In Focus
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Ludwig Benedek |
drums |
| Frank Fischer |
bass |
| Philipp Griffiths |
vocals, didgeridoo |
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| Vytas Lemke |
keyboards, accordion |
| Matthias Wurm |
guitar |
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Gastmusiker
Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
I'm Your Lie
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4:37
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| 2. |
In Denial
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3:45
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| 3. |
The Call
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4:04
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| 4. |
Enlighten Them
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4:02
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| 5. |
Books
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2:31
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| 6. |
History Lesson
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3:45
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| 7. |
Rhodesian Rhapsody
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4:22
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| 8. |
Hold On
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4:15
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| 9. |
To Be Or Not To Be ...Revisited
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3:49
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| 10. |
Falling
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4:25
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| 11. |
How We Perceive
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11:14
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| Gesamtlaufzeit | 50:49 |
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Rezensionen

Mit ihrem dritten Album entwickeln sich die Mannheimer Alias Eye fast zu so etwas wie einem alten Freund, den man kennt und gerne wieder mal bei sich zu Hause begrüßt. Denn mittlerweile gibt es so etwas wie den Alias Eye-Sound, den man gleich erkennt. Und das liegt bei weitem nicht nur am charismatischen Gesang von Phil Griffiths...
Aber diesmal hat der Alias Eye-Sound ein Update erfahren. Wie immer möchte man sagen bewegen sich die Jungs irgendwo zwischen melodischem Rock und sanftem modernem Prog mit leichten NeoProg-Anflügen. Diesmal kommt jedoch alles etwas härter, erdiger daher und die NeoProg-Anflüge sind praktisch verschwunden. Das liegt zum einen am Neuen an der Gitarre: Matthias Richter mußte die Band aus privaten Gründen verlassen, aber Alias Eye haben mehr als einen Ersatz gefunden: Matthias "Matze" Wurm. Wurm, der eher aus der Heavy-Ecke kommt, gibt dem Alias Eye-Sound mit seinem variablen, druckvollen Spiel einen ganz entscheidenden Kick. So rocken die Songs deutlich mehr als früher, manchmal streift man gar hardrockige Gefilde.
Überhaupt klingt das Album sehr erdig, rockig, weniger "überproduziert". Da tragen auch die restliche Alias Eyes dazu bei: Vytas Lemke bedient sich "echter" Keyboards-Sounds, viel Piano, Fender Rhodes, Orgel, sehr schön. Erstaunlich auch die Entwicklung der Rhythmus-Truppe. Frank Fischer und Ludwig Benedek klingen deutlich tighter und druckvoller als früher, auch wenn Benedek sicherlich kein Groove-Monster mehr werden wird. Aber die Drums klingen weniger steril als früher und auch der Bass kommt durchweg knackig daher.
Die Kompositionen klingen für meine Ohren nicht mehr so abwechslungsreich wie früher, gerade im Vergleich mit dem stilistisch vielgestaltigen Vorgänger "A Different Point Of You" (die tendenziell etwas kürzeren Tracklängen mögen auch ein Hinweis darauf sein). Mancher Gimmick erinnert mich an die früheren Alben, wobei die Intros zu den Songs inzwischen schon eine ganz eigene Qualität erreichen ;-) Es klingt alles etwas "straighter", noch ein bisschen weiter weg vom Prog (der vielleicht allerdings ohnehin nie das primäre Ziel der Mannheimer war). Allerdings verstecken die Songs manch schrägen Rhythmus-Wechsel unter ihrer netten, poppigen Fassade ;-) Denn die Songs sind stimmig, melodisch, mitreißend und gehen schnell ins Ohr. So schnell, dass ich mir fast etwas Sorgen mache, wie das auf die lange Zeit aussehen wird. Die 'Rocker' dominieren das Album, aber "Books", nur mit Gesang und Piano, finde ich zum Sterben schön, obwohl ich sonst keine Balladen mag...
Der Gesang... eigentlich brauche ich dazu nichts sagen. Phil Griffiths ist toll wie immer, in Deutschland dürfte er kaum eine Konkurrenz haben (na ja, vielleicht Marco Glühmann von Sylvan). Wobei sich Griffiths auf "In Focus" schon mal an den richtigen Stellen etwas zurücknimmt, dafür kann er in den 'härteren' Momenten etwas mehr aus sich herausgehen, was insgesamt die Gesangsleistung nur noch unterstreicht.
Alias Eye gelingt wieder ein Album, welches der melodischen Fraktion unter uns vorbehaltlos empfohlen werden kann. Durch die erdigere Produktion und vor allem durch den formidablen neuen Gitarristen sind Klangfarben hinzugekommen, die vielleicht auch den einen oder anderen Skeptiker mal zum antesten bewegen sollten, auch wenn die Musik sonst ein bisschen in Richtung Mainstream schielt.
Ach ja: So einen tollen 'Hidden Track' gibt es auch... mir gehen diese Gags ja inzwischen ziemlich auf den Senkel, aber wenigstens ist dieser hier wirklich witzig...
Das Album erscheint offiziell erst im Januar 2007. Solange muß aber niemand warten: Es ist bereits direkt bei der Band, beim Label und bei einigen Versendern erhältlich.
| Anspieltipp(s): |
I'm Your Lie, Enlighten Them |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
1.12.2006 |
| Letzte Änderung: |
2.12.2006 |
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Mit In Focus setzen Alias Eye da an, wo sie mit A Different Point of View aufgehört hatten. Allerdings wirkt In Focus durch den eher rifforientierten neuen Gitarristen Matthias Wurm rockiger und straighter als zuvor. Das Verspielte ist der Musik der Mannheimer dennoch nicht verloren gegangen, aber sie wirkt nicht mehr so süßlich, wie es vorher stellenweise der Fall war. Dies liegt sicher auch an Frontman Phil Griffiths, der die Variationsbreite seines Gesangs durchaus noch erweitert hat. Beim rockigen In Denial etwa singt er im Refrain annähernd mit einer Rauheit wie nach einer durchsoffenen Nacht.
Man sollte aber nicht dem Trugschluss erliegen, dass In Focus nur rocken würde. Der nervöse Salsa-Prog (!) Enligthen Them etwa, aber auch die dazwischen gestreuten Balladen lockern das Album gut auf - ganz abgesehen von den gelegentlichen Soundgimmicks.
Etwas bedauerlich ist allerdings die Zurücknahme einprägsamer Melodien. Dabei sind die Stücke durchaus melodisch, aber häufig mehr auf eine dem Melodic Rock eigene Art. Insgesamt steht In Focus den Vorgänger-Alben mit seinen eigenen Akzenten jedoch nicht nach. Alias Eye etablieren sich mit diesem Album weiter als feste Größe in der deutschen Melodic-Rock-orientierten Prog-Szene.
| Anspieltipp(s): |
Enlighten Them, In Denial |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
5.12.2006 |
| Letzte Änderung: |
5.12.2006 |
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