SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
2.9.2010
Atrox - Terrestrials
It Bites - The Big Lad In The Windmill
Deformica - Paramo
1.9.2010
Collapse Under The Empire - The Sirens Sound
Demians - Mute
30.8.2010
Frogg Café - Bateless Edge
Kevin Hufnagel - Songs for the Disappeared
Emerson, Lake & Palmer - High Voltage
29.8.2010
OHO - Bricolage (CD+DVD)
Anubis - 230503
28.8.2010
Lye By Mistake - Fea Jur
OHO - Okinawa
The Inner Space - Agilok & Blubbo
27.8.2010
Klaus Schulze - La Vie Electronique 8
Lye By Mistake - Arrangements For Fulminating Vective Details
My Brother The Wind - Twilight In The Crystal Cabinet
CANO - Eclipse
26.8.2010
Weather Report - Night Passage
ARCHIV
STATISTIK
16768 Rezensionen zu 10702 Alben von 4015 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Lost World

Awakening The Elements

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2006
Besonderheiten/Stil: instrumental; Klassikrock / Adaptionen; RetroProg; sonstiges
Label: Musea
Durchschnittswertung: 9.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Vassily Soloviev Flute, Percussion
Andrii Didorenko Guitar, Bass Guitar, Electric Violin
Alexander Akimov Keyboards, Percussion, Sound Engineering

Gastmusiker

Yuliya Basis Keyboard on #3

Tracklist

Disc 1
1. Awakening The Elements 4.23
2. Infinity Street 6.44
3. Simoom 3.42
4. Over The Islands 3.55
5. Scenery With A Guitar 3.30
6. Schostoccata 5.18
7. States Of Mind Part I 3.47
8. States Of Mind Part II 3.42
9. States Of Mind Part II 3.26
10. Paranoia Blues 2.26
11. Collision Of The Elements 5.13
12. Sky Wide open 3.02
Gesamtlaufzeit49:08


Rezensionen


Von: Fix Sadler (Rezension 1 von 2)


Es gab mal eine Zeit (und die ist noch gar nicht so lange her), da habe ich Instrumental-Musik per se als langweilig abgetan. Ob sich dies aufgrund meiner veränderten Hörgewohnheiten gewandelt hat, ob "heutzutage" besserer Instrumental-Kram rauskommt, oder ob es an meiner "schwachen" Instrumental-Sozialisierung lag? Wer mag das schlussendlich entscheiden? Ein Hinweis darauf, dass ich früher aber tatsächlich tendenziell schwache Instrumental-Musik aus dem Pool des Angebots gefischt habe, liegt mir mit Awakening The Elements, dem zweiten "Rock-Album" des klassizistischen Trios Lost World, vor.

Wenn man sich das neue Album der Russen intensiver zu Gemüte geführt hat, dann kommen starke Assoziationen zu Sky auf. Sky musizierten ja ebenfalls mit einem "klassischen" Background am Rande von Pop, Jazz und Rock. Allerdings muss man all diese Begriffe mit einem "Fahrstuhl-" versehen, denn Sky waren harmlos, orientierungslos, lahmarschig und ich habe es mit "ist vollkommen langweilig" abgetan.

