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Focus

In And Out Of Focus

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1970 (CD-Version von Red Bullet)
Besonderheiten/Stil: Klassischer Prog; Rock / Pop / Mainstream
Label: Polydor
Durchschnittswertung: 8/15 (1 Rezension)

Besetzung

Jan Akkerman Gitarre
Thijs van Leer Keyboards, Flöte, Gesang
Martijn Dresden Bass
Hans Cleuver Schlagzeug

Tracklist

Disc 1
1. Focus...   (Gesangsversion) 2:43
2. Black Beauty 3:09
3. Sugar Island 3:05
4. Anonymus 6:42
5. House Of The King 2:51
6. Happy Nightmare (Mescaline) 3:59
7. Why Dream 3:54
8. Focus   (Instrumentalversion) 9:39
Gesamtlaufzeit36:02


Rezensionen


Von: Horst Straske @


Nach ihrer Gründung im Jahr 1969 legten Focus im folgenden Jahr mit "In And Out Of Focus" bereits ihr Debütalbum vor und widmeten sich darauf einem musikalisch noch von der Beat-Ära geprägten Light-Jazz-Klassik-Rock. Es herrscht ein ruhiger Grundsound vor, der sich in geschmeidiger Melodieführung präsentiert und schon im Eröffnungstrack "Focus" den Grundstein für die verträumte Variante des Sounds der Band um Thijs van Leer und Jan Akkerman legt. Verhalten vor sich hingehauchter Gesang lässt den Hörer entspannt zurücklehnen. Zum Abschluss des Albums folgt eine schöne Instrumentalversion dieses Songs, welche in einer Spielzeit von über neun Minuten die Kurzversion mit temperamentvoller Instrumentalarbeit in den Schatten stellt. Als stimmungsvoller Einstieg erfüllt die Gesangvariante des Titels aber ihren Zweck.

Mit "Black Beauty" und "Sugar Island" folgen zwei poppige Gesangsnummern, die noch ganz im britischen Beat-Erbe der gerade mal vergangenen 60er Jahre stehen. Trotz durchaus hübscher Melodien wirkt die Band hier doch etwas orientierungslos und in der Vergangenheit gefangen. Die bunten Rüschenhemden befanden sich wohl noch im Schrank von Akkerman und van Leer.

"Anonymous" wirkt nach barockem Beginn im quirligen Nebeneinander von Flöte und Gitarre fast schon wie eine Kopie von Jethro Tull, ehe sich ein leichter Jazzeinfluss bemerkbar macht. Den nötigen Feinschliff sollte das Repertoire aber schon rasch erhalten. "House Of The Kings" lässt die dominante Flöte dann aber schon eindeutig nach Focus klingen und bietet neben dem relaxten "Focus" den größten Wiedererkennungswert.

Nach dem hübschen Balladenbombast der nächsten beiden Gesangstitel, die ein wenig an den pathetischen Kuschelsound von The Moody Blues erinnern, klingt das erste Album mit dem bereits erwähnten Instrumental aus, das genauso wie die Band heißt. Die Ingredienzien des typischen Focus-Sounds treten auf diesem Erstling nur sporadisch auf, was dem Album einen stilistisch doch unfertigen Anstrich verpasst.

Anspieltipp(s): House Of The Kings
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 27.4.2007
Letzte Änderung: 27.4.2007
Wertung: 8/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Focus

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1972 Moving Waves 11.50 2
1973 Focus III 10.67 3
1973 At The Rainbow 11.67 3
1974 Hamburger Concerto 8.00 2
1975 Mother Focus 8.00 1
1976 Ship of Memories 9.00 1
2006 Focus 9 / New Skin 8.00 1
2012 Focus X 10.00 1
2014 Golden Oldies 10.00 1
2016 Focus 8.5 / Beyond the Horizon 9.00 1
2017 The Focus Family Album 9.00 1

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