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Gentle Giant

Acquiring The Taste

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1971
Besonderheiten/Stil: Klassischer Prog
Label: Vertigo
Durchschnittswertung: 12/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Gary Green 6 string guitar, 12 string guitar, 12 string wah-wah guitar, donkey's jawbone, cat calls, voice
Kerry Minnear electric piano, organ, mellotron, vibraphone, Moog, piano, celeste, clavichord, harpsichord, tympani, maracas, lead vocals
Derek Shulman alto sax, clavichord, cowbell, lead vocals
Phil Shulman alto & tenor sax, clarinet, trumpet, piano, claves, maracas, lead vocals
Ray Shulman bass, violin, viola, electric violin, Spanish guitar, tambourine, 12 string guitar, organ bass pedals, skulls, vocals
Martin Smith drums, tambourine, gongs, side drum

Gastmusiker

Paul Cosh trumpet, organ
Tony Visconti recorder, bass drum, triangle

Tracklist

Disc 1
1. Pantagruel's Nativity 6:50
2. Edge Of Twilight 3:47
3. The House, The Street, The Room 6:01
4. Acquiring The Taste 1:36
5. Wreck 4:36
6. The Moon Is Down 4:45
7. Black Cat 3:51
8. Plain Truth 7:36
Gesamtlaufzeit39:02


Rezensionen


Von: Udo Gerhards (Rezension 1 von 3)


Acquiring the taste ist the second phase of sensory pleasure. If you've gorged yourself on our first album, then relish the finer flavorus (we hope) of this, our second offering. It is our goal to expand the frontiers of contemporary popular music at the risk of being very unpopular. We have recorded each composition with one thought - that it should be unique, adventurous and fascinating. It has taken every shred of our combined musical and technical knowledge to achieve this. From the outset we have abandoned all preconceived thoughts on blatant commercialism. Instead we hope to give you something far more substantial and fullfilling. All you need to is is sit back, and acquire the taste.

Ein ganz schön prätentiöses Unterfangen, mag man angesichts dieser Linernotes zu "Gentle Giants" "Acquiring The Taste" meinen. Haben sie ihr Versprechen eingelöst? Ja: gegenüber dem Vorgängeralbum "Gentle Giant" sind die Kompositionen auf "Acquiring The Taste" komplexer und raffinierter geworden, bleiben dabei aber immer noch unaufdringlich und zugänglich.

Als Beispiel kann hervorragend "Wreck" dienen, dessen Strophe man auch noch nach einem halben Dutzend Tassen Grog in der Bar "Zum zerotteten Haifisch" mitgrölen könnte ("Hey Eyey Yeah, hold on"), der aber kontrastiert wird mit Spinett und Streichern oder Gitarrensolo mit bombastisch-symphonischem Mellotron oder renaissancemässigen Blockflöten. Und all dies, ohne zerissen oder konstruiert zu wirken: Respekt vor der damals jungen Band.

Auch die anderen Stücke sind nicht ohne: Das Titelstück ist ein kleines polyphones Zwischenspiel in Synthie-Klangfarben, "Pantagruel's Nativity" beginnt mit zerbrechlichem Falsett-Gesang, der mit flötenartigen Synthies und Trompete umspielt wird, "Edge Of Twilight" bietet gemeinsvollen Chorgesang begleitet von dumpfen Drums, kratzigem Cello und Klarinette, danach Spinett und donnernde Kesselpauken. "The Moon Is Down" beginnt mit hallgetränkten Saxes, fällt bald danch in einen bewegten 5/4 mit an "Genesis" erinnernden Gitarren-Arpeggios, der nach salon-mäßigen Saxstellen in ein seltsames Orgelsolo fällt. "Black Cat" groovt mit coolen Streicher-Piccicatos, polyphonem Gesang und jazzigem Vibraphon leise vor sich hin, bis ein schräges fugenartiges Streicherintermezzo mit burlesken Rhythmuseffekten beginnt, die schon deutlich viele der späteren polyphonen Experimente der Band vorwegnehmen. Danach "Plain Truth", das mit Wah-Wah-Violine und einem rockig-agressiven Hauptriff aufwartet.

"Acquiring The Taste" ist ein kleines Juwel von einer Platte, das seine vielfältige Schönheit und Raffinesse erst mit genauem und sorgfältigem Hinhören offenbart, aber genau das erwartete die Band ja vom Hörer... Sehr empfohlen.

