Empires Never Last
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
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| Durchschnittswertung: |
14/15 (3 Rezensionen) |
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Besetzung
| Stuart Nicholson |
Vocals |
| Spencer Luckmann |
Drums And Percussion |
| Lee Abraham |
Bass, Backing Vocals |
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| Dean Baker |
Keyboards |
| Roy Keyworth |
Guitars |
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Gastmusiker
| Karl Groom |
Production & Additional Guitars |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
De-Fi-
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2.03
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| 2. |
Ance
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3.42
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| 3. |
Termination
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7.14
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| 4. |
I Could Be God
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13.59
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| 5. |
Sidewinder
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11.00
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| 6. |
Memoirs Form An African Twin
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4.02
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| 7. |
Empires Never Last
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9.06
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| 8. |
This Life Could Be My Last
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9.18
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| Gesamtlaufzeit | 60:24 |
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Rezensionen
Von: Fix Sadler (Rezension 1 von 3)

Statement 03.02.2007:
Einige Leser haben sich beschwert, dass man nach wie vor keine "offizielle" Version von ENL bekommen kann. Wir haben weder Kosten noch Mühen gescheut, um den neuesten Stand um dieses, ich möchte fast schon sagen, legendäre Album zu ermitteln.
Stuart Nicholson schreibt uns auf Anfrage:
"There is no release date yet, but the tour version is still available for £12.50 payable to our paypal account. This is a fully mastered and pressed CD but without the booklet and completed artwork. We cannot discount the cost as included in the tour CD is an offer to get the finished product free by sending the enclosed card back to us (no photocopies accepted as original card will be returned with new CD). This is a limited offer as only 500 were pressed."
Zusammengefasst: Die "Tour Edition" ist noch zu haben, sie kostet £12.50 und kann über die Band-Homepage geordert werden (bzw. besser per E-Mail an "band_at_galahadonline.com" - mit Topic: ENL Tour Edition, oder so. Es gibt "nur" eine 500er Auflage). Das offizielle Release ist nach wie vor nicht zu datieren.
Nachtrag 09.06.2007:
SIE IST DA! Endlich und offiziell... Das Veröffentlichungsdatum von Empires Never Last kann man nun 25.05.07 datieren. Ich habe keine Ahnung ob es jemals so lange gedauert hat, ein vernünftiges Artwork zusammenzubasteln. Guiness-Buch verdächtig...
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
17.11.2006 |
| Letzte Änderung: |
9.6.2007 |
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Von: Fix Sadler (Rezension 2 von 3)

"Da das Studioalbum noch kommt, lasse ich mir nach oben noch Spielraum"; sagt Kollege Henning in seiner Rezi zu Resonance - Live In Poland. Das hat er richtig klug angestellt, denn hier kommt Empires Never Last!
Seit 1985 sind die NeoProggster von Galahad nun schon unterwegs. Von der Ur-Besetzung sind lediglich Stuart Nicholson und Roy Keyworth übrig geblieben. Auf den Positionen des Bassers und des Keyboarders gab es sogar so viele Wechsel, dass ich das gar nicht mehr nachhalten kann. Und jetzt sind Galahad endgültig angekommen. Empires Never Last ist das Referenz-Album der Band, das Referenz-Album des NeoProg des neuen Jahrtausends (das klingt so nett bombastisch, nicht Jahr, nicht Jahrzehnt, nicht Jahrhundert...ha!).
Die "schlechte" Meldung zunächst; bis auf das Intro "De-Fi-Ance" (aufgeteilt in 2 anspielbare Tracks in dieser Version der CD - doch dazu später) und das Zwischen-Instrumental "Memoirs From An African Twin" gibt es im Verhältnis zur oben angesprochenen Live-DVD keine "neuen" Songs.