Hier vollzieht sich der "turnaround". Lost World erinnern an Sky und dennoch machen sie es spannend, rockig, abwechselungsreich, kompromisslos. Und solche Musik tue ich dann eben nicht mehr ab. Vielleicht ist der Vergleich auch nicht wirklich fair, denn Lost World werfen wesentlich mehr Klangfarben ins Getümmel. Seien es Flötentöne oder Violine. Lost World haben einen Gitarristen, der mehr als einmal Robert Fripp Sounds gehört hat. Lost World haben für lyrisches Gedudel keine Zeit. Es wird im Uptempo-Bereich gerockt und fuliminant gefrickelt. Zur Not auf PC-Beats, warum nicht? Die Musik strahlt Modernität aus, verleugnet nicht ihre "Klassik-Rock-Roots" (offensichtlich in der Schostakovich Adaption "Allegro Molto") und macht in dieser Form einfach Spass. Im Verhältnis zum Vorgänger verzichtet man hier vollkommen auf die seltsamen Gesangseinlagen eines Alexei Rybakov. Dies mag dazu führen, dass die einzelnen Tracks nicht die nachhaltigen Ausrufezeichen wie die Instrumentals des Vorgängers setzen. Vielleicht waren diese auch noch etwas fetter oder besser komponiert. Deshalb vergebe ich hier auch (noch) keine Adelung, wie es in meiner damaligen Rezi angeklungen ist. Was nicht bedeuten soll, dass Awakening The Elements kein heisser Tip für Freunde Crimso-geprägten "Klassik-Rock" mit Schmackes ist. Mit Musea sind diesmal auch die europäischen Vertriebswege geöffnet und man sollte das Album bei den üblichen Verdächtigen bekommen können.

Ich glaube mit dieser Scheibe haben wir mal wieder so einen Kandidaten, der unterschiedliche Genre-Fans zusammenführen kann. Ausgezeichnet!

Anspieltipp(s): Infinity Street
Vergleichbar mit: Sky mit Eiern, Crimso- und Klassik-touch
Veröffentlicht am: 18.2.2007
Letzte Änderung: 18.2.2007
Wertung: 11/15

Zum Seitenanfang

Von: Sal Pichireddu @ (Rezension 2 von 2)


Eigentlich muss ich zugeben, dass ich mich nur mit diesem Album befasst habe, weil ich in einer [progrock-dt]-Radioshow das Stück "Schostoccata" gehört habe, eine rockige Umsetzung (brrrrr...) des 2. Satzes "Allegro molto" des Streichquartetts Nr. 8 c-Moll op. 110 von Dmitri Shostakovich. Ich gestehe, ich ahnte einen weiteren diskografischen Tiefschlag aus Russland (wie die legendär gruselige Return der Little Tragedies) und freute mich in meinem bösen Wesen auf eine meiner gefürchteten rezensorischen Tiefschläge.

Doch (leider): Ganz so leicht ist es dann mit "Awakening The Elements" doch nicht. Zwar höre ich da weder "Sky mit Eiern" (nicht jeder virtuose akustische Solo-Part klingt für mich nachhaltig nach Sky, aber darum will ich mich nicht mit meinem hochgeschätzten Vorredner streiten), noch kann ich einen Hauch von "Crimso-Touch" vernehmen, doch unverkennbar ist das russische Trio auf der Scheibe klassisch vorgebildet (und vorbelastet). Das funktioniert auf der Hälfte des Albums recht gut, bei anderen Stücken wird mir das virtuose Gefrickel dann doch etwas zu seelenlos, oder, anders gesagt: Nicht alle Kompositionen scheinen mir so gelungen zu sein, dass sie mehr sind als ein Tonart-Unterbau für die fingerfertigen Solo-Eskapaden des Andrii Didorenko an Gitarre und E-Violine sind. Das mag beim ersten Hören beeindrucken, langweilt aber einen nach dem dritten Durchlauf kolossal.

Was also unterm Strich herauskommt ist für mich ein typischer Fall von "durchwachsen", was aber im Falle eine Klassikrock-Formation schon mehr ist, als der Durchschnitt. Dennoch: Lost World sind eine Band, die genügend musikalisches Können und Potential besitzt, um vielleicht schon beim nächsten Mal die Geschmacksverirrungen à la "Schostoccata" zu unterlassen und kompositorisch ein Schippchen drauf zu legen.

Anspieltipp(s): Awakening The Elements, Infinity Street
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 27.2.2007
Letzte Änderung: 27.2.2007
Wertung: 8/15
ohne die garstige "Schostoccata" wären es 9

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Lost World

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2001 Trajectories 10.00 1

Zum Seitenanfang

© 1999-2009; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
Design: Ralf Damaschke - Webmaster: Udo Gerhards
RSS 2.0 - Klip - Sidebar
Impressum