Night
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Jan Henrik Ohme |
Vocals & backing vocals |
| Thomas Andersen |
Piano, Keyboards & programming |
| Jon-Arne Vilbo |
Acoustics & Guitars |
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| Mikael Krømer |
Violins & programming |
| Kristian Olav Torp |
Bass |
| Robert Risberget Johansen |
Drums & percussion |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Dream of Stone
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17:00
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| 2. |
Chequered Light Buildings
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6:34
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| 3. |
Upside Down
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9:41
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| 4. |
Valerie's Friend
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6:29
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| 5. |
Massive Illusion
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13:37
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| Gesamtlaufzeit | 53:21 |
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Rezensionen

Night ist ein Konzeptalbum von über 50 Minuten Länge, das in 5 Segmente unterteilt ist, die fließend ineinander übergehen. Mit der konzeptionellen Anlage, den episch ausgreifenden Strukturen und der z.T. immensen Länge der einzelnen Stücke kommen Gazpacho dem, was der Proggie mag, so nah wie nie zuvor. Dennoch ist Night sicher kein Neo-, Retro- oder sonst-was-Prog, sondern die Band bleibt ihrem im Laufe der vorangegangenen Alben entwickelten Stil treu. Diesmal würde ich es kurz und knapp als eine Mixtur aus späten Talk Talk und späten Marillion charakterisieren. An Talk Talk erinnert auch, dass sich die Stücke sehr gemächlich entwickeln. Das ist ein Novum für die bislang stärker songorientierte Band.
Gazpacho lassen ihre Ideen nicht wie ein Feuerwerk explodieren, sondern bauen sie geschickt in die sich langsam steigernden und anschwellenden Stücke ein. So werden im Strom des zunächst gemächlich dahingleitenden 17-minütigen Openers „Dream of Stone“ immer wieder kurze, stimmungsvolle Sequenzen auf der akustischen Gitarre eingestreut, ebenso wie elektronische traumsuggerierende Effekte oder ein chorhaft verstärkter, unscharfer Gesang. Bei Massive Illusion ist es auch mal eine heimelige Orgel. Immer wiederkehrendes Motiv über die Teile des Albums verstreut ist eine wehmütig klagende Geige, begleitet von einem perlenden Piano. Das hat – gerade zum Schluss – dann allerdings auch einen etwas gefälligen Beigeschmack.
Der Gesang wirkt auf Night durchaus gespenstisch. Nur hin und wieder, etwa wenn die Stücke im Refrain ihren Höhepunkt erreichen, gewinnt der Gesang Festigkeit. Die Melodien haben meist traumhaft-verschwommene Qualität. Immer wieder brechen aber auch diese gazpacho-typischen Melodien durch, bei denen man sich auch auf Night wieder wundert, dass die vorher noch niemand verwendet haben soll (der hintergründige Gesangsmittelteil von Upside Down oder der Klabautermann-Refrain von Massive Illusion). Vieles wird aber nur angedeutet und verschwindet schnell wieder im „Bewusstseinsstrom“. Unterstützt wird die Wirkung des Albums auch durch die assoziativen Lyrics, z.B. „You’ll be sleeping on the other side, where her smile becomes your fear.” (Upside Down).
Bei Night schweifen die Gedanken zwischen Wachen und Träumen. Gazpacho ist ein bei allen Details sehr rundes, stimmiges Album gelungen. Der konzeptionellen Anlage ist es auch geschuldet, dass Details verschwimmen und zerfließen. So entwickelt Night eine ganz spezielle Stimmung mit der das Album in Erinnerung bleibt und immer wieder neue Facetten entdecken lässt.
| Anspieltipp(s): |
Upside Down |
| Vergleichbar mit: |
Talk Talk, Marillion |
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| Veröffentlicht am: |
2.2.2007 |
| Letzte Änderung: |
2.2.2007 |
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Ich kann mir nicht helfen, aber so richtig zünden will dieses Album bei mir nicht. Nichts gegen langsamen Songaufbau - als altgedienter Postrock-Fan weiß ich so etwas durchaus zu schätzen. Aber hier wirkt das doch manchmal arg überdehnt, manches entwickelt sich einfach zu zäh. Auch mit der Melancholie meinen es die Jungs etwas zu gut, da gleitet die Musik schon mal in arg süßliche Gefilde ab. Der bisweilen etwas weinerliche Gesang findet auch nicht ungeteilten Gefallen bei mir.
Schlecht ist Night nicht, aber eine Straffung der überlangen Stücke und ein paar Ecken und Kanten hätten der Musik gut getan. Der von Christian gewählte Vergleich mit Talk Talk und Marillion (jeweils deren späte Phase) ist passend, aber speziell Liebhaber der ersteren Formation sollten beachten, dass an Talk Talk eher der Aufbau der Stücke erinnert, der Inhalt dagegen eher an Marillion.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
24.2.2007 |
| Letzte Änderung: |
24.2.2007 |
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Da haben sich Gazpacho also einfach gedacht: machen wir doch mal ein Album, das im Prinzip nur aus einem Song besteht. Da liegt des Nachts jemand in seinem Bett und träumt und aus seinem Unterbewusstsein tauchen immer wieder Erinnerungsfetzen auf. Prätentiös? (Über-)Ambitioniert? Sicherlich! Aber wir sind doch schließlich im Prog, da ist das der Normalzustand...
