Acquiring The Taste
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Vertigo |
| Durchschnittswertung: |
12/15 (3 Rezensionen) |
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Besetzung
| Gary Green |
6 string guitar, 12 string guitar, 12 string wah-wah guitar, donkey's jawbone, cat calls, voice |
| Kerry Minnear |
electric piano, organ, mellotron, vibraphone, Moog, piano, celeste, clavichord, harpsichord, tympani, maracas, lead vocals |
| Derek Shulman |
alto sax, clavichord, cowbell, lead vocals |
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| Phil Shulman |
alto & tenor sax, clarinet, trumpet, piano, claves, maracas, lead vocals |
| Ray Shulman |
bass, violin, viola, electric violin, Spanish guitar, tambourine, 12 string guitar, organ bass pedals, skulls, vocals |
| Martin Smith |
drums, tambourine, gongs, side drum |
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Gastmusiker
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| Tony Visconti |
recorder, bass drum, triangle |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Pantagruel's Nativity
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6:50
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| 2. |
Edge Of Twilight
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3:47
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| 3. |
The House, The Street, The Room
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6:01
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| 4. |
Acquiring The Taste
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1:36
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| 5. |
Wreck
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4:36
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| 6. |
The Moon Is Down
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4:45
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| 7. |
Black Cat
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3:51
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| 8. |
Plain Truth
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7:36
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| Gesamtlaufzeit | 39:02 |
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Rezensionen

Acquiring the taste ist the second phase of sensory pleasure. If you've gorged yourself on our first album, then relish the finer flavorus (we hope) of this, our second offering. It is our goal to expand the frontiers of contemporary popular music at the risk of being very unpopular. We have recorded each composition with one thought - that it should be unique, adventurous and fascinating. It has taken every shred of our combined musical and technical knowledge to achieve this. From the outset we have abandoned all preconceived thoughts on blatant commercialism. Instead we hope to give you something far more substantial and fullfilling. All you need to is is sit back, and acquire the taste.
Ein ganz schön prätentiöses Unterfangen, mag man angesichts dieser Linernotes zu "Gentle Giants" "Acquiring The Taste" meinen. Haben sie ihr Versprechen eingelöst? Ja: gegenüber dem Vorgängeralbum "Gentle Giant" sind die Kompositionen auf "Acquiring The Taste" komplexer und raffinierter geworden, bleiben dabei aber immer noch unaufdringlich und zugänglich.
Als Beispiel kann hervorragend "Wreck" dienen, dessen Strophe man auch noch nach einem halben Dutzend Tassen Grog in der Bar "Zum zerotteten Haifisch" mitgrölen könnte ("Hey Eyey Yeah, hold on"), der aber kontrastiert wird mit Spinett und Streichern oder Gitarrensolo mit bombastisch-symphonischem Mellotron oder renaissancemässigen Blockflöten. Und all dies, ohne zerissen oder konstruiert zu wirken: Respekt vor der damals jungen Band.
Auch die anderen Stücke sind nicht ohne: Das Titelstück ist ein kleines polyphones Zwischenspiel in Synthie-Klangfarben, "Pantagruel's Nativity" beginnt mit zerbrechlichem Falsett-Gesang, der mit flötenartigen Synthies und Trompete umspielt wird, "Edge Of Twilight" bietet gemeinsvollen Chorgesang begleitet von dumpfen Drums, kratzigem Cello und Klarinette, danach Spinett und donnernde Kesselpauken. "The Moon Is Down" beginnt mit hallgetränkten Saxes, fällt bald danch in einen bewegten 5/4 mit an "Genesis" erinnernden Gitarren-Arpeggios, der nach salon-mäßigen Saxstellen in ein seltsames Orgelsolo fällt. "Black Cat" groovt mit coolen Streicher-Piccicatos, polyphonem Gesang und jazzigem Vibraphon leise vor sich hin, bis ein schräges fugenartiges Streicherintermezzo mit burlesken Rhythmuseffekten beginnt, die schon deutlich viele der späteren polyphonen Experimente der Band vorwegnehmen. Danach "Plain Truth", das mit Wah-Wah-Violine und einem rockig-agressiven Hauptriff aufwartet.
