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24094 Rezensionen zu 16465 Alben von 6401 Bands.
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Gentle Giant

Three Friends

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1972
Besonderheiten/Stil: Klassischer Prog
Label: Vertigo
Durchschnittswertung: 11.5/15 (4 Rezensionen)

Besetzung

Gary Green guitars, percussion
Kerry Minnear keyboards, vibraphone, percussion, Moog, vocals
Malcolm Mortimore drums
Derek Shulman vocals
Phil Schulman sax, vocals
Ray Shulman bass, violin, 12 string guitar, vocals

Gastmusiker

Calvin Shulman boy's voice on Schooldays

Tracklist

Disc 1
1. Prologue 6:12
2. Schooldays 7:33
3. Working All Day 5:07
4. Peel The Paint 7:25
5. Mister Class And Quality? 5:51
6. Three Friends 3:00
Gesamtlaufzeit35:08


Rezensionen


Von: Udo Gerhards (Rezension 1 von 4)


Das dritte "Gentle Giant"-Album ist ein Konzeptalbum. Die zugrundeliegende Idee ist die Geschichte dreier Schulfreunde, die sich im Laufe ihrer Leben von einander weg entwickeln.

Musikalisch wird die nachfolgende Blütezeit der Band schon angedeutet: polyphone, kontrapunktische Passagen in Band und Gesang, verzwackte Melodielinien, üppige Instrumentierung (Standard-Bandbesetzung plus Streicher, Saxe, Vibraphon) in ausgeklügelten Arrangements, seltsam abgehakte Rhythmen. Dennoch klingt das Album in einem hauptsächlich in einem Punkt anders als seine Nachfolger:

Es geht oft rockiger zur Sache. Der Sound weist daher mehr Berührpunkte mit den anderen zeitgenössischen Prog-Bands auf. Zum einen äußert sich dies in einer verstärkten Präsenz der Gitarre, die in späteren "Gentle Giant"-Alben nur ein Instrument unter vielen war, aber hier des öfteren im Rampenlicht steht, z.B. der jaulende Gitarrenpart in "Mister Class And Quality", aber auch das Solo in "Peel The Paint" mit Experimenten mit einer Echo-Einheit. Überhaupt bildet auch die Präsenz von ausführlicheren Instrumental-Soli einen Kontrast zur späteren Entwicklung der Band, steht ihr aber erstaunlich gut, wie im Hammond-Solo in "Working All Day".

Der komplexeste Song mit vielen Teilen und viel Abwechslung ist wohl "Schoolday", inklusive typischem mehrstimmigen Gesang und jazzig-treibendem Vibraphon-Solo. Ansonsten wird auch ab und an kräftig und gradaus gerockt. Der Mittelteil von "Peel The Paint" mit emotionalem Gesang, schwerer Orgel und den hervorstechenden Saxophonen klingt deutlich nach "Van Der Graaf Generator", und "Three Friends" mit den bewegten Linien unter Chorgesang, Orgel, Mellotron ist wohl so nahe am Bombast, wie "Gentle Giant" jemals kamen.

Insgesamt erreicht "Three Friends" vielleicht noch nicht ganz die Klasse und ureigene Sprache der nachfolgenden Platten, bleibt aber zu jedem Zeitpunkt niveauvoll und unterhaltsam, daher: von mir herzlich empfohlen, insbesondere wenn man mal in den "Gentle Giant"-Kosmos aus einer ganz anderen Ecke hereinschnuppern möchte.

Anspieltipp(s): Schooldays
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 6.5.2002
Letzte Änderung: 6.5.2002
Wertung: 10/15

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Von: Achim Breiling @ (Rezension 2 von 4)


Viel bleibt Udos Rezension nicht hinzuzufügen. "Three Friends" ist in der Tat rockiger und erdiger als "Acquiring The Taste" und auch die Nachfolgescheiben. Wie auf dem Erstling von Gentle Giant kann sich hier die E-Gitarre an vielen Stellen in den Vordergrund spielen; Beispiele dafür hat Udo schon angeführt.

Mit "Working All Day" gibt es auf "Three Friends" einen dem Stück "Wreck" vom Vorgänger ebenbürtigen, komplexen "Mitgröhlsong" und mit dem Titelstück einen erstaunlich monumentalen, fast sakralen Epilog. Ansonsten präsentieren Gentle Giant auch auf dieser Scheibe den gewohnten, ausgesprochen eigenständigen Multiinstrumentalprog, der mich aufgrund seiner komplexen Vertracktheit bei gleichzeitiger Melodiösität und Eingänglichkeit, immer wieder aufs neue begeistert! "Three Friends" ist wohl meine Lieblingsscheibe von Gentle Giant. Tolle Platte!

