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Gentle Giant

Free Hand

(Siehe auch: Leitfaden "Britischer symphonischer Prog der 70er Jahre")
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1975
Besonderheiten/Stil: Klassischer Prog
Label: Chrysalis
Durchschnittswertung: 12/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Gary Green
Kerry Minnear
Derek Shulman
Ray Shulman
John Weathers

Tracklist

Disc 1
1. Just The Same 5:33
2. On Reflection 5:42
3. Free Hand 6:14
4. Time To Kill 5:08
5. His Last Voyage 6:26
6. Talybont 2:43
7. Mobile 5:03
Gesamtlaufzeit36:49


Rezensionen


Von: Udo Gerhards (Rezension 1 von 2)


"Free Hand" ist ein weiterer Favorit der Gentle Giant-Fans und ein regelmässiger Kandidat für "Bestes GG Album"-Umfragen. Mit dieser Platte hatten Gentle Giant ihren Sound endgültig perfektioniert. Auch wenn die zugrundeliegenden Ideen sich gegenüber den letzten zwei/drei Alben nicht unbedingt starkt verändert haben, so sind sie immer noch abenteuerlich genug und die Umsetzung bleibt beeindruckend. Und Kontrapunkt in einem Rockumfeld habe ich auf kaum einem anderen Album so souverän und selbstverständlich eingesetzt gehört, und das in praktisch allen Stücken. Aber auch was sich soundmässig auf "The Power And The Glory" andeutete, wird hier weiter auf die Spitze getrieben. Der Klang ist voller, dichter als auf den früheren Alben, auf denen die einzelnen Instrumente immer recht klar umrissen hervortraten; hier verbinden sie sich besser zum einem sehr homogenen und kraftvollen Klangeindruck.

Was auffällt, sind die wieder verstärkt vorkommenden mittelalterlichen und Renaissance-Referenzen in der Musik, die auf "The Power And The Glory" nicht so offenhörbar waren, hier aber im Mittelteil von "On Reflection" und im kompletten "Talybont" (wohl eine Nummer, die ursprüngliche für ein später geplatztes "Robin Hood"-Filmprojekt geplant war) wieder in den Vordergrund treten. Aber auch andere bekannte Elemente werden aufgenommen und entwickelt, wie am Anfang der Platte mit einem Rhythmus aus Fingerschnappen (vgl. "In A Glass House" mit den zerbrechenden Glas), der in ein rockigeres Stück geführt wird, das übrigens ein virtuoses Synthie-Solo über neckischer Sax-Begleitung enthält: nicht nur Rick Wakeman kann wirklich schnelle Arpeggios fummeln... Oder "On Reflection", das das ausgelassene Spiel mit vokalem Kontrapunkt mit der eröffnenden vierstimmigenn A-Capella-Fuge in kaum noch zu toppende Bereiche treibt: pures Staunen... Weiterhin gibt es natürlich mit dem Titelstück einen engagierteren, aber immer noch verspielten Rocker, der vom elektrischen Grundsound her sehr an "The Power And The Glory" erinnert, genauso wie es eine etwas ruhigere, songartigere Nummer gibt, hier "His Last Voyage", allerdings auch mit sanften polyphonen Einwürfen, eine Art ruhiges Echo des "On Reflection"-Themas.

"Free Hand" bildet wohl mehr oder weniger den Abschluss der grossen Phase Gentle Giants, und zwar einen durchaus beeindruckenden. Das unter starkem Zeitdruck entstandene Nachfolgewerk "Interview" enthält zwar immer noch einige tolle Momente, zeigt gegenüber "Free Hand" aber keine nennenswerte Weiterentwicklung, sondern eher eine Vereinfachung der Strukturen. Und auf den nachfolgenden Platten (die ich, wie ich gestehe nicht kenne), sollen Gentle Giant die Musik immer weiter auf zugänglich getrimmt haben, bis sie sich Anfang der Achtziger Jahre trennten.

Anspieltipp(s): On Reflection
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 6.5.2002
Letzte Änderung: 9.5.2012
Wertung: 12/15

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Von: Christian Rode @ (Rezension 2 von 2)


Freehand zählt noch zu den allgemein anerkannten großen Alben der Band. Allerdings hinterlässt diese Scheibe bei mir nicht ganz das Gefühl von Geschlossenheit und Größe wie es das experimentelle In a Glass House oder das schlichtweg perfekte The Power and the Glory hinterlassen.

Da gibt es die routinierten, mechanischen GG-Power-Progger (Just the same, Time to kill und Mobile), das mit Jazz- und Boogie-Elementen versehene Free Hand, das unwahrscheinlich komplexe, mit phantastischem Vibraphon- und Orgelsound angereicherte His last Voyage und die beiden Renaissancemusik-Hommagen On Reflection und Talybont. Letztere wirken auf diesem Album nach der perfekten Synthese von The Power and the Glory allerdings etwas deplatziert.

Damit wir uns recht verstehen: Dies ist Kritik an einer Band, die auf allerhöchstem Niveau musiziert. Insgesamt ist Freehand ein unbedingt hörenswertes Album, das sich der Gentle Giant-Afficionado auf gar keinen Fall entgehen lassen sollte. Es wirkt musikalisch nur einfach nicht ganz so stimmig wie seine unmittelbaren Vorgänger.

Anspieltipp(s): His last Voyage, Freehand
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 12.2.2003
Letzte Änderung: 1.7.2015
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Gentle Giant

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1970 Gentle Giant 10.20 5
1971 Acquiring The Taste 12.00 3
1972 Octopus 12.67 3
1972 Three Friends 11.50 4
1973 In A Glass House 13.00 1
1974 The Power And The Glory 12.50 3
1976 Interview 9.50 2
1977 Live - Playing The Fool 14.33 3
1977 The Missing Piece 7.33 3
1978 Giant for a day 3.67 3
1980 Civilian 7.25 4
1994 In Concert 9.00 1
1996 Edge Of Twilight - 1
1996 The Last Steps 9.00 1
1997 Under Construction 11.00 1
1998 Live on the King Biscuit Flower Hour 13.00 1
1998 Out of the fire - The BBC Concerts 10.00 1
2000 Totally out of the woods-The BBC Sessions 12.00 1
2000 Live Rome 1974 11.00 1
2001 In'terview in concert - 1
2002 Endless Life 9.00 1
2002 artistically cryme 8.00 1
2003 Way of life - 1
2004 Scraping the Barrel - 1
2004 Giant on the Box (DVD) 12.50 4
2006 GG at the GG (DVD) 10.00 1
2009 King Alfred's College Winchester 1971 10.00 1
2009 Live in Stockholm '75 11.00 1
2014 Live at the Bicentennial 12.00 1
2017 Three Piece Suite - 1

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