Octopus
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Vertigo |
| Durchschnittswertung: |
11.5/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Gary Green |
Guitars, percussion |
| Kerry Minnear |
All keyboards, vibraphone, percussion, cello, Moog, lead and backing vocals |
| Derek Shulman |
Lead vocals, alto saxophone |
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| Philip Shulman |
Saxophones, trumpet, mellophone, lead and backing vocals |
| Raymond Shulman |
Bass, violin, guitar, percussion, vocals |
| John Weathers |
Drums, percussion, xylophone |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
The Advent of Panurge
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4:42
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| 2. |
Raconteur Troubadour
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4:02
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| 3. |
A Cry for Everyone
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4:04
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| 4. |
Knots
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4:11
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| 5. |
The Boys in the Band
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4:33
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| 6. |
Dog's Life
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3:12
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| 7. |
Think of Me with Kindness
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3:34
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| 8. |
River
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5:52
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| Gesamtlaufzeit | 34:10 |
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Rezensionen

"Gentle Giant" sind eine Band, die musikalisch kaum mit anderen Gruppen der Prog-Ära zu vergleichen ist, aber als richtungsweisend und innovativ gilt, obwohl sie sie nie die Popularität anderer Bands im Prog-Heyday erreichten.
Mit "Octopus" beginnt ihre klassische Phase ("Octopus" 1972 bis ca. "Interview" 1976), und der typische "Gentle Giant"-Sound ist schon voll ausgeprägt. Die Stücke der sanften Riesen sind selten überdurchschnittlich lang und kaum bombastisch, zeichnen sich dafür aber durch besonders komplexe Arrangements und abwechslungsreiche Instrumentierung aus (neben typischen Rockinstrumenten außerdem Xylophon, Vibraphon, Geige, Cello, Saxes, Blockflöten und mittelalterliche Instrumente).
Gleich der Opener "The Advent Of Panurge" demonstriert zwei typische Elemente: zum einen die dichten, aber dennoch zerbrechlichen mehrstimmigen Vocals-Arrangements mit komplexen, sprunghaften Melodien (siehe auch "Knots"), und weiterhin kontrapunktische Behandlung des Grundmaterials. D.h. mehrere Instrumente (plus Gesang) spielen quasi-unabhängige Linien, die gegeneinander laufen und sich umspielen. Dieser Sound wurde von ihnen dermaßen perfektioniert, daß neuere Bands wie "Echolyn", "Finneus Gauge" aber auch "Spock's Beard" (z.B. "Thoughts"), die mit diesem Stil experimentieren, sich unweigerlich dem Vergleich mit "Gentle Giant" ausgesetzt sehen. Das nachfolgende "Raconteur, Troubador" zeigt ein weiteres wichtiges "Gentle Giant"-Grundthema: mittelalterliche oder renaissanceartige Stücke und Sounds (siehe auch "Dog's Life").
Die weiteren Stücke loten diese Möglichkeiten und Eckpunkte aus und ergänzen sie durch weitere Elemente, z.B. im rockigen Anfang von "A Cry For Everyone", der bald durch einen kontrapunktischen Teil abgelöst wird. In "Think Of Me With Kindness" zeigen sie, daß so auch schöne, herkömmlichere Songs schreiben können, ohne dabei billig zu klingen.
Ein Wort der Kritik noch: was mich bei "Gentle Giant" etwas stört, ist Drummer John Wethers, der schon ordentlich spielt, aber in seinem eher plumpem Sound teilweise ein bißchen deplaziert wirkt. (Aber wirklich kaputt machen tut er nix, nur damit das klar ist.)
Alles in allem eine gute, empfehlenswerte Platte, die einen schönen Einstieg in "Gentle Giant" ergibt, auch wenn "In A Glass House" oder "The Power And The Glory" vielleicht noch eine Spur besser sind.
| Anspieltipp(s): |
The Advent Of Panurge, Knots |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
6.5.2002 |
| Letzte Änderung: |
6.5.2002 |
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"Octopus" war die erste LP von Gentle Giant, die ich mir zugelegt habe, war die Scheibe doch die einzige der Riesen, die auch in den 80ern ständig "in print" war und zu "nice price"-Konditionen in fast jedem Plattenladen zu erstehen war. Damit müsste es sich ja bei "Octopus" eigentlich um die beste LP der Band handeln, oder zumindest um diejenige, von der die Verkaufsstrategen der Plattenfirma annahmen, dass sie sich auch 10 Jahre nach Erscheinen noch gut verkaufen lassen würde. Nun, "Octopus" ist sicherlich eine spannende und zugleich eingängliche Platte, deren moderate Songlängen durchaus radiotauglich sind und die mit "Knots" sogar einen flotten Rocker mit Hitpotential enthält. Auch hat Udo in seiner Rezension dargelegt, dass die Platte die typischen Elemente des Gentle Giant-Stils beispielhaft demonstriert. Somit ist "Octopus" wohl wirklich eine ideale Einstiegsplatte für diese Band (auch wenn ich persönlich empfehlen würde am Anfang anzufangen).
Ein Stilelement ist auf "Octopus" zum ersten Mal deutlich vorhanden. Der Bezug auf mittelalterliche oder renaissanceartige Musik, wie er in "Raconteur, Troubador" und "Dog's Life" deutlich wird, war auf den drei Vorgängerscheiben noch nicht so ausgeprägt. Beginnt mit "Octopus" wirklich die klassische Phase von Gentle Giant? Zumindest sind sich die Alben ab dieser Scheibe bis "Interview" klanglich sehr ähnlich. Mit "Octopus" hatte die Gruppe ihren Stil perfektioniert. Danach gab es nichts wirklich Überraschendes oder Neues mehr, fast könnte man von Stagnation sprechen, wenn auch ein Stillstand auf sehr hohem Niveau.
Alles in allem wirkt die Musik auf "Octopus" im Vergleich zu den drei Vorgängern fast zu perfekt, stellenweise etwas klinisch-kalt und gefühllos. Es scheint mir, als ob hier ob aller instrumental- und vokaltechnischer Perfektion die Seele der Musik leidet und die Emotionen verlorengegangen sind. Einzig "River" mit den warmen Vibraphonklängen und den jazzrockigen Gitarrenlinien erinnert noch an die Klangwelt von "Acquiring The Taste" und "Three Friends". Trotzdem ist "Octopus" eine starke Platte, von der mir vor allem "Raconteur, Troubadour" als einer der besten Gentle Giant Songs in Erinnerung bleiben wird. Nicht unerwähnt bleiben soll schliesslich noch eines der - meiner Meinung nach - besten Cover-Gemälde von Roger Dean!
| Anspieltipp(s): |
Raconteur, Troubadour, River |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
4.9.2004 |
| Letzte Änderung: |
5.9.2004 |
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