Anspieltipp(s): Working All Day, Schooldays
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 4.9.2004
Letzte Änderung: 24.1.2005
Wertung: 13/15

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Von: Siggy Zielinski @ (Rezension 3 von 4)


Ich empfinde "Three friends" (neben "Octopus", "The Power And The Glory" und "Free hand") als eines der kompositorisch und produktionstechnisch stimmigsten Gentle Giant-Alben. An diesem Eindruck können seltsamerweise auch nichts die vorhandenen Kontraste ändern, wie die sehr sanften, introventiert-komplexen Passagen, die sich neben rockigeren Teilen behaupten müssen. Solche Kontraste wirken im Gegensatz zu "In a glass house" nachvollziehbar. Malcom Mortimores einfühlsames Schlagzeugspiel passt perfekt zur Band, während der Nachfolger Weathers sehr oft wie ein Fremdkörper wirken sollte. An dem Wechsel war bekanntlich ein Motorradunfall des Herrn Mortimore schuld...

Wieso schreibe ich das überhaupt? Ganz einfach: im Jahre 2008 hat Repertoire Records eine Mini-LP-Neuauflage des Albums herausgebracht, die designtechnisch (mit allen Texten und dem Originalcover von Rick Breach) und wohl auch klangtechnisch keine Wünsche mehr offen lässt. Verkauft wird die Ausgabe hier und da als "original recording remastered". Auf dem Cover konnte ich bisher keine Hinweise zu dem Thema entdecken. Erst ein Blick auf www.eroc.de, eine Erocs "Remastering Ranch" gewidmete Seite, verrät, wer Three Friends neulich remastered hat.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 29.12.2008
Letzte Änderung: 29.12.2008
Wertung: 12/15

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Von: Piotre Walter @ (Rezension 4 von 4)


Der dritte Longplayer der sanften Riesen - Konzeptalbum "Three friends" erzählt die Geschichte dreier Freunde und ist deutlich geschlossener und homogener als die anderen Alben der Band aus der frühen und klassischen Phase. So nimmt es fast eine Sonderstellung ein. Für mich hat der Song-Zyklus etwas von einem 35-minütigen Longtrack. Auch markiert es den Übergang der Früh- zur klassichen Phase.

Natürlich ist "Peel the Paint" ein Rock-Kracher, jedoch empfinde ich das Album mit seinen verspielten Instrumentalpassagen auch als sehr Jazz-beinflußt. Es gibt viele leisere, polyrhythmische Passagen und mit dem Xylophon kommt hier und dort ein jazziger Groove auf. Gesanglich ist es weicher, zarter und weniger rocktypisch als die Nachfolgealben. Der Gesang erscheint mir manchmal weniger Leadgesang als quasi ein weiterers Instrument im Rock-Jazz-Blues-Kosmos von Gentle Giant. Schön auch die relativ langen Soli des Albums.

Ein Kleinod, nicht das auffälligste GG-Album, aber wie immer voller komplexer, verrückter musikalischer Ideen.

Nachtrag: Heute kam die "Remastered Version" mit der Post, lohnt auf jedem Fall ! - viel klarer vom Sound. Schön auch das Klapp-Papp-Cover der ursprünglichen Vinylausgabe nachempfunden.
Anspieltipp(s): Prologue, Peel the Paint
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 7.11.2009
Letzte Änderung: 12.11.2009
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Gentle Giant

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1970 Gentle Giant 10.20 5
1971 Acquiring The Taste 12.00 3
1972 Octopus 12.67 3
1973 In A Glass House 13.00 1
1974 The Power And The Glory 12.50 3
1975 Free Hand 12.00 2
1976 Interview 9.50 2
1977 Live - Playing The Fool 14.33 3
1977 The Missing Piece 7.33 3
1978 Giant for a day 3.67 3
1980 Civilian 7.25 4
1994 In Concert 9.00 1
1996 Edge Of Twilight - 1
1996 The Last Steps 9.00 1
1997 Under Construction 11.00 1
1998 Live on the King Biscuit Flower Hour 13.00 1
1998 Out of the fire - The BBC Concerts 10.00 1
2000 Totally out of the woods-The BBC Sessions 12.00 1
2000 Live Rome 1974 11.00 1
2001 In'terview in concert - 1
2002 Endless Life 9.00 1
2002 artistically cryme 8.00 1
2003 Way of life - 1
2004 Scraping the Barrel - 1
2004 Giant on the Box (DVD) 12.50 4
2006 GG at the GG (DVD) 10.00 1
2009 King Alfred's College Winchester 1971 10.00 1
2009 Live in Stockholm '75 11.00 1
2014 Live at the Bicentennial 12.00 1
2017 Three Piece Suite - 1

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