SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
28.4.2017
Solefald - The Linear Scaffold
Djam Karet - Sonic Celluloid
27.4.2017
Arms of Tripoli - Daughters
Samsara Blues Experiment - One with the Universe
26.4.2017
Dirty Sound Magnet - Western Lies
25.4.2017
Timeout - 7
The Spur - Rebirth
Emerson, Lake & Palmer - Works, Volume 2
24.4.2017
Vandroya - Beyond the human Mind
Stackridge - Extravaganza
23.4.2017
Horse Lords - Interventions
JPL - Le Livre Blanc
22.4.2017
This Winter Machine - The Man who never was
Soup - Remedies
Bad Dreams - Deja Vu
21.4.2017
Zu - Jhator
Defecto - Excluded
Kairon; IRSE! - Ruination
ARCHIV
STATISTIK
23383 Rezensionen zu 15973 Alben von 6203 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Mikhail Chekalin

Saturn. Izdelie No...

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2002
Besonderheiten/Stil: instrumental; Elektronische Musik; RIO / Avant
Label: Citadel Records
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Mikhail Chekalin all instruments

Tracklist

Disc 1
1. Part 1 10:59
2. Part 2 4:18
3. Part 3 3:29
4. Part 4 2:11
5. Part 5 2:29
6. Part 6 2:55
7. Part 7 7:47
8. Part 8 3:06
9. Part 9 7:21
10. Part 10 4:32
11. Part 11 3:06
12. Part 12 3:15
13. Part 13 3:27
14. Part 14 1:49
15. Part 15 4:37
16. Part 16 1:59
17. Part 17 5:11
18. Part 18 1:23
Gesamtlaufzeit73:54


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


In den letzten Jahren bemüht sich Mikhail Chekalin nicht nur darum seine Werke aus den 80er und frühen 90er Jahren auf CD wiederzuveröffentlichen, er komponiert und veröffentlicht auch weiterhin neue Werke. "Saturn. Izdelie No...", aufgenommen in den Jahren 1999-2000, ist seinem Vater Gennady Fedorovich Chekalin gewidmet. Dieser war offenbar Ingenieur (im Beiheft bezeichnet ihn Chekalin als "Erfinder"), der sich unter anderem mit der Entwicklung von Stratosphärenballons beschäftigt hat. "Saturn" hieß das größte von ihm gebaute Modell, mit dem in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts vermittels in die obersten Schichten der Atmosphäre transportierten Teleskopen erstmals photographische Aufnahmen der Sonnenflecken gemacht wurden.

Izdelie heißt wohl so viel wie Patent, so dass der etwas außergewöhnliche Titel dieses Albums "Saturn. Patentnummer ..." bedeutet. In musikalischer Hinsicht bleibt sich Chekalin seiner in den 80er Jahren entwickelten Linie treu. Aus allerlei Klangquellen (hier meist akustische und vor allem elektronische Tastensounds und Perkussion) hat der Russe eine abwechslungsreiche Suite zusammengebastelt, bei der die einzelnen Abschnitte meist bedrohlich und geheimnisvoll dahingleiten, aber auch in komplexere, RIO-Kammerprog-inspirierte Gefilde geraten und jazzige Einflüsse aufweisen. Mitunter muss man beim Lauschen von "Saturn. Izdelie No..." auch an Komposition aus der Renaissance (immer dann, wenn die Musik schreitend dahinzutanzen scheint), auch wenn der Grossteil der Musik aber von der modernen Klassik beeinflusst ist (die Post-Shostakovich-Schule, Komponisten wie z.B. Schnittke, Silvestrov und Denisov).

"Saturn. Izdelie No..." hat aber auch eine leichtere Seite. Einige Nummern rocken nämlich ziemlich, so dass man gut dazu tanzen könnte ("Part 5" und "Part 9"), was beim ersten Hören etwas verwirrt, dann aber doch einen ganz witzigen Kontrast ergibt. Andere Stücke sind dagegen ein wenig zu gefällig und melodiös ausgefallen und geraten damit in gefährliche Nähe zu Fahrstuhlmusik. Letzteres ist zum Glück selten der Fall. Die Musik kommt meist sehr abwechslungsreich aus den Boxen, wechselt zwischen mysteriösem und verhaltenen Klangschweben und druckvoll- hektischen, mitunter recht schrägen Abschnitten munter hin und her. Die Kürze der meisten Nummern ist ein ganz guter Indikator für den Abwechslungsreichtum der Musik. Etwas stören mich allerdings (wie so oft) die elektronischen Perkussionsounds die Chekalin ausgiebig verwendet.

"Saturn. Izdelie No..." ist ein ziemlich interessantes Album mit seltsam unmoderner (im positiven Sinne) Musik, die sich deutlich an Cheklins Werke der 80er anlehnt. Wie immer bei seinen Aufnahmen entstand das Ganze ohne die Zuhilfenahme von Computern oder Samplern. Elektronikliebhaber sollten sich wohl erst einmal die älteren Einspielungen des Russen zulegen (die beiden Concerti Grossi z.B. oder "The Symphony - Phonogram"). Danach wäre "Saturn. Izdelie No..." dann eine schöne Sammlungserweiterung!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 24.12.2006
Letzte Änderung: 20.5.2013
Wertung: 10/15

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Mikhail Chekalin

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1991 Concerto Grosso No. 1 11.00 1
1991 Concerto Grosso No. 2 11.00 1
1991 The Symphony - Phonogram 12.00 1
1991 Green Symphony - Borderline State 9.00 1
1991 Between Spring and Autumn by Stealth 10.00 1
1993 Night Pulsation 11.00 1
1997 Porcelain God 8.00 1
1999 Avoiding the desire for cutting and piercing objects 9.00 1
2004 A Pagan Suite 9.00 1

Zum Seitenanfang

© 1999-2017; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum