Id" sowie dem beeindruckend-mitreißenden Instrumental "Howl" einige seiner besten Songs. Der Gesang ist natürlich wie immer kein Highlight, aber andererseits glaube ich manchmal, ein Hackett-Album mit einem brillianten Gastsänger würde irgendwie auch einiges vom verschrobenen Charme einbüßen.
Warum ist man dann nicht absolut begeistert? Nun, man hat in der Tat das Gefühl - wie auch die Kollegen schon schrieben -, dass man hier "To Watch The Storms, Part 2" hört. Der Spannungsaufbau des Albums, wie auch der einzelner Songs ist schon sehr ähnlich. Ein toller Song wie "Down Street" wirkt wirklich wie aus "The Devil Is An Englishman" und "Vampyre..." herausdestilliert. Dazu kommen die Pflichtballade, wie hier "A Girl Called Linda" und die AOR-Nummer, hier "Wolfwork" (welches allerdings irgendwie gehemmt wirkt). Neu ist sicherlich die Integration des Underworld Orchestras (bekannt von Hacketts Klassik-Album "Metamorpheus", welches mich damals nicht so recht begeistern konnte, wie ich überhaupt den akustischen Hackett eher respektiere, denn wirklich mag), die allerdings sehr diskret ausgefallen ist. Einem Höhepunkt dieser Klassik-Rock-Integration, dem schon erwähnten "Transsylvanian Express", steht z.B. eine grenzwertige, weil sehr schmalzig geraten, Nummer wie "She Moves In Memories" gegenüber. Allerdings ist wiederum der Beginn von "Wolfwork" mit klassischem Bombast und dem Übergang in einen AOR-Rocker schon richtig cool gemacht. Daneben schleichen sich in einige Songs ("A Girl Called Linda", "Howl") leichte jazzige Anklänge ein, die mir so auf Hackett-Alben noch nicht bewußt geworden sind.
Um auf den Anfang zurück zukommen... Steve Hackett gelingt mit "Wild Orchids" ein gutes Album, welches allerdings nicht so ein Überwerk wie vielleicht "To Watch The Storms" ist. Dazu passt auch irgendwie, dass man sich diesmal mit der Verpackung der Special Edition nicht ganz soviel Mühe gegeben hat wie eben bei "To Watch The Storms". Allerdings gibt es kaum einen Musiker, der so einen wilden Stilmix einigermaßen glaubwürdig auf einem Album unterbringen kann. Neben den bereits beschriebenen Klangfarben gibt es auch noch Ausflüge in altmodisch-viktorianisch anmutende Musik wie "Set Your Compass" oder "To A Close". So gesehen ist dieses Werk schon eine runde Sache und läßt die Hoffnung auf einen langen Hörspaß, bei dem es immer wieder neue Facetten zu entdecken gibt, aufkommen.
| Anspieltipp(s): |
Waters Of The Wild, Down Street, Howl, wenn man die Special Edition hat: einfach einlegen und los, weil dann kommt gleich "Transsylvanian Express" |
| Vergleichbar mit: |
Steve Hackett ist allmählich auch irgendwie sein eigenes Genre |
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| Veröffentlicht am: |
17.9.2006 |
| Letzte Änderung: |
17.9.2006 |
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