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Peccatum

Lost In Reverie

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2004
Besonderheiten/Stil: Progmetal
Label: Mnemosyne
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Vegard 'Ihsahn' Tveitan Vocals, Gitarre, Programmierung
Heidi 'Ihriel' Tveitan Vocals, Klavier & Keyboards
Knut Aalefjaer Drums

Tracklist

Disc 1
1. Desolate Ever After 08:26
2. In The Bodiless Heart 07:03
3. Parasite My Heart 06:23
4. Veils Of Blue 06:05
5. Black Star 08:14
6. Stillness 07:12
7. The Banks Of This River Is Night 06:34
Gesamtlaufzeit49:57


Rezensionen


Von: Jan Hamm


Bis ‚Lost In Reverie’ spielten Peccatum einen Stilmix aus schwarzmetallischen Fundamenten mit Gothicaufbauten und operesken Verzierungen. Das Oeuvre hob sich zwar in puncto Ausdrucksstärke von anderen Vertretern dieser Zunft ab, der Experimentiergeist Ihsahns, der mit ‚Prometheus’ als Abschlusswerk Emperors einen kreativen Berserkergang hingelegt hat, war aber leider nur undeutlich zu spüren. Mit dem vorliegenden Album schließt sich das Kapitel Peccatum (die folgende EP ‚The Moribund People’ kann ich aufgrund ihrer kurzen Spieldauer und ihres simplen Songwritings nur schwer als grande finale akzeptieren). Und gerade zum Ende findet Ihsahn, wie seinerzeit bei Emperor, wieder zu seinen ausufernden Ideen zurück. Eigentlich schade, dass der Mann den kreativen Output einer Band immer wieder erst zum Augenblick ihres Dahinscheidens neu definiert. ; )

‚Lost In Reverie’ bricht mit der Tradition des eigenen Schaffens ebenso, wie mit dem Erbe Emperors. Zwar findet man vereinzelt noch schwarzmetallische Ausbrüche, diese stehen jedoch eher wie Inseln in einem tiefen und unergründlichen Meer romantischer und melancholischer Stimmungen. Das Album bietet verträumte Klavierlamente, gelegentliche progmetallische Breaks, psychedelische Ausflüge, elegische Gitarrenläufe, ganz dezente Orchestrierung und sogar Keyboardläufe, die eher nach Lounge als Metal klingen. Das Resultat dieser Mixtur klingt avantgardistischer, als Peccatum und Emperor es je waren.

Der Opener ‚Desolate Ever After’ ist selber nochmal eine Kuriosität in der ohnehin unkonventionellen Kombination. Langsam entfalten quälend dünne und hohe Streicherarrangements und verzerrtes Geflüster eine bedrohliche Atmosphäre. Die eingefädelten Soundsamples von schwirrenden Fliegen verstärken den morbiden Touch. Dann setzt ein fließendes Klavier ein, begleitet von Ihriels gebrechlichem Gesang – um plötzlich in brutales Industrialklanggewaber mit Gitarrentupfern umzubrechen. Ihsahn betritt die Szenerie mit flüsterndem Sprechgesang, flankiert von diesmal bansheeartigen und klaren, weiblichen Vocals. Bis die Stimmung wieder kippt und erneut durch eine einsame Klavierstimme weitergetragen wird.

Diese gruselige Atmosphäre behält die Platte weitestgehend bei, die Art der Präsentation ist jedoch abswechslungsreich genug, um nicht langweilig zu werden. Das folgende ‚In The Bodiless Heart’ wird von einer Akkustikgitarre und bald einsetzenden, Trip-Hop-lastigen Drums eingeleitet. ‚Veils Of Blue’ fährt die besagte Lounge-Stimmung auf – nur, dass es mitnichten entspannend klingt, eher wie eine traurige Nostalgie auf einstige Schönheit. ‚Black Star’ ist wieder metallischer und fühlt sich doch selten nach Metal an. Zu statisch und klinisch kalt klingt das Zusammenspiel aus Schlagzeug und Gitarre. ‚The Banks Of This River Is Night’ entlässt den Zuhörer mit einer majestätischen Klavierballade, die zum Schluss dieser tour de force zumindest für einen Augenblick jeglichen Optimismus tilgt und erschöpft zurücklässt.

Die emotionale Erfahrung, die ich mit ‚Lost In Reverie’ hatte, ist mächtig und geprägt von morbider Melancholie. Anders könnte ich es nicht in Worte fassen. Nimmt man die Musik genauer unter die Vergrößerungsgläser, drängt sich allerdings der Eindruck auf, dass Ihsahn und Ihriel jeweils für bestimmte Aspekte der Musik zuständig waren und ihre Ergebnisse dann zusammengesteckt haben. Die Klavierpassagen sind von Ihriel geprägt, die metallischen und sonstwie gearteten Härteausbrüche tragen Ihsahns Signatur. Und so ist ‚Lost In Reverie’ als Album nicht so kontinuierlich, wie man zuerst denken mag. Auch Virtuosität sucht man hier vergebens. Das fällt nicht so schwer ins Gewicht, denn die eigentliche Qualität des Albums ist die Atmosphäre. Künstlerisch sind die Bilder von Verfall, Pest und verblichener Schönheit sehr gelungen. Aber würde man sich solche Bilder ins gemütliche Wohnzimmer hängen? Ich zumindest bin nicht oft in der passenden Stimmung für ‚Lost In Reverie’. Zum Vorwurf will ich das nicht machen, denn damit würde ich dem Album seine eigene Essenz vorwerfen.

Fazit: Bei ‚Prometheus’ hat Ihsahn ein nicht leicht zu konsumierendes, musikalisches Extrem beschritten, hier ist es ein atmosphärisches. Eine gute und interessante Platte – nur nicht sehr alltagskompatibel.

Anspieltipp(s): Desolate Ever After, Stillness
Vergleichbar mit: /
Veröffentlicht am: 14.12.2006
Letzte Änderung: 14.12.2006
Wertung: 10/15
Progmetal meets Gothic meets Avantgarde - nur in passender Stimmung genießbar

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