Jetzt zu den guten Meldungen:
ENL rockt. Niemals zuvor hat eine Galahad-Scheibe so fett, so Gitarren-lastig, so voll und wuchtig geklungen. Die Produktion eines gewissen Karl Groom (Shadowland, Strangers On A Train, Threshold) ist extrem dynamisch, detailliert und ausgeklügelt bis in die letzte Frequenz. Dabei besitze ich derzeit "nur" die "Unfinished Tour Edition", die lt. Aussage der Band noch nicht der "Master-Mix" ist, auf der lfd. Tour exklusiv angeboten wird und gegen Einsendung des beiliegenden Bestell-Zettelchens um die Original-Version erweitert wird. Kostenfrei, versteht sich. Eine Nachahmenswerte Aktion der Combo, die man nicht zuletzt deshalb unbedingt auf der lfd. Tour besuchen sollte (15.-30. November 2006).
Galahad ist angekommen, angekommen in ihrem persönlichen Kosmos aus "Madhatter-Performance", schöngeistigem NeoProg, Trance- und Tekkno-Sounds, Hardrock und diesem und jenem. Nicht ein Ausfall ist auf der Scheibe zu verzeichnen, wie ein "Konzept-Album" (was es nicht ist) schleicht sich die Platte in die Gehörgänge, bietet kompakte Songs, die ihren Genre-Stamm nicht verbergen, spielt mit altertümlichen und modernsten Keyboardsounds, schafft eine perfekte Symbiose aus Zeitgeist und Prog. Roy Keyworth lässt den "Metaller" an allen Ecken und Enden raushängen, so hätte ich mir das schon immer gewünscht. Der neue Basser Lee Abraham ist eine Bereicherung des Gesamtsounds, spielt er doch druckvoll, groovgy und dennoch mit vielen Tricks und Finessen. Drummer Spencer Luckmann ist Live womöglich der einzige, kleine Schwachpunkt. Sein Drumming ist nicht ganz präzise und wenig "fliessend". Vielleicht ist dies allerdings auch einer schwerwiegenden Erkrankung geschuldet, Mr. Luckmann wurde zeitnah ein Tumor aus dem Kopf entfernt... Auf vorliegendem Album passt sich sein Spiel allerdings perfekt ein. Timing, Sound, Becken-Arbeit - passt! Und Stuart Nicholson? Der hat niemals besser gesungen und seine Tendenz, gelegentlich etwas "säuselig" zu agieren vollends abgestellt. Die Variabilität seiner Stimme ist beeindruckend. Geradezu agitatorisch rezitiert, leidet, kreischt und singt Stu seine Texte. Gelegentlich wird er dabei von Abraham unterstützt und eine Dame singt ebenfalls engelsgleich ein wenig im Hintergrund mit.
Die einzelnen Stücke sind ja schon auf der "Resonance"-Besprechung vorgestellt worden. Zu den 2 "Neuen" sei soviel gesagt; "De-Fi-Ance" ist ein klassisches Intro-Stück, welches an Year Zero erinnert, spätestens aber im zweiten Teil regelrecht brutal in "Industrial-Sounds" abdriftet. Der rabiate Schnitt (anhören!) zu Termination, gibt dem geneigten Hörer die Chance, den Mund wieder zu schliessen... "Memories from an Africa Twin" sollte eigentlich mein "Mecker-Stück" sein, beginnt es doch wie eine "Ricky King" Performance. "Leider" entwickelt sich aber auch dieses Teil zu einem abwechselungsreichen Kracher, der mit schöngeistigen NeoProg-Melodien spielt und später wunderbare "bababa" Chöre auffährt.
Darüber hinaus bekommen die vom Live-Album bekannten Stücke eine ergreifende Tiefe, ausgefuchste Details, überzeugende Dynamik. Ob man nun auf "Martin Luther King" und "George W. Bush" Samples (in I Could Be God und Sidewinder) steht oder nicht, halte ich für Nebensächlichkeiten. Und die Band schafft es emotional zu packen, trotz der vermeintlich unemotionalen Verbindung aus widersinnigen Stil-Merkmalen. Die Symbiose ist perfekt geglückt, die Stücke sind keine Sekunde zu lang, selbst wenn sie, wie z.B. in This Life Could Be My Last kaum Variationen, Breaks oder verschiedene Parts bieten.
