Twilight Town
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Ozella Music |
| Durchschnittswertung: |
12/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Guido Ponzini |
stick, silicon bass, bass, e-bow |
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| Giovanni Amighetti |
piano, keyboards, digiguitar, percussion, digitorotoguitar, guitar |
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Gastmusiker
| Guo Yue |
bamboo flute, flute |
| Max Meola |
drums, percussion |
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| Silvia Saccani |
vocals |
| Louisa Cottifogli |
vocals |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Twilight Town
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3:41
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| 2. |
Rainstorm Upon The Harbour
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2:04
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| 3. |
Ancient Path To The Windmill - Evening
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1:49
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| 4. |
Ancient Path To The Windmill - Daylight
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1:57
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| 5. |
Hammers Upon The Coal-Mine
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3:03
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| 6. |
Avalon
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2:12
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| 7. |
Little Dance For A Siamese Cat
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3:50
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| 8. |
Encounters
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4:21
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| 9. |
The Bear - Awakenin' And Beehive Discovery
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3:39
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| 10. |
The Bear - Painful Retreat
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0:57
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| 11. |
Lights From The Observatory
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1:36
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| 12. |
Snow Temple - December
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3:44
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| 13. |
Snow Temple - April
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4:02
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| 14. |
Dawn At Foggy Hill
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3:26
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| Gesamtlaufzeit | 40:21 |
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Rezensionen

Progger haben ja so manchen Fetisch... das Mellotron, Longtracks, Fantasy-Geschichten und sicherlich gehört auch der Chapman Stick als exotisches Instrument irgendwo dazu. Da sind Alben, die sich ganz diesem Instrument verschrieben haben, schon mal per se interessant.
"Twilight Town: a musical journey through memories of an imaginary world" steht auf der Seite des Künstlers bei seinem Heimatlabel ARV Music sowie auch auf der Hülle der CD, seines ersten Soloalbums. Guido Ponzini legt ein Album vor, das im wesentlichen auf Melodien und Konstruktionen mit dem Chapman Stick aufgebaut ist. Und obwohl er das Instrument erst Anfang 2005 zu spielen begonnen hat (das Album wurde im Oktober 2005 fertiggestellt), ist er bereits ein Virtuose an diesem Instrument, was u.a. Emmett Chapman himself zu ein paar warmen Worten (nachzulesen auf Digipak-Cover der Albums) veranlasst hat. Gut, Ponzini ist trotz seiner jungen Jahre (zum Zeitpunkt der Aufnahmen war er zarte 21 Jahre) schon ein ausgebildeter und graduierter Musiker, aber eben sicherlich auch ein besonderes Naturtalent.
"Twilight Town" ist ein Album, welches mir sogar nicht gefallen sollte... dies nur als Warnung. Ethno-/ Worldmusic-Elemente, ambiente Soundscapes, oftmals eher ruhige Klanggemälde... eigentlich nicht meine Welt. Was mich dazu bewegt hat, mir dieses Album zu kaufen? Ich weiß es nicht... gesehen habe ich es auf der Ozella-Homepage als ich auf der Suche nach Informationen zu Michel Sajrawy war. Manchmal lohnen sich solche spontanen Eingebungen aber.
"Twilight Town: a musical journey through memories of an imaginary world". Nochmals dieser Satz und ich kann ihn vollständig bejahen. Ponzini versteht es aus seinen Instrumenten, neben dem Stick sind das noch 'konventioneller' Bass sowie ein Bass mit einem Silikon-Korpus, ungewöhnliche, fesselnde Klänge herauszuholen. Besonders die Stücke, in denen der Stick das einzige Instrument ist, beeindrucken mit den unterschiedlichsten Klangfarben. Die Bandbreite dieses Instruments in den richtigen Händen ist nahezu unglaublich. Ponzini malt mit den Noten so plastisch, dass man letztlich immer wieder Bilder vor dem geistigen Auge hat und so entstehen wirklich Welten. Das ist so unglaublich und fesselnd, dass mir meine Worte, dies zu beschreiben, leer und platt vorkommen. Das muß man schon selbst gehört haben. Übergangslos kann Ponzini aber auch ordentlich grooven, so daß sich die Klanggemälde ab und an schlagartig in Rockstücke verwandeln. Leider kommt diese Wandlungsfähigkeit ein bisschen zu kurz.
"Twilight Town" ist allerdings, trotz der künstlerischen Potenz Ponzinis, eigentlich ein Duo-Album. Giovanni Amighetti, der Label-Chef von ARV Music, Weltmusik-Fan, studierter Musiker, unterstützt den jungen Ponzini tatkräftig. Die Kompositionen wurden teilweise mindestens von Amighetti mitarrangiert und er steuert seine vielfältigen instrumentalen Fähigkeiten bei, was zur Auflockerung des dunklen Klangbilds des Albums beiträgt. Amighettis Pianospiel rückt das Album immer wieder in die Nähe klassischer Musik. Mit Keyboards und teilweise digital verfremdeten Gitarren setzt er avantgardistische, rockige und gelegentlich auch ansatzweise bombastisch-hymnische Akzente.
Asiatisch-weltmusikalische Ausflüge unternimmt die Musik immer dann, wenn der Chinese Guo Yue (der unter anderem schon bei den Soundtracks zu "Killing Fields" und "Der letzte Kaiser" mitgewirkt hat) zur Flöte greift. Dabei entspinnt insbesondere die 'Bambus'-Flöte diesen 'Reisfeld'-Charme ;-) Wobei ich zugeben muß, diese Momente finde ich etwas zu plakativ und von daher sind das eher die schwachen Stellen in einem sonst außerordentlich bezaubernden Album.
Bieten der Opener und Titelsong sowie die folgenden Titel noch so etwas wie leichte Rockgrooves, wird das Album zunehmend ruhiger, schwebender, sphärischer, ja fast muß man sagen sakraler. Ein Trip ins Unwirkliche, der einen auf eine sanft schwebende Reise entführt. Aufgerüttelt wird der Hörer aber immer wieder, z.B. durch das avantgardistische, percussionlastige "Hammers Upon The Coal Mine" oder durch das ebenfalls rhythmisch eigenwillige "Encounters". Das Album ist instrumental, auch wenn zwei Sängerinnen auftreten. Die steuern aber nur bei zwei Songs lautmalerische Töne bei, was auch gut einfach ein weiteres Instrument sein könnte.
"Twilight Town" ist ein hochinteressantes, niemals langweiliges, beeindruckendes Album, welches irgendwie aus einer Zwischenwelt zu uns gekommen zu sein scheint. Musikalisch läßt sich das kaum irgendwo festmachen und das ist in der heutigen Zeit schon eine Rarität. Ein dunkler Diamant (dabei aber keineswegs düster, ganz im Gegenteil), den es zu entdecken gilt.
| Anspieltipp(s): |
macht wenig Sinn... sollte in einem gehört werden! |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
18.11.2006 |
| Letzte Änderung: |
18.11.2006 |
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