Anspieltipp(s): Black Cat
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 6.5.2002
Letzte Änderung: 6.5.2002
Wertung: 10/15

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Von: Achim Breiling @ (Rezension 2 von 3)


Udo hat ganz recht! "Acquiring The Taste" ist ein Juwel. Mit diesem Album hatten Gentle Giant ihren Stil gefunden und diesen erstmals perfekt umgesetzt. Ein ausgesprochen abwechslungsreiches, komplexes aber gleichzeitig eingängliches und sehr melodiöses Album ist "Aquiring The Taste" geworden, das durch die farbigen Arrangements, den mehrstimmigen Gesang und die Vielzahl der eingesetzten Instrumente beeindruckt. Auch ich finde, dass "Wreck" das beste Stück dieser Scheibe ist (das beste in einer schon hervorragenden Sammlung), welches in seinen viereinhalb Minuten die Quintessenz des Schaffens der freundlichen Riesen präsentiert.

Vom bluesigen Rock, der bisweilen auf dem Debut noch zum Vorschein kam ist auf "Aquiring The Taste" nicht mehr viel vorhanden. Verstärkt ist dagegen auf dieser Scheibe ein jazziges Element spürbar, z.B. in den Vibraphon-Passagen von "Pantagruel's Nativity", am Anfang von "Plain Truth" oder im entspannten Beginn von "Black Cat". Alles in allem zelebriert die Gruppe hier einen fast klassisch anmutenden, symphonisch-polyphonen Kammerrock, der zumindest 1971 recht einzigartig dastand! In der Tat: Sehr empfohlen!

Anspieltipp(s): Wreck
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 4.9.2004
Letzte Änderung: 4.9.2004
Wertung: 13/15

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Von: Christian Rode @ (Rezension 3 von 3)


"We have recorded each composition with one thought - that it should be unique, adventurous and fascinating."

Dieser eine Satz fasst Acquiring the Taste ungemein prägnant und zutreffend zusammen. Mit jedem Song entwirft die Band stilistisch ein neue Vorstellung ihrer Musik und insgesamt eine Vorstellung davon, was Artrock zu bieten hat. Es ergibt sich bei dieser Song-Sammlung auch durchaus eine übergreifende Atmosphäre. Diese ist neben der stilistischen Vielfalt, die schon alle Seiten der späteren Alben umfasst, vor allem auch von viel Liebe für's Detail geprägt. Die kammermusikalischen Zwischenspiele bei Black Cat oder Edge of Twilight mit Streichern und Percussion etwa stellen einen kleinen Quantensprung in der musikalischen Entwicklung der Band dar. Der Sound des Albums ist dabei nach meinem Eindruck auch durchaus filigraner als bei allen anderen Gentle Giant - Alben. Dies macht Acquiring the Taste schon zu etwas ganz Besonderem.

Die Feindifferenzierung fällt besonders nach dem meistens nur zwischen bluesrockiger Brachialität und kammermusikalischer Eleganz changierenden Debut auf. Gentle Giant führen bei Acquiring the Taste gleichwohl immer noch relativ separiert das vor, was bei späteren Alben wie Octopus, In a Glass House oder The Power and the Glory geradezu genialisch zusammengeführt wird. Die Ausführung der Idee, einzigartige und abenteuerliche Songs zu komponieren, ist Gentle Giant auf Acquiring the Taste rundum gelungen. Damit steht dieses frühe Meisterwerk den Alben der mittleren Phase aus seine Weise nicht nach.

Anspieltipp(s): Pantagruel's Nativity, Black Cat, Wreck usw.
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 12.2.2006
Letzte Änderung: 22.7.2014
Wertung: 13/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Gentle Giant

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1970 Gentle Giant 10.20 5
1972 Octopus 12.67 3
1972 Three Friends 11.50 4
1973 In A Glass House 13.00 1
1974 The Power And The Glory 12.50 3
1975 Free Hand 12.00 2
1976 Interview 9.50 2
1977 Live - Playing The Fool 14.33 3
1977 The Missing Piece 7.33 3
1978 Giant for a day 3.67 3
1980 Civilian 7.25 4
1994 In Concert 9.00 1
1996 Edge Of Twilight - 1
1996 The Last Steps 9.00 1
1997 Under Construction 11.00 1
1998 Live on the King Biscuit Flower Hour 13.00 1
1998 Out of the fire - The BBC Concerts 10.00 1
2000 Totally out of the woods-The BBC Sessions 12.00 1
2000 Live Rome 1974 11.00 1
2001 In'terview in concert - 1
2002 Endless Life 9.00 1
2002 artistically cryme 8.00 1
2003 Way of life - 1
2004 Scraping the Barrel - 1
2004 Giant on the Box (DVD) 12.50 4
2006 GG at the GG (DVD) 10.00 1
2009 King Alfred's College Winchester 1971 10.00 1
2009 Live in Stockholm '75 11.00 1
2014 Live at the Bicentennial 12.00 1
2017 Three Piece Suite - 1

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