Und eigentlich sind es ja auch fünf eigenständige Songs, die lediglich ineinander übergehen. Dazwischen, also wenn der Träumer aus der REM- in die Non-REM-Phase hochkommt, gibt es kleine Miniaturen auf der Hardanger-Fidel, die von norwegischen Volksliedern inspiriert scheinen. Eines davon, das ganz am Schluss ertönt (quasi eine Sonate für Fidel und Klavier), wird von meinen Vorrednern als zu süßlich eingeschätzt - ich hingegen finde es einfach nur wunderschön.
Gazpacho haben bisher eigentlich einen fluffigen New Artrock/pop mit eher kürzeren Nummern gespielt. Etwas in der Art findet sich nur noch mit Valerie's Friend. Die anderen Stück sind z.T. deutlich länger. Und obwohl sie einen guten Fluss haben, sind sie für meinen Geschmack einfach zu lang und kommen nicht recht auf den Punkt. Es reicht eben nicht, einen 5-Minuten-Song auf eine Viertelstunde auszudehnen, wenn man nicht noch ein paar Ideen reinbringt. Besser machen es da die sehr gut mit Gazpacho vergleichbaren Pineapple Thief, denen das eben wesentlich besser gelingt.
Auch wenn Gazpacho auf ihrer Hompage schreiben, "Night" sei ihr bisher bestes Album geworden, kann ich da nicht zustimmen. Für meinen Geschmack haben sie sich an ihrem Konzept, vor allem den Longtracks, verhoben. Dass sie nach wie vor ganz tolle Songs schreiben können, hört man an allen Ecken und Enden heraus. Aber sie sollten dies in einer konzentrierteren Form tun.
| Anspieltipp(s): |
Valerie's Friend |
| Vergleichbar mit: |
Pineapple Thief |
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| Veröffentlicht am: |
10.5.2008 |
| Letzte Änderung: |
11.5.2008 |
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Eines meiner Alben des Jahres 2007. Ein wunderschöner traumhafter Trip. Großstadt-Nachtmusik.
Das gemächlich sich entwickelnde 53 Minuten Gesamt-Stück führt oftmals einen subtilen Spannungsbogen der sich aus den Flächen der Keyboards oder dem sanft aber bestimmt unterlegten Gitarrenriff ergibt. Dazu ein verletzlich wirkender Gesang, bei dem auch ich an Talk Talk oder Sigur Ros denken muß.
Einige, nie zu heftige oder gar krachige, Ausbrüche in den Rock sorgen gut verteilt für Abwechslung. Zum Heulen schöne elegische Streicher beenden dann dieses große Werk.
Ich kenn die anderen Scheiben der Band zwar nicht, aber besser können sie für mich kaum sein, wenn ich die Rezensionen meiner Kollegen studiere. Schon gar nicht wenn da songorientierter vorgegangen wurde. Ich hoffe also auf ein neues Album im "Night"-Stil.
Topalbum für den abendlichen Chill Out auf hohem Niveau.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
11.11.2008 |
| Letzte Änderung: |
11.11.2008 |
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2007 rief mich ein Prog-Freund an und empfahl unaufgeregt, aber doch bestimmt, ich solle mir Gazpachos neusten Output namens „Night“ zuzulegen. Ich versprach ihm, seine Worte zu beherzigen, dachte jedoch „nö, so spannend sind die jetzt auch nicht“. 2009 flatterte die CD dann doch noch in mein Leben und somit in meinen CD-Player.
Gott, ich lag so falsch. „Night“ ist ein Meisterwerk und jedem Liebhaber atmosphärischer Musik wärmstens empfohlen. Gazpacho haben sich nach Firebird gesteigert und deutlich weiterentwickelt. Im Grunde muss man von einem völlig neuen musikalischen Konzept sprechen, das die Norweger nun verfolgen. Epische Breite statt übersichtliche Songs. Alle fünf Teile der CD haben ausreichend Platz zum Atmen.
„Dream of Stone“ alleine ist von solcher Eleganz, dass es wehtut. Wenngleich Talk Talk und h-marillion gerne als Referenz genannt werden, verweist das Eröffnungsstück ganz klar an David Sylvians Gone to Earth-Album. Songs wie „Wave“ oder „Taking the Veil“, da bin ich mir sicher, standen Pate für die ersten 17 Minuten von „Night“. Bei den ersten Takten von „Chequered Light Buildings“ meint man Steve Hogarth am Piano sitzen zu sehen. Das Schlagzeugspiel erinnert an den neuen Ian Mosley, jedoch in bärenstark und weniger nervös als dessen Drumming auf Happiness is the Road. Und ja, im weiteren Verlauf blitzen auch mal Momente auf, die an Talk Talk denken lassen. Somit sind die drei Haupteinflüsse genannt, aus denen Gazpacho etwas Neues und originelles angerührt haben.
Wer die Langsamkeit für sich entdeckt hat und die späten Marillion für großes Kino hält sollte „Night“ eigentlich sein Eigen nennen. Wer jedoch Schräges sucht wird hier nicht fündig.
| Anspieltipp(s): |
Dream of Stone |
| Vergleichbar mit: |
h-marillion, David Sylvians "Gone to Earth", Talk Talk |
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| Veröffentlicht am: |
24.7.2009 |
| Letzte Änderung: |
25.7.2009 |
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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Gazpacho
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