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Twisted Into Form

Then Comes Affliction To Awaken The Dreamer

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2006
Besonderheiten/Stil: Progmetal
Label: Sensory/True Music
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Erik Aadland Bass, Programming
Kaj Gornitzka Guitars, Mandolin, Programming
David Husvik Drums
Leif Knashaug Vocals

Tracklist

Disc 1
1. Enter Nothingness 3:32
2. Instinct Solitaire 3:35
3. Torrents 4:15
4. The Thin Layers Of Lust And Love 7:04
5. Tear 2:12
6. Manumit 3:43
7. The Flutter Kings 4:25
8. Erased 2:51
9. House Of Nadir 6:40
10. Coda 6:04
Gesamtlaufzeit44:21


Rezensionen


Von: Dennis Egbers @


Frickelbrüder aufgemerkt! Wer von Euch lechzt schon seit Jahren nach einem neuen Album von Spiral Architect? Wen von Euch hat es etwas gestört, dass auf "A Sceptic's Universe" ruhige Momente nahezu nie vorkamen? Die Rettung ist nah, denn nach sechs Jahren veröffentlichen die Norweger von Twisted Into Form nun endlich ihr Erstlingswerk.

Moment, Norwegen, da kamen doch auch... genau, und beim Blick auf die Besetzungsliste werden noch einige andere Parallelen klar, wurden Twisted Into Form doch gegründet von Bassist Erik Aadland und Gitarrist Kaj Gornitzka, der vorher bei bereits erwähnten Spiral Architect aktiv war und diese just vor der Aufnahme ihres einzigen Albums verließ, um sich seiner eigenen Band zu widmen. Verstärkt wird dieses Duo durch Schlagzeuger David Husvik, den Freunden technischeren Metals sicher durch seine Stammband Extol bekannt, sowie Sänger Leif Knashaug, der – zweite Parallele – auch das Demo von Spiral Architect eingesungen hat.

Nicht nur vom Personal, auch musikalisch sind Gemeinsamkeiten unverkennbar: Twisted Into Form spielen höchst komplexen technischen Metal in der Tradition von Watchtower oder eben Spiral Architect, integrieren aber zusätzlich in erheblichen Maße Jazzmerkmale. Zusammen mit der Tatsache, dass nicht stetig Frickelvollgas gegeben wird, sondern auch des öfteren auf atmosphärische, etwas ruhiger aufgebaute Momente gesetzt wird, sind auch Vergleiche mit Cynic, Canvas Solaris oder Gordian Knot nicht von der Hand zu weisen.

Wer auf hochtechnisches Gefrickel steht, das nicht jegliche Melodiösität erstickt und zudem durch einen wirklich guten Sänger verfeinert wird, der wird mit "Then Comes Affliction To Awaken The Dreamer" pünktlich zur Festzeit die Bescherung des Jahres 2006 erleben. Als Beispiel für das Balancieren sei nur "The Flutter Kings" genannt, dass vielleicht nicht die beste Komposition des Albums ist (wobei sich hier aber ohnehin nur marginale Schwankungen feststellen lassen), aber wohl am besten das Balancieren zwischen Atmosphäre und Technik, Metal und Jazz demonstriert, das Twisted Into Form auf ihrem Erstling finden. Melodische Soli treffen auf bretthart-technisches Geriffe, Double-Bass-Attacken kämpfen mit jazzigen Bassläufen und vollendet wird das Ganze dann durch den vielleicht nicht überragenden, aber in jedem Falle deutlich überdurchschnittlichen Gesang.

Eine weitere tiefgehende Analyse der Stücke möchte ich mir an dieser Stelle sparen - teils schlicht aufgrund mangelnder musiktheoretischer Kompetenz, um die Stücke technisch auseinanderzuklamüsern, zum anderen aber auch weil sich im Prinzip alle Stücke von der stilistischen Grundausrichtung nicht wirklich unähnlich sind. So ist es vielleicht nicht nur im Hinblick auf das Breakgewitter, das fast permanent auf den Hörer niederkommt, eine gute Idee, dass sich Twisted Into Form mit eine knappen Dreiviertelstunde beschieden haben. Diese geht allerdings dann auch höchst unterhaltsam vorbei und sorgt dafür, dass "Then Comes Affliction To Awaken The Dreamer" neben "Penumbra Diffuse" eindeutig das Tech-Metal-Album des Jahres ist. Respekt!

Anspieltipp(s): Torrents, The Flutter Kings, Code
Vergleichbar mit: Watchtower, Spiral Architect, Cynic, Gordian Knot, Spastic Ink, Canvas Solaris
Veröffentlicht am: 17.12.2006
Letzte Änderung: 12.2.2007
Wertung: 11/15
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