Mit ihrem vierten Album "Un Encuentro" hatten Triana die 80er Jahre eingeleitet und den progressiv-symphonischen Ursprung hinter sich gelassen. Das andalusische Trio hatte sich auf einen von tiefgründigen Emotionen getragenen Softrock spezialisiert, in dem sich der charismatische Gesang von Jesús de la Rosa in anmutiger Eleganz entfalten kann. Seine Tasteneinsätze ordnen sich in ehrfürchtiger Zurückhaltung dem schmachtenden Nebeneinander aus gefühlvoll-warmen Gesangseinsätzen und geschmackvoller Gitarrenornamentik unter.
Triana hatten zwar das Terrain des Progrocks eindeutig verlassen, konnten aber stets auf ihre folkloristischen Wurzeln zurückgreifen. Mit den beiden Songs "Encuentro fugaz" und "Caudaloso rio" mündet diese Neuausrichtung gänzlich in einer schwermütigen Melancholie.
In seiner düsteren Wehmut umschlingt dieses Album den Hörer mit einer warmherzigen Stimmung, in deren Mittelpunkt eine emotionale Gesangsästhetik und zartgliedrige Gitarreneinsätze stehen. Losgelöst von jeglicher "progressiver" Erwartungshaltung kann auch diese bewusst abgespeckte Version überzeugen.