"Acquiring The Taste" ist ein kleines Juwel von einer Platte, das seine vielfältige Schönheit und Raffinesse erst mit genauem und sorgfältigem Hinhören offenbart, aber genau das erwartete die Band ja vom Hörer... Sehr empfohlen.
| Anspieltipp(s): |
Black Cat |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
6.5.2002 |
| Letzte Änderung: |
6.5.2002 |
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Udo hat ganz recht! "Acquiring The Taste" ist ein Juwel. Mit diesem Album hatten Gentle Giant ihren Stil gefunden und diesen erstmals perfekt umgesetzt. Ein ausgesprochen abwechslungsreiches, komplexes aber gleichzeitig eingängliches und sehr melodiöses Album ist "Aquiring The Taste" geworden, das durch die farbigen Arrangements, den mehrstimmigen Gesang und die Vielzahl der eingesetzten Instrumente beeindruckt. Auch ich finde, dass "Wreck" das beste Stück dieser Scheibe ist (das beste in einer schon hervorragenden Sammlung), welches in seinen viereinhalb Minuten die Quintessenz des Schaffens der freundlichen Riesen präsentiert.
Vom bluesigen Rock, der bisweilen auf dem Debut noch zum Vorschein kam ist auf "Aquiring The Taste" nicht mehr viel vorhanden. Verstärkt ist dagegen auf dieser Scheibe ein jazziges Element spürbar, z.B. in den Vibraphon-Passagen von "Pantagruel's Nativity", am Anfang von "Plain Truth" oder im entspannten Beginn von "Black Cat". Alles in allem zelebriert die Gruppe hier einen fast klassisch anmutenden, symphonisch-polyphonen Kammerrock, der zumindest 1971 recht einzigartig dastand! In der Tat: Sehr empfohlen!
| Anspieltipp(s): |
Wreck |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
4.9.2004 |
| Letzte Änderung: |
4.9.2004 |
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"We have recorded each composition with one thought - that it should be unique, adventurous and fascinating."
Dieser eine Satz fasst Acquiring the Taste ungemein prägnant und zutreffend zusammen. Mit jedem Song entwirft die Band stilistisch ein neue Vorstellung ihrer Musik und insgesamt eine Vorstellung davon, was Artrock zu bieten hat. Es ergibt sich bei dieser Song-Sammlung auch durchaus eine übergreifende Atmosphäre. Diese ist neben der stilistischen Vielfalt, die schon alle Seiten der späteren Alben umfasst, vor allem auch von viel Liebe für's Detail geprägt. Die kammermusikalischen Zwischenspiele bei Black Cat oder Edge of Twilight mit Streichern und Percussion etwa stellen einen kleinen Quantensprung in der musikalischen Entwicklung der Band dar. Der Sound des Albums ist dabei nach meinem Eindruck auch durchaus filigraner als bei allen anderen Gentle Giant - Alben. Dies macht Acquiring the Taste schon zu etwas ganz Besonderem.
Die Feindifferenzierung fällt besonders nach dem meistens nur zwischen bluesrockiger Brachialität und kammermusikalischer Eleganz changierenden Debut auf. Gentle Giant führen bei Acquiring the Taste gleichwohl immer noch relativ separiert das vor, was bei späteren Alben wie Octopus, In a Glass House oder The Power and the Glory geradezu genialisch zusammengeführt wird. Die Ausführung der Idee, einzigartige und abenteuerliche Songs zu komponieren, ist Gentle Giant auf Acquiring the Taste rundum gelungen. Damit steht dieses frühe Meisterwerk den Alben der mittleren Phase aus seine Weise nicht nach.
Man sollte übrigens zum neuesten CD-Reissue von Repertoire greifen! Der Sound kommt nach meinem Höreindruck etwas räumlicher und dynamischer als bei der alten Vertigo-Pressung rüber. Diese empfinde ich aber gleichwohl nicht als schlecht. Weiterer Bonus der neuen Version ist die der LP-Ausgabe nachempfundene Gestaltung der Hülle im Klappcover, die endlich auch wieder die Songtexte enthält und die Information, wer bei welchem Song welches Instrument gespielt hat.
| Anspieltipp(s): |
Pantagruel's Nativity, Black Cat, Wreck usw. |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
12.2.2006 |
| Letzte Änderung: |
24.3.2013 |
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