Empires Never Last; Galahad; die Band hat das Werk erschaffen, wonach die NeoProg-Szene gelechzt hat. Der Beweis, dass in einem "ausgenudelten" Genre immer noch genug Potential steckt, um etwas neues zu erschaffen. Und selbst die NeoProg-Hasser dürfen nun ihre Vorurteile über Bord werfen und ein Ohr riskieren. Ob daraus Liebe wird? Wer mag das schon beantworten? Das Argument "immergleicher, schöngeistiger, Keyboardschleim" zieht hier auf jeden Fall nicht mehr.
| Anspieltipp(s): |
I Could Be God |
| Vergleichbar mit: |
klassischer NeoProg der 80er trifft auf Trance, Hardrock, Wave in einem fetten Sound - yo man! |
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| Veröffentlicht am: |
18.11.2006 |
| Letzte Änderung: |
18.11.2006 |
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In der Tat, Galahad sind angekommen. Nach dem archetypischen Neoprog der ersten Alben begann mit "„Following Ghosts" und dem Einstieg des (damals) neuen Keyboarders Dean Baker der lange Weg, der mit "Empires Never Last" seinen vorläufigen Höhepunkt findet. Kein Zweifel, "Following Ghosts" war in vielerlei Hinsicht misslungen: Ziellos, nicht zu Ende gedacht und über weite Strecken langweilig. Und dennoch hätten es Galahad ohne diesen mutigen ersten Schritt wohl weiterhin nur Alben veröffentlicht, die zwar guter Neoprog gewesen wären, aber eben auch nicht mehr.
"Empires Never Last" dagegen setzt konsequent den mit den beiden Vorgängeralben eingeschlagenen Pfad fort – und ist dabei doch in vielerlei Hinsicht klassisch-neoproggiger. Verschwunden sind bis auf das Intro die weiten Soundflächen, die Teile von "Year Zero" prägten, stattdessen bieten die Mannen aus Dorset ein Album an, in dem jeder Song für sich steht und überzeugen kann, aber dennoch im Gesamtkontext noch stärker wirkt. Titel wie "I Could Be God" und "Sidewinder" (übrigens mit herrlich debilen Bush-Zitaten versehen) vereinen beide Linien, die Galahad in ihrer Karriere verfolgt haben, zu einem homogenen Ganzen und schaffen dabei das Kunststück, die positiven Seiten beider Ausprägungen in sich zu vereinen. Die düster-majestätische Atmosphäre von Songs wie "Sleepers" oder "Ghost of Durtal" wird kombiniert mit den modernen elektronischen und Trance-Elementen von "Bug Eye" und "Year Zero". Was jedem gesunden Menschenverstand folgend kolossal scheitern sollte, funktioniert in einem Maße, dass es jedem alten Galahad-Anhänger die Tränen in die Augen treiben wird, v.a. da Threshold-Gitarrero Karl Groom dem Album eine Produktion verpasst hat, die sich selbst in diesem nicht gänzlichen finalen Mix nur mit amtlich angemessen beschreiben lässt. Endlich bratzen auch die Gitarren von Roy Keyworth so, wie sie es auch Livekonzerten machen. Auf eine Einzelbesprechung der Stücke möchte ich an dieser dieser Stelle verzichten, denn in der Tat hat Fix eigentlich alles gesagt, was dazu zu sagen ist.
Das was Galahad hier bieten, die Modernisierungen, die Bands wie Nemo oder IQ auf völlig andere Weise einem stagnierenden Genre verpassen, das ist die Zukunft des Neoprog. Sie muss es sogar sein, wenn es eine Zukunft jenseits selbstplagiatorischer Bands wie Pendragon, Jadis und Konsorten geben soll, die seit fast zwei Jahrzehnten nichts Neues mehr auf die Beine gestellt.
Wer dem Neoprog noch eine Zukunft zubilligen möchte, der muss "Empires Never Last" eine Chance geben, und wer dies momentan nicht tut, der könnte nachher seine Meinung geändert haben. Oder, um das vielleicht herrlichste in "Sidewinder" verwendete Zitat abzuwandeln: Nach diesem Album weiß man, dass Neoprog und Modernität nach wie vor in friedlicher Koexistenz leben können. Kaufpflicht!
| Anspieltipp(s): |
I Could Be God, Sidewinder |
| Vergleichbar mit: |
Galahad alt, Galahad neu |
|
| Veröffentlicht am: |
29.11.2006 |
| Letzte Änderung: |
29.11.2006 |
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