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Liliental

Liliental

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1978
Besonderheiten/Stil: instrumental; Elektronische Musik; Krautrock; sonstiges
Label: Brain - Metronome
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Dieter Moebius ARP, Gitarre, Percussion
Asmus Tietchens Moog, Piano
Okko Becker ARP, Keyboards, Percussion, Vocals, Singende Säge, Gitarre
Conny Plank ARP, Gitarre, Vocals
Johannes Pappert Sax, Schlagzeug, Bass, Flöte
Helmut Hattler Bass

Tracklist

Disc 1
1. Stresemannstrasse 6:09
2. Adel 4:49
3. Wattwurm 4:15
4. Vielharmonie 7:39
5. Gebremster Schaum 8:38
6. Nachsaison 3:00
Gesamtlaufzeit34:30


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Auch wenn Dieter Moebius und Kollegen das hier zu rezensierende Album offenbar nicht nach dem deutschen Flugpionier benannte haben (der schreibt sich nämlich Lilienthal mit "th"), schwebt die Musik auf "Liliental" wie ein Gleitflieger elegant und federleicht dahin. 1976 versammelte Moebius ein paar Bekannte und Freunde in Conny Planks Studio, darunter Helmut Hattler und Johannes Pappert von Kraan, um in wenigen Tagen die vorliegende LP einzuspielen. Erschienen ist das Ganze allerdings erst 2 Jahre später. Ein sehr entspanntes, angenehm anzuhörendes Album war das Ergebnis.

Die Werke von Moebius' Stammprojekt Cluster (die ab "Zuckerzeit") geben die Richtung vor, wenn man die auf "Liliental" zu findende Musik beschreiben möchte. Sanfte elektronische oder elektronisch verfremdete Klänge liefern die Grundlage, auf der sich die Kompositionen aufbauen. Zu dieser elektronischen Komponente kommt dann ein normales Rockinstrumentarium, welches vielfarbig, etwas angejazzt, aber meist eher zurückhaltend zum Einsatz kommt. Ein Piano hallt, eine E-Gitarre jault gedämpft, ein E-Piano perlt verhalten, der Bass wummert dezent, ein Saxophon erklingt zögerlich, eine Flöte seufzt, eine Akustikgitarre schrammelt, dezent klappert die Perkussion oder gar ein Schlagzeug, Okko Beckers singende Säge klagt und alles wird zusammengehalten von allerlei Zirpen, Blubbern und Zischen vom Synthesizer und anderen flächigen und schwebenden Elektrosounds. Selten gibt es einen hymnisch-spacigen Ausbruch, oder ein paar chorartige Vokaleinlagen.

Elegant, schön, humorvoll (vor allem im drolligen "Wattwurm") und angenehm, ohne seicht oder langweilig zu werden, mäandert die Musik auf "Liliental" dahin, wirkt seltsam gedämpfte, ist dabei aber durchaus kurzweilig und vertrackt ausgefallen und besticht durch die vielseitige Instrumentierung. Wer die späteren Werke von Cluster schätzt und die Alben von Harmonia, dem sollte auch "Liliental" viel Freude machen. Ich würde sogar sagen, dass es auf dieser Scheibe hier deutlich abwechslungsreicher zugeht, als auf den Werken der beiden eben genannten Formationen. Gut, vom Stuhl fegen wird die Scheibe sicher niemanden, doch ist sie eine nette, gehaltvolle, sehr angenehme Hörbeschäftigung für späte Abende oder geruhsame Sonntagnachmittage. Ach ja, man sollte sich nicht vom "geschmackvollen" Cover abschrecken lassen!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 12.1.2007
Letzte Änderung: 13.5.2017
Wertung: 10/15

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