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Mikhail Chekalin

Green Symphony - Borderline State

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1991 (CD-Reissue 2004, NEX)
Besonderheiten/Stil: instrumental; Elektronische Musik
Label: Melodia
Durchschnittswertung: 9/15 (1 Rezension)

Besetzung

Mikhail Chekalin Synthesizers, Keyboards, Percussion, Voice

Tracklist

Disc 1
1. Green Symphony

1. Part 1 7:43
2. Part 2 4:25
3. Part 3 10:11
4. Part 4 6:28
5. Part 5 5:56

2. Borderline State

1. Part 1 10:11
2. Part 2 7:53
3. Part 3 13:14
4. Part 4 1:30
5. Part 5 4:21
6. Part 6 3:42

3. Psychedelic Vocalise   (Bonustrack) 3:35
Gesamtlaufzeit79:09


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


"Green Symphony - Borderline State", 2004 beim Label NEX erschienen, beinhaltet zwei umfangreiche Werke von Mikhail Chekalin aus den 80er Jahren, die 1991 auf zwei getrennten LPs schon einmal bei Melodia veröffentlicht worden waren. Die LP-Ausgabe von "Green Symphony" (entstanden 1987) beinhaltete auch noch das 14-minütige Stück "The Night Ritual" (jetzt als Bonusnummer auf der CD-Version von "The Symphony - Phonogram" zu finden), während das 1988 komponierte "Borderline State" hier in seiner Gesamtheit vorhanden ist (die LP hatte aus irgendeinem Grund allerdings den Titel "Boarder State" [sic!]).

Im Vergleich zu den bisher von mir rezensierten Alben von Chekalin ("Concerto Grosso No. 1", "Concerto Grosso No. 2" und "The Symphony - Phonogram") ist die Musik sowohl in "Green Symphony" als auch in "Borderline State" deutlich elektronischer ausgefallen, sind es in beiden Werken doch vorwiegend Synthesizer und andere elektronische Tasteninstrumente, die die Klänge bestimmen. Dazu kommen diverse perkussive Sounds, die meist auch elektronischen Ursprungs sind. Insbesondere in einigen Nummern der "Green Symphony" setzt Chekalin allerlei Dosendrums ein, wie sie in der zweiten Hälfte der 80er Jahre in jedem ordentlichen Keyboard oder entsprechenden Expandern zu finden waren. Das klingt inzwischen etwas billig und sagt mir daher nicht so furchtbar zu.

In "Borderline State" geht Chekalin mit solchen Sounds deutlich sparsamer um, bzw. setzt "echte" Perkussion ein. Das Stück trägt übrigens den Untertitel "Sympho Swing Suite" und es gibt in der Tat ab und zu - vor allem im langen "Part 3" - jazzige Momente. Ansonsten, insbesondere in der "Green Symphony", herrschen flächige, klangvoll-getragene, streicherinspirierte Sounds vor, die sich aber immer wieder zu sehr dichten, voluminösen Ausbrüchen steigern. In der "Sympho Swing Suit" gibt es zudem diverse schrägere Momente, in denen seltsame Vokaleinlagen und freieres Klangflimmern, -schweben und -blubbern vorherrschen (der Grossteil von "Part 1" z.B.).

Die Musik auf "Green Symphony - Borderline State" ist im Vergleich zu z.B. den Concerti Grossi deutlich weniger abwechslungsreich und abenteuerlich ausgefallen. Insbesondere die "Green Symphony" empfinde ich als etwas unspannend. Trotzdem sind diese beiden Werke von Mikhail Chekalin immer noch um einiges aufregender und farbiger als vieles, was sonst - insbesondere aus den 80er Jahren - im Genre Elektronische Musik im Angebot ist. Zudem ist das, was Chekalin hier vorsetzt handgemacht und auf altmodische Art und Weise zusammengeschnitten. Sequencer und Computer kommen nicht zum Einsatzt, so dass monotone Endlosschleifen von vorneherein ausgeschlossen sind. Chekalins Musik ist daher auch für abenteuerlustige Proghörer ganz interessant, die Elektronische Musik sonst eigentlich gar nicht mögen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 19.9.2006
Letzte Änderung: 24.9.2006
Wertung: 9/15
Green Symphony: 8; Borderline State: 10

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Mikhail Chekalin

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1991 Concerto Grosso No. 1 11.00 1
1991 Concerto Grosso No. 2 11.00 1
1991 The Symphony - Phonogram 12.00 1
1991 Between Spring and Autumn by Stealth 10.00 1
1993 Night Pulsation 11.00 1
1997 Porcelain God 8.00 1
1999 Avoiding the desire for cutting and piercing objects 9.00 1
2002 Saturn. Izdelie No... 10.00 1
2004 A Pagan Suite 9.00 1

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