Live - Playing The Fool
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Chrysalis |
| Durchschnittswertung: |
14/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Gary Green |
electric guitar, acoustic guitar, 12 string guitar, alto recorder, descant recorder, vocals, percussion |
| Kerry Minnear |
keyboards, cello, vibes, tenor recorder, vocals, percussion |
| Derek Shulman |
vocals, alto sax, descant recorder, bass, percussion |
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| Ray Shulman |
bass, violin, acoustic guitar, descant recorder, trumpet, vocals, percussion |
| John Weathers |
drums, vibes, tambour, vocals, percussion |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Just The Same
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6:08
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| 2. |
Proclamation
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5:16
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| 3. |
On Reflection
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6:20
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| 4. |
Excerpts From Octopus
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15:37
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| 5. |
Funny Ways
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8:29
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| 6. |
The Runaway
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3:55
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| 7. |
Experience
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5:34
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| 8. |
So Sincere
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10:17
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| 9. |
Free Hand
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7:40
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| 10. |
Sweet Georgia Brown (Breakdown In Brussels)
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1:15
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| 11. |
Peel The Paint / I Lost My Head (Medley)
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7:35
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| Gesamtlaufzeit | 78:06 |
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Rezensionen

Die Live-Band "Gentle Giant" war berühmt für das geradezu unheimliche Arsenal an Instrumenten auf der Bühne, das an ein kleines Orchester erinnerte. Dies wird auch auf "Playing The Fool" anhand der "Free Hand"-Tour 1976 dokumentiert; die Instrumentenliste führt neben Standardgerät auch Alt-Sax, Trompete, verschiedene Blockflöten, Violine, Cello, Vibraphon und einiges mehr. Wenn dann auch noch alle fünf Bandmitglieder unter "Vocals" geführt werden, kann man schon einiges erwarten.
Natürlich können dennoch nicht immer alle Nuancen der Studio-Aufnahmen rekreiert werden, und vielleicht ist dies auch gut so. Nichtsdestotrotz präsentiert die Band atemberaubend souverän ihre teils hoch komplexen, polyphon verspielten, dennoch zugänglichen und selbstverständlichen Nummern. Schon in den ersten beiden Stücken herrscht statt klinischer Präzision eine fröhliche Spielfreude, die die Stücke lebendiger wirken lässt als auf den entsprechenden Studiowerken. Weiterhin fliessen die beiden Nummern ("Just The Same" und "Proclamation" von "Free Hand" resp. "The Power And The Glory") ineinander über, was ihre musikalische Verwandtschaft deutlich werden lässt: in beiden demonstrieren die sanften Riesen ihre Fähigkeit, Rhythmen und Harmonien aus kleinsten Bestandteilen über die ganze Band verteilt homogen und delikat zusammenzusetzen.
Spätestens bei der dritten Nummer, dem grandiosen "On Reflection", hat der ästhetisch bleiche Matthias nicht ganz unrecht, wenn er meint, dass man nach dem Anhören von "Playing The Fool" eigentlich vor den Boxen niederknien müsse: nicht nur, dass GG die vierstimmige A-Capella-Vokalfuge ohne hörbare Anstrengung absolvieren, nein, danach auch noch mal die ganzen komplexen Vocals plus verwobenes Instrumentalarrangement. Respekt und Bewunderung. Und da ist die kompositorische Finesse des Songs noch gar nicht angerechnet... Dagegen ist "Gibberish" nur Gibberish.
Als nächstes wird in einem viertelstündigen Medley das "Octopus"-Album behandelt, verschiedene Nummern werden kurz angespielt und verwoben, teils in drastisch aber grossartig veränderten Arrangements, z.B. für zwei akustische Gitarren. Nach all dieser erschlagenden Genialität kommt das etwas simplere "Funny Ways" vom ersten Album als Verschnaufpause gerade recht, und siehe da: seine bitter-süsse Melancholie nimmt hier geradezu gefangen. Akustische Gitarre und Streicher umgarnen den Hörer, um ihn später mit fetter Orgel und Trompete wegzublasen, nicht ohne Platz für ein Vibraphon-Solo zu lassen.
Was soll ich mehr sagen? Ich will Euch gar nicht mit weiteren Details zur zweiten Hälfte der Platte (übrigens eine Doppel-LP auf einer CD) nerven, nur soviel: kaufen, hören, staunen, lieben. Diese CD kann jedem als grandioses Dokument der kompositorischen und instrumentalen Meisterschaft dieser sowohl kräftig rockenden als auch versponnen intimen Band empfohlen werden. Aber Vorsicht: Suchgefahr (fragt Matthias...)!
| Anspieltipp(s): |
On Reflection, Octopus |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
6.5.2002 |
| Letzte Änderung: |
6.5.2002 |
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... Und noch einmal 14 Punkte. Da fragt sich doch der geneigte Leser bestimmt, wieso ich mir denn die Arbeit mache und etwas zu Playing The Fool schreibe, obwohl Udo sie schon hinlänglich gelobt hat.
Die Antwort ist ganz einfach: Bei Playing The Fool geht es Gott sei Dank nicht anders, als dass man dazu auch noch seinen unqualifizierten, begeisterten Senf abgibt und dem potentiellen Leser von seiner großen Liebe zu der Scheibe erzählt.
Die Platte macht unglaublich Spaß. Die abwechslungsreichen Arrangements werden bei diesem Live-Dokument mit einer mitreißenden Spielfreude gespielt, klasse. Danke, Gentle Giant, und natürlich auch danke an die BBS, ohne die ich Gentle Giant wohl nie kennen gelernt hätte.
| Anspieltipp(s): |
Excerpts from Octopus |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
5.2.2006 |
| Letzte Änderung: |
1.8.